Das erste Mal Campen –
Die 10 größten Fehler beim Camping

Camping scheidet die Geister: Für die einen ist regelmäßiges Campen in der Natur die beste Möglichkeit spontan, individuell und günstig für kurze Zeit dem Alltag zu entfliegen. Für die anderen bedeutet Campen vor allem den Verzicht auf Komfort und wenig Privatsphäre.
Doch auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Wer unvoreingenommen einmal testen will, welche Vorteile das Campen bietet, der sollte sich die folgenden Tipps zu Herzen nehmen.

Unsummen für den ersten Campingausflug ausgeben
Der erste Camping-Trip ist geplant, nun geht’s an die Besorgungen: Nicht nur für das Dach über dem Kopf will gesorgt sein, auch Campingstühle oder Gaskocher werden benötigt. Wer jedoch schon zu Beginn teures Geld in das vermeintlich tolle Hobby steckt, dem droht nicht selten böses Erwachen, denn Camping ist nichts für jedermann.

Auf die Planung verzichten
Campen ist sicher eine entspannte Art, seinen Urlaub zu verbringen. Das ist jedoch kein Grund, seinen Aufenthalt nicht ausreichend zu planen und alles spontan zu erledigen. Gerade zur Hochsaison sind gute und günstige Campingplätze in beliebten Regionen schnell ausgebucht. Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Die Planung Eurer Mahlzeiten. Eine Kühlmöglichkeit beim Campen ist häufig Luxus und für warme Gerichte empfiehlt sich ein Campingkocher. Zudem kann es lästig werden, vor Ort festzustellen, welche Utensilien man doch besser im Vorhinein besorgt hätte. Schließlich verfügt nicht jeder kleine Supermarkt am Campingort der Wahl über Gasflaschen zum Kochen.

Rücksichtslosigkeit
Gleiches gilt übrigens für Frühaufsteher: Morgens um sechs müssen weder Hunde lautstark zurückgepfiffen werden, noch sollte man die Türen knallen. Wer das beherzigt, hat die besten Voraussetzungen für ein entspanntes Miteinander geschaffen.

Gleichgültigkeit beim Sauberhalten des Platzes
Eigentlich selbstverständlich, dennoch nicht immer vorzufinden: saubere Sanitärräume. Wie auch zuhause sollten Toiletten, Duschen und Waschräume so sauber hinterlassen werden, wie man sie selbst vorfinden möchte. Kleine Helferlein dafür stehen den Campern häufig zur Verfügung, wie etwa Abzieher, um die unter Wasser gesetzte Dusche wieder trockenzulegen. Auch beim Verlassen des Stellplatzes solltet Ihr überprüfen, ob nicht doch noch irgendwo Zigarettenstummel im Boden stecken - Eure Nachfolger werden es Euch danken.

Ignoranz anstatt Unterstützung
Sich in aller Seelenruhe anzusehen, wie die neuen Nachbarn sich schon seit über einer halben Stunde mit dem Einparken des Wohnwagens quälen, ist möglicherweise unterhaltsam, aber wenig gemeinschaftsfördernd. Unter Campern hilft man sich gegenseitig immer dort, wo Unterstützung benötigt wird. Insbesondere bei Eurem ersten Camping-Ausflug werdet Ihr Hilfe sicher dankbar annehmen - sei es beim Zeltaufbau oder weil dummerweise zwei Heringe fehlen. Daher revanchiert Euch doch bei anderen für diese Erfahrung.

Grenzen nicht einhalten
Neulinge sollten auf die Parzellenbegrenzung ein ganz besonderes Augenmerk legen: Auf vielen Campingplätzen ermöglichen Hecken oder Büsche den Campern etwas Privatsphäre. Aus diesem Grund solltet Ihr beim Auf- und Abbau oder auch beim Be- und Entladen des Autos darauf achten, dass Ihr Eure Utensilien nicht zu weit ausbreitet. Gleiches gilt für weiträumige Freizeitaktivitäten wie Fußballspielen oder Abkürzungen über fremde Parzellen: Nutzt lieber die dafür vorgesehenen Plätze und ausgezeichneten Wege.

Campinggelände als Hundeklo nutzen
Gerade im Sommer, wenn man gerne in offenen Schuhen oder gar barfuß unterwegs ist, sind die hier und da anzutreffenden Hinterlassenschaften von Vierbeinern ausgesprochen unangenehm. Hundehaltern ist das Thema nicht fremd, dennoch ist die Problematik keine Seltenheit. Auf zahlreichen Campingplätzen gibt es jedoch spezielle Behälter und Tüten, in denen der Hundekot entsorgt werden kann.

Campen, wo es gefällt
Wer umhertourt und im Vorhinein keine festen Aufenthaltsorte festgelegt hat, den verschlägt es sicher in viele schöne Ecken. Doch ohne Erlaubnis auf einer idyllischen Wiese oder einem verlassenen Waldstück wild zu campen, ist nicht ratsam. Wildcampen gilt als Ordnungswidrigkeit und kann im schlimmsten Fall als Straftat wie Hausfriedensbruch geahndet werden. Umgehen könnt Ihr das Problem, wenn Ihr den Eigentümer des Grundstücks um Erlaubnis bittet.

Campen bei Wind und Wetter
Hin und wieder ist das Wetter unberechenbar – der strahlende Sonnenschein während der Reise kann am Campingplatz nur wenige Stunden später in ein kräftiges Gewitter umschlagen. Ein Unwetter solltet Ihr jedoch nicht unterschätzen: Weder der Aufbau noch der Aufenthalt draußen sind bei derartigen Witterungsverhältnissen empfehlenswert. Daher die Wettervorhersage ernst nehmen und während des Gewitters im Auto oder in Gebäuden Schutz suchen.

Grillen auf der Parzelle
Vor dem Zelt oder Wohnwagen abends gemütlich Grillen und den Tag entspannt ausklingen lassen – so stellt sich mancher Camper seine Abendgestaltung vor. Doch nicht immer ist Grillen auf der Parzelle erlaubt: Auf vielen Plätzen gibt es ausgewiesene Grillplätze, die für ein ausgedehntes Barbecue aufgesucht werden können. Unser Tipp: Wenn Ihr nicht auf einen speziellen Grillplatz „umziehen“ wollt, fragt vorher beim Campingplatz nach, was erlaubt ist.

 

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