Outdoor-Kleidung waschen und reinigen:
So geht’s richtig

©Lorado / Getty Images International

Damit ihr eure Touren und Abenteuer in der Natur richtig genießen könnt, solltet ihr euch auf Eure Ausrüstung verlassen können – dazu gehört auch eure Kleidung. Wenn ihr lange etwas von eurer Outdoor-Kleidung haben wollt, solltet ihr sie gründlich pflegen und regelmäßig waschen. Wir zeigen euch, wie ihr das am besten macht und welche Fehler ihr dabei vermeiden solltet.

Outdoor-Kleidung waschen

Darauf solltet ihr achten

Für das Waschen eurer Outdoor-Bekleidung gilt zunächst der Grundsatz „So oft wie nötig, so selten wie möglich“ – das heißt, dass ihr eure Kleidung (wenn sie verschmutzt ist, sich klamm anfühlt oder ihr das Gefühl habt, sie müsste gereinigt werden) natürlich waschen sollt. Verzichtet aber auf einen Waschgang nach jedem kurzen Ausflug, wenn es nicht wirklich notwendig ist. Die Reinigung greift das Material jedes Mal etwas an, sodass ihr eurer Funktionskleidung möglicherweise mehr schadet als ihr etwas Gutes zu tun.

Als Faustregel gilt: Bei „normaler Verwendung“ sollte man die Outdoor-Bekleidung etwa nach zehn bis zwölf Tagen in Gebrauch waschen.

Wenn ihr die Kleidung wascht, solltet ihr zuerst alle Reißverschlüsse und Abdeckleisten schließen und Bänder wenn möglich entfernen. Wählt nun den Schonwaschgang aus und stellt die Temperatur auf 30-40° Celsius. Am besten eignet sich spezielles Sportwaschmittel, ansonsten könnt ihr aber auch normales Flüssigwaschmittel verwenden.

Aber Vorsicht: Weniger ist hier definitiv mehr! Auf keinen Fall solltet ihr Pulverwaschmittel oder Zusätze wie Weichspüler, Fleckenentferner oder Bleichmittel verwenden, da diese die Mikroporen der Membran in der Kleidung verstopfen und das Material angreifen können. Wenn möglich, stellt den Schleudergang komplett aus oder auf die niedrigste Stufe, da ansonsten unschöne Knitterfalten entstehen können. Dafür solltet ihr aber einen extra Spülgang bei der Reinigung einlegen, damit auch wirklich alle Reste des Waschmittels aus der Kleidung entfernt werden.

Übrigens: Isolationsjacken, die mit Daunen oder Kunstfaser gefüllt sind, solltet ihr VOR der Sommerpause waschen, damit sich Verschmutzungen nicht tiefer in die Jacke „hineingraben“. Achtet dabei darauf, keine rückfettenden Waschmittel zu verwenden, da diese die Fettschicht der Jacke angreifen und lösen.

Outdoor-Kleidung richtig trocknen

  • Erst einmal lasst ihr die Kleidung eine halbe Stunde an der Luft trocknen. Bitte nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder neben einer Heizquelle!
  • Anschließend kann die Kleidung in Schongang des Trockners getrocknet werden. Nur Wärme kann die wasserabweisende Imprägnierung des Materials wieder reaktivieren.
  • Bei Daunenjacken: Einmal in der Stunde aus dem Trockner nehmen und die Daunen ausschütteln.
  • Kein Trockner zu Hause? Kein Problem! Ihr könnt dafür auch einfach ein Bügeleisen nehmen. Legt ein Handtuch zwischen Funktionskleidung und Bügeleisen und stellt das Bügeleisen auf die niedrigste Temperaturstufe ohne Dampf-Funktion.

Tipp: Denkt daran, alle Kleidungsstücke in regelmäßigen Abständen materialgerecht zu imprägnieren. Besondere Pflegehinweise eurer Outdoor-Kleidung findet ihr auch auf den Etiketten – diese solltet ihr natürlich beachten!

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