Wie sieht die
Bundeswehr-Verpflegung aus?

Soldaten Verpflegung © South_agency / Getty Images International

Ohne Mampf kein Kampf“ – wer als Soldat im Einsatz gewesen ist, dem ist dieser kecke Spruch bestimmt schon einmal zu Ohren gekommen. Denn wer hart arbeitet, der hat einen gesunden Appetit. Hunderte oder gar tausende gestandene Soldaten satt zu bekommen, das ist eine wahre Herausforderung für jedes Küchenteam in den Kasernen. Aber wie sieht die Bundeswehr-Verpflegung eigentlich aus? Was essen die Männer und Frauen, die für unser Land im Einsatz sind?

Laut der offiziellen Bundeswehr-Webseite ist das Nahrungsangebot stets „bedarfsgerecht, ausgewogen, abwechslungsreich und wohlschmeckend“. Im Tagesgeschäft in der Truppenküche der Kaserne gibt es pro Tag drei Mahlzeiten: Frühstück, Mittag und Abendbrot. Das Frühstück wird in Buffetform serviert, mittags kann zwischen mindestens zwei Menüs gewählt werden und ergänzend gibt es noch eine Salatbar für die Soldaten. Für Vegetarier oder gläubige Muslime werden die Gerichte auch angepasst. Abends gibt es zumeist Brot mit Aufstrichen.


Bundeswehr-Verpflegung bei Übungen und im Einsatz

Aber natürlich spielt sich das Leben eines Bundeswehrsoldaten nicht nur in der zugeteilten Kaserne ab. Nicht selten müssen die Männer und Frauen wochenlang zu Übungseinsätzen mit provisorischen Lagern losziehen oder sich im Ernstfall mit einem Minimum an Equipment in entfernte Gebiete bewegen. Da ist – wie ihr euch denken könnt – weder Zeit, noch Platz für ein Küchenteam, welches ganze Menüs kredenzt. Stattdessen sind Lebensmittel gefragt, die Platz sparen und lange haltbar sind. Deshalb stehen die sogenannten Einmannpackungen (EPA) auf dem Speiseplan. Das sind Pakete bestückt mit Nahrung für einen Tag, die etwa 3600 Kalorien abdecken. Die Lebensmittel in den EPA bei uns im Bundeswehr- und Freizeitshop wurden speziell für extreme Bedingungen entwickelt – denn sie müssen für den Einsatz in bestimmten Gebieten hitzebeständig oder kälteresistent sein.

Grafik Vorlage © amdandy / Getty Images International
Grafik Vorlage © amdandy / Getty Images International

Was ist drin in den Einmannpackungen?

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen den Soldaten das Essen der Einseitigkeit der Gerichte geschuldet zum Halse hinaus hing, gibt es heute etwa zwölf verschiedene Gerichte im Repertoire. Die Bundeswehr-Verpflegung unterscheidet sich hauptsächlich durch die beigefügten Fertiggerichte und Brotbeläge. Ansonsten sind die EPA beispielsweise noch bestückt mit den liebevoll „Panzerplatten“ getauften Hartkeksen, Salz und Pfeffer, Kaffee- und Tee-Extrakten, Zucker, Getränkepulver mit Geschmack und Vitaminen, Schokolade und einigen weiteren essentiellen Produkten. Alle in der EPA enthaltenen Lebensmittel halten sich ohne Probleme fünf Jahre. Für weite, anstrengende Strecken gibt es noch eine Version der EPA, die gewichtsmäßig besonders leicht ist.


Gibt es Notrationen für den Ernstfall?

Ja! Jeder Soldat sollte im akuten Krisenfall eine Notration bei sich tragen. Diese gewährleistet keine ausgewogene, gesunde Ernährung, liefert aber wertvolle Energie für einen Tag. Die Notration kann im Ernstfall Leben retten.

Möchtet ihr eine Einmannpackung testen?

Wer sich gerne einmal selbst eine Meinung zum Geschmack der Einmannpakete oder Notrationen bilden möchte, der kann im BW Online-Shop originale oder artgleiche Produkte bestellen. Na, wäre der Bundeswehreinsatz etwas für eure Geschmacksnerven?

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