Tag Archives: Zelten

Outdoor-Kleidung waschen und reinigen:
So geht’s richtig

©Lorado / Getty Images International

Damit ihr eure Touren und Abenteuer in der Natur richtig genießen könnt, solltet ihr euch auf Eure Ausrüstung verlassen können – dazu gehört auch eure Kleidung. Wenn ihr lange etwas von eurer Outdoor-Kleidung haben wollt, solltet ihr sie gründlich pflegen und regelmäßig waschen. Wir zeigen euch, wie ihr das am besten macht und welche Fehler ihr dabei vermeiden solltet.

Outdoor-Kleidung waschen

Darauf solltet ihr achten

Für das Waschen eurer Outdoor-Bekleidung gilt zunächst der Grundsatz „So oft wie nötig, so selten wie möglich“ – das heißt, dass ihr eure Kleidung (wenn sie verschmutzt ist, sich klamm anfühlt oder ihr das Gefühl habt, sie müsste gereinigt werden) natürlich waschen sollt. Verzichtet aber auf einen Waschgang nach jedem kurzen Ausflug, wenn es nicht wirklich notwendig ist. Die Reinigung greift das Material jedes Mal etwas an, sodass ihr eurer Funktionskleidung möglicherweise mehr schadet als ihr etwas Gutes zu tun.

Als Faustregel gilt: Bei „normaler Verwendung“ sollte man die Outdoor-Bekleidung etwa nach zehn bis zwölf Tagen in Gebrauch waschen.

Wenn ihr die Kleidung wascht, solltet ihr zuerst alle Reißverschlüsse und Abdeckleisten schließen und Bänder wenn möglich entfernen. Wählt nun den Schonwaschgang aus und stellt die Temperatur auf 30-40° Celsius. Am besten eignet sich spezielles Sportwaschmittel, ansonsten könnt ihr aber auch normales Flüssigwaschmittel verwenden.

Aber Vorsicht: Weniger ist hier definitiv mehr! Auf keinen Fall solltet ihr Pulverwaschmittel oder Zusätze wie Weichspüler, Fleckenentferner oder Bleichmittel verwenden, da diese die Mikroporen der Membran in der Kleidung verstopfen und das Material angreifen können. Wenn möglich, stellt den Schleudergang komplett aus oder auf die niedrigste Stufe, da ansonsten unschöne Knitterfalten entstehen können. Dafür solltet ihr aber einen extra Spülgang bei der Reinigung einlegen, damit auch wirklich alle Reste des Waschmittels aus der Kleidung entfernt werden.

Übrigens: Isolationsjacken, die mit Daunen oder Kunstfaser gefüllt sind, solltet ihr VOR der Sommerpause waschen, damit sich Verschmutzungen nicht tiefer in die Jacke „hineingraben“. Achtet dabei darauf, keine rückfettenden Waschmittel zu verwenden, da diese die Fettschicht der Jacke angreifen und lösen.

Outdoor-Kleidung richtig trocknen

  • Erst einmal lasst ihr die Kleidung eine halbe Stunde an der Luft trocknen. Bitte nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder neben einer Heizquelle!
  • Anschließend kann die Kleidung in Schongang des Trockners getrocknet werden. Nur Wärme kann die wasserabweisende Imprägnierung des Materials wieder reaktivieren.
  • Bei Daunenjacken: Einmal in der Stunde aus dem Trockner nehmen und die Daunen ausschütteln.
  • Kein Trockner zu Hause? Kein Problem! Ihr könnt dafür auch einfach ein Bügeleisen nehmen. Legt ein Handtuch zwischen Funktionskleidung und Bügeleisen und stellt das Bügeleisen auf die niedrigste Temperaturstufe ohne Dampf-Funktion.

Tipp: Denkt daran, alle Kleidungsstücke in regelmäßigen Abständen materialgerecht zu imprägnieren. Besondere Pflegehinweise eurer Outdoor-Kleidung findet ihr auch auf den Etiketten – diese solltet ihr natürlich beachten!

Camping mit Kindern:
das erste Outdoor-Abenteuer

Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International

Als Alternative zum Urlaub im Hotel, einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung, wählen viele Urlauber ein Camping-Abenteuer. Mit Kindern wird diese Tour umso aufregender, bedarf aber auch mehr Planung und Vorbereitung. Wenn der erste Camping-Urlaub mit Kindern ansteht, gilt es Einiges zu beachten, damit der Urlaub für euch und eure Kinder nicht in katastrophaler Erinnerung bleibt, sondern auch wirklich erholsam wird.


Zu welcher Jahreszeit mit Kindern campen?

Die meisten Familien nutzen den Sommer, um in den Urlaub zu fahren. Aber auch im Frühjahr und im Herbst macht Camping Spaß, denn dann sind meistens die Campingplätze nicht so voll und auch günstiger als in der Hauptsaison, sodass ihr mehr Budget für spannende Freizeitaktivitäten übrig habt. Ein Test vor dem „richtigen“ Campen ist eine Übernachtung im eigenen oder dem Garten der Großeltern oder von Freunden. Auf diese Weise könnt ihr im Vorhinein testen, ob das Übernachten in einem Zelt mit euren Kindern gut möglich ist und welche Schwierigkeiten gegebenenfalls auftreten können. Für das erste Camping mit Kindern bietet sich ein Wochenende besser an, als direkt den ganzen Sommerurlaub zum Camping-Trip zu machen. So könnt ihr erst einmal testen, ob das Campen was für eure Kinder (und möglicherweise auch für euch) ist.


Wo ihr mit Kindern am besten campen könnt

Euer erstes Urlaubsziel sollte nicht allzu weit von eurem Zuhause liegen. Das hat erstens den Vorteil, dass die Fahrt dorthin den Kindern nicht ewig lang vorkommt und ihr nicht alle fünf Minuten gefragt werdet „Wann sind wir endlich da?“ – eine lange Autofahrt mit Kindern kann bekanntlich sehr schnell anstrengend werden. Zweitens seid ihr im Fall von aufkommendem Heimweh oder sogar Notfällen wie Krankheit schneller wieder zu Hause.

Wenn eure Kinder älter sind und ihr mehr Erfahrung beim Campen gesammelt habt, können eure Reiseziele auch weiter entfernt liegen oder ihr könnt eine längere Tour mit verschiedenen Stopps machen.

Übrigens: Damit ihr euch und eure Kinder nicht während des gesamten Camping-Urlaubs von Ravioli mit Tomatensauce ernähren müsst, haben wir für euch ein paar leckere Camping-Rezepte zusammengestellt.

Kinderfreundliche Campingplätze

Als erstes steht die Wahl des richtigen Campingplatzes auf der Liste. Je nach Vorlieben, könnt ihr Campingplätze mit einer Grundausstattung wie Sanitäranlagen, Feuerstelle usw. wählen – diese sind in der Regel recht preisgünstig. Alternativ gibt es zahlreiche Campingplätze mit komfortablerer Ausstattung. Häufig gibt es auch extra ausgewiesene Campingplätze für Familien, die auf die Bedürfnisse und Wünsche von Familien und insbesondere die der Kinder ausgerichtet sind. Beispiele für solche kinderfreundlichen Campingplätze sind das kurz vor Dänemark gelegene Ostsee Resort Damp, der Gitzenweiler Hof am Bodensee oder der fränkische Bauernhof Wiesenbett Dängeler Hof. Welche Ausstattung vorhanden ist, könnt ihr den Webseiten der jeweiligen Campingplätze entnehmen.

Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International
Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International

Bei einer Camping-Tour mit Kindern eignet sich beispielsweise ein Campingplatz an einem See oder mit einem (angrenzenden) Schwimmbad. Auch Spielplätze sind bei Kindern immer sehr beliebt und können auch von kleineren Kindern genutzt werden. Für mögliche Regentage ist es empfehlenswert, einen Campingplatz auszuwählen, in deren Nähe einige Attraktionen warten, wie ein Indoor-Spielplatz, interaktive Museen oder Hallenbäder. Außerdem bietet es sich immer an, besonders auch für die lange Autofahrt, Spielzeug und je nach Alter eurer Kinder auch Bücher mitzunehmen, mit denen sich die Kinder bei schlechtem Wetter beschäftigen können.
Möglicherweise kommt für euch auch ein Campingplatz in der Nähe eines Bauernhofs oder Reiterhofs in Frage, bei denen Kinder den Umgang mit heimischen Tieren lernen können.

Das Zelt beim Camping mit Kindern

Für das Camping mit Kindern eignen sich verschiedene Arten von Zelten.

Kuppelzelt © bw-online-shop

  • Kuppelzelte sind sehr leicht und außerdem einfach aufzubauen. Der Nachteil dieses Zelttyps ist allerdings, dass das Innenzelt vor dem Aufbau erst zusammengesetzt werden muss. So kann es schnell passieren, dass das Innenzelt bei Regen nass wird.

  • Familienzelte oder auch Tunnelzelte sind sehr groß und geräumig, da sie für mehrere Personen gedacht sind und zusätzlich größere Gepäckstücke hineinpassen sollen. Sie sind in mehrere kleine Zimmer und Durchgänge aufgeteilt. Das ist vor allem praktisch, wenn man ältere Kinder hat, die sich mehr Privatsphäre wünschen als kleinere.

  • Pyramidenzelte eignen sich vor allem bei längeren Touren, da der Aufbau mehr Zeit in Anspruch nimmt und sich daher bei kleinen Ausflügen oft nicht lohnt. Beim Winterzelten kommen diese Zelte besonders häufig zum Einsatz, da sie auch schwere Schneelasten tragen können.

Egal, für welchen Zelttyp ihr euch letztlich entscheidet: Es sollte auf jeden Fall groß genug für euch und euer Gepäck und vor allem wasserdicht sein. In unserem Beitrag zum Thema „Was ihr beim Zeltkauf beachten solltet“ geben wir euch weitere ausführliche Tipps, welche Kriterien bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen.


Der richtige Schlafsack für Kinder

Beim Schlafsack für eure Kinder solltet ihr darauf achten, dass diese aus Kunstfaser sind, da sie deutlich schneller trocknen als Modelle aus Baumwolle. Das ist sowohl bei verschütteten Getränken als auch bei kleinen Malheurs in der Nacht sehr praktisch. Welcher Schlafsack der richtige für euch ist, erfahrt ihr in unserem Ratgeber „Was ist wichtig beim Schlafsack?“.
Beim Aufbau der Schlafplätze ist die Isolation sehr wichtig, da über den Boden die meiste Körperwärme verloren geht. Legt deshalb am besten genügend Isomatten auf dem gesamten Boden aus. Für eine stärkere Isolierung sind auch mehrere Isomatten übereinander möglich. Je nach Wetterlage, könnt ihr auch Campingbetten nutzen. Für Säuglinge eignen sich auch die Wannen aus dem Kinderwagen gut als mobiles Reisebett, das ihr aber auf keinen Fall ohne Isomatte auf dem Boden abstellen solltet. Luftmatratzen solltet ihr nicht als (alleinige) Schlafunterlagen verwenden, da diese erstens keine Kälteisolation bieten, zweitens schneller kaputt gehen als Isomatten und anschließend unbrauchbar sind, und drittens schnell zu Rückenschmerzen führen können.

Kind im Schlafsack / © vernonwiley / Getty Images International
Kind im Schlafsack / © vernonwiley / Getty Images International

Welche Kleidung für Kinder beim Camping?

Damit das Abenteuer bei schlechter Wetterlage nicht kalt-nass ausfällt, ist bei der Kleidung eine Mischung aus wasserdichten bzw. wasserabweisenden Stoffen und wärmenden Stoffen, wie beispielsweise Fleece, gut geeignet. Kleidet euch und eure Kinder am besten nach dem Zwiebel-Prinzip. So geht am wenigsten Wärme verloren und ihr könnt bei Bedarf überflüssige Kleidung ausziehen. Für den Schlaf solltet ihr immer etwas dickerer Kleidung mitnehmen, als ihr zu Hause anhabt.

Ausreichend Wechselsachen und Klamotten für jedes Wetter sind absolute Pflicht, genauso wie Gummistiefel, Regegenjacken und Regenmützen. Passende Kinderkleidung für das Outdoor-Abenteuer findet ihr übrigens in unserem Shop.

Die schönsten Campingplätze
in Deutschland

Camping in den Alpen

 

Mit dem Sommer kommt die Urlaubszeit. Dabei müssen es nicht immer Palmen, das Mittelmeer oder die Karibik sein: Camping liegt weit oben auf dem Urlaubstrend-Barometer – wie praktisch, dass diese Art zu Reisen preiswert ist, du dabei aber nicht auf Komfort verzichten musst. Noch besser: Um ein paar Tage zu entspannen, musst du nicht mal lange Strecken zurücklegen oder stundenlang im Auto sitzen. Deutschland hat zahlreiche schöne Ecken und Campingplätze, die nur darauf warten, von dir und deinem Zelt, Wohnmobil oder Caravan entdeckt zu werden. Ganz gleich, ob Aktivurlaub oder Entspannen, Berge oder Meer, Wassersport oder Fahrradfahren, Familienurlaub oder Kurztrip mit Freunden – in Deutschland ist für jeden Campingtypen etwas dabei. Wir zeigen dir, wo du die schönsten Campingplätze findest, um einen erholsamen Urlaub zu genießen.

Campingplätze an der Nordsee

Mit dem Rauschen der Wellen wach werden und den Tag mit einer kleinen Wanderung am UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer beginnen – das verspricht dir Urlaub an der Nordsee.

Das „Nordsee Camp Norddeich“ liegt direkt hinter dem Seedeich und vermietet Stellplätze in drei verschiedenen Größen: von unter 105 m² bis zu 135 m², an einigen davon sind Hunde erlaubt. Das Meer liegt hier direkt vor deinen Füßen und lädt zum Surfen, Kiten, Segeln oder einfach nur Entspannen ein. Unweit vom Platz gibt es eine Seehundstation, an der du Seehunde und Kegelrobben beobachten kannst. Oder du nimmst an einer geführten Wattwanderung teil und beobachtest das Spektakel von Ebbe und Flut der Nordsee. Wenn es dich zwischendurch in die Stadt zieht, sind Emden, Leer, Aurich oder Norden nicht weit entfernt.

Weiter oben im Norden Schleswig-Holsteins, genauer gesagt in Simonsberg, liegt das „Nordsee Camping Zum Seehund“. Direkt hinter dem Außendeich ist der Platz nur einen Katzensprung vom Meer entfernt. Neben „normalem“ Camping kannst du dort auch in Schlafstrandkörben direkt unter freiem Himmel am Strand übernachten und die Sterne beobachten – Erholung pur. Mehr Trubel herrscht dementgegen in St. Peter Ording und Husum oder auf der Nordseeinsel Helgoland, die sich perfekt für einen Tagesausflug eignet.

Wenn das Rauschen des Meeres das erste ist, was du morgens hörst. © LianeM/Getty Images International

Campingplätze an der Ostsee

Wassersportler kommen an der Ostsee voll auf ihre Kosten: Wind- und Kitesurfen sowie Segeln und viele weitere Wassersportarten lassen keine Langeweile aufkommen. Daneben laden die kilometerlangen, feinen Sandstrände zum gemütlichen Spazieren und Entspannen ein. Deswegen zählt die Ostseeküste auch zu den beliebtesten Camping-Regionen in ganz Deutschland.

Der Camping- und Ferienpark „Wulfener Hals“ auf der Insel Fehmarn schafft es im Ranking von Caravaning.de unter die Top 10 der schönsten Campingplätze Deutschlands und wurde 2017 und 2018 als „Superplatz“ vom ADAC-Campingführer ausgezeichnet. Zwischen dem Burger Binnensee und der Ostsee gelegen, ist der Fünf-Sterne-Campingplatz das ganze Jahr über geöffnet. Neben den 80 bis 260 m² großen Stellplätzen für Wohnwagen, hast du im „Wulfener Hals“ auch die Möglichkeit, Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie Mietwohnwagen und Mobilheime zu mieten. Wenn es dich nicht den ganzen Tag an oder ins Wasser verschlägt, kannst du tagsüber an Land auf dem campingeigenen Golfplatz ein paar Bälle schlagen oder am Kreativprogramm teilnehmen. Abends genießt du dann die Shows des Animationsteams und kannst selbst beim Karaoke oder Quiz-Duell Vollgas geben.

Auch Mecklenburg-Vorpommern bietet zahlreiche Campingplätze an der Ostsee, so zum Beispiel den „Campingpark Kühlungsborn“, welcher 2018 ebenfalls als „Superplatz“ vom ADAC ausgezeichnet wurde. Auf dem 12 ha großen Naturgrundstück gibt es Stellplätze, die teilweise nur 50 m vom Strand entfernt sind – traumhafte Sonnenuntergänge sind für dich inklusive. Auch die Sanitäranlagen lassen im „Campingpark Kühlungsborn“ keine Wünsche offen und sind unter dem Namen „Poseidons Reich“ bekannt – Warmduschen sind kostenfrei. Das nahegelegene Kühlungsborn lockt mit vielen gemütlichen Restaurants und Events in der Sommersaison.

Die Ostsee lädt zu vielen Wassersportarten ein – ganz vorne mit dabei das Kitesurfen. ©brazzo/Getty Images International

Camping an Seen in Nord- und Süd-Deutschland

Gerade Mecklenburg-Vorpommern, als „Land der tausend Seen“ bekannt, hat, neben der Ostsee, viele weitere Traumziele für Camper. Die Mecklenburgische Seenplatte mit der 117 m² großen Müritz, dem Fleesensee und der Schwinzer Heide am Plauer See sowie mehr als 60 Naturschutzgebieten bietet zahlreiche Freizeitaktivitäten und wunderbare Stellplätze für deinen Caravan oder dein Zelt.

So liegt der Campingplatz „Ecktannen“ in Waren direkt an der Müritz und bietet viel Platz auf seinem 17 ha großen, naturbelassenen, unparzellierten Gelände. Hier findest du garantiert deinen persönlichen Lieblingsplatz – egal ob du Schatten oder Sonne bevorzugst.

Das „Naturcamp Zwei Seen“ liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Plauer See und dem Großen Plätschsee und bietet viele Stellplätze direkt am Seeufer. Tagsüber kannst du die mehr als 1000 Seen, die das Gebiet damit zum größten Wassersportrevier Europas machen, perfekt mit dem Kanu erkunden oder aber die wunderschöne Natur bei ausgiebigen Wanderungen entdecken.

Schauen wir jetzt aber mal in den Süden Deutschlands. Hier lockt der Chiemsee in Bayern mit seinem Berg-Panorama. Das fünf Sterne „Chiemsee Camping Rödlgries“ in Übersee-Feldwies bietet dir auf der einen Seite zahlreiche Wassersport-Aktivitäten und auf der anderen Seite die Chiemgauer Alpen – dazwischen ganz viel Natur, um die Seele baumeln zu lassen. Der Campingplatz hat einen eigenen Badestrand nur für seine Gäste. Der Fokus liegt hier auf Familien – eine Zeltwiese gibt es nicht.

Und hier noch ein Geheimtipp für Bayern: der vier Sterne Campingplatz „Bannwaldsee“ in Schwangau im Allgäu. Hier übernachtest du zwischen dem See und den Bergen, denn der Campingplatz liegt direkt am Ufer des Bannwaldsees und in Sichtweite des malerischen Schlosses Neuschwanstein sowie des Schlosses Hohenschwangau. Rund 600 Stellplätze bietet Platz für circa 1500 Gäste. Baden kannst du im Bannwaldsee oder in einem der vielen kristallklaren Bergeseen, die du bei einer Wanderung oder einer Fahrrad-Tour problemlos erreichen kannst.

Morgens aufstehen und der erste Blick fällt auf das Schloss Neuschwanstein – das ist Urlaub. ©SeanPavonePhoto/Getty Images International

Camping in den Bergen

Während die einen gerne ihre Urlaubstage am Wasser und am Strand verbringen, möchten die anderen lieber frische Bergluft schnuppern und ordentlich Höhenmeter bewältigen. Gut, dass Deutschland auch für Camper, die die Berge lieben, einiges zu bieten hat.

Im bayrischen fünf Sterne „Camping Resort Zugspitze“ in Grainau bei Garmisch-Partenkirchen, bist du wirklich mitten in den Bergen und hast Stellplätze, die bis zu 150 m² groß sind – teilweise sogar mit privaten Sanitäranlagen. Wenn du nicht in deinem Zelt oder Caravan übernachten möchtest, kannst du auch eines der Schlaffässer mieten und einen fantastischen Blick auf das Wettersteingebirge genießen. Aktivitäten gibt es in dem Gebirge zu Genüge: Wanderungen zur Zugspitze, Radfahren, Rafting, Klettern oder Canyoning – das ideale Programm für die ganze Familie.

Ein weiteres Urlaubsziel für Camper ist das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz im Osten Deutschlands. Das „Caravan Camping Sächsische Schweiz“ in Gohrisch, direkt am Fuße des Elbsandsteingebirges, bietet dir großzügige Stellplätze, die mindestens 100 m² groß sind und du somit genügend Platz für deinen Caravan, Wohnmobil oder Zelt hast. Der Campingplatz ist Ausganspunkt für deine Wanderungen durch die bizarren Felsformationen, die charakteristisch für die Sächsische Schweiz sind. Hier wird das Wandern zum Abenteuer, quer durch Schluchten und über Felskämme – das sorgt auch für Spaß bei Kindern.

Zwischendurch ein wenig Action beim Canyoning. ©EXTREM-PHOTOGRAPHER /Getty Images International

Also nichts wie los – pack deine Sachen und auf in das Campingabenteuer! Wenn du das Gefühl hast, irgendwas vergessen zu haben, dann wirf noch schnell einen Blick auf unsere Packliste: Camping. Damit bist du bestens vorbereitet, um einen entspannten Camping-Urlaub zu genießen.

Outdoor-Tipp:
Was ist wichtig beim Schlafsack?

schlafen in der Natur

Für diejenigen, die ein Outdoor-Erlebnis mit Übernachtungen planen, ist ein passender Schlafsack unerlässlich. Funktional und optisch ansprechend soll er sein. Außerdem erwartet man von ihm, dass er sich allen Wetterlagen anpasst und Kälte und Feuchtigkeit trotzt. Aber worauf müsst Ihr bei der Kaufentscheidung des Schlafsacks im Einzelnen achten, damit der Zufluchtsort den Erwartungen entspricht? Wir erklären Euch nachfolgend worauf es bei der Schlafsack-Auswahl ankommt:

Die unterschiedlichen Schlafsack-Formen

Die Kastenform bietet am meisten Bewegungsfreiheit, eignet sich dafür aber eher für Übernachtungen bei nicht allzu kalten Temperaturen. Diese Schlafsackvariante lässt sich zumeist komplett öffnen und als Decke verwenden. Weil der Reisverschluss aus diesem Grund meist recht lang ist kann die Isolation an Leistung einbüßen.

Deckenschlafsack

 

 

 

 

 

Die Mumienform garantiert den höchsten Isolationsgrad. Dafür ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, da der Schlafsack zu den Füßen hin immer schmaler wird und sich relativ eng an den Köper anschmiegt.

 

Mumienschlafsack

 

 

 

 

 

Die Eiform ist eine Mischung aus der Mumien- und der Kastenform. Sie stellt einen Kompromiss aus ausreichend Bewegungsfreiheit und bestmöglicher Isolierung dar.

Einfoermiger Schlafsack

Die unterschiedlichen Schlafsack-Füllungen

Im groben unterscheidet man bei Schlafsäcken zwischen Daunen- und Kunstfaserschlafsäcken. Die Wahl sollte auf letzteren fallen, wenn Ihr in Regionen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit nächtigt. In Eurem Zielgebiet wird eine hohe Regenwahrscheinlichkeit vorausgesagt? Auch dann bietet sich der Kunstfasersack an, der zumeist sogar günstiger ist als vergleichbare Modelle in Daunenversion.

Weniger feuchtigkeitsresistent als die Kunstfaserschlafsäcke sind die Daunenschlafsäcke. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann es passieren, dass die Daunen verklumpen, wodurch die eigentlich hohe Isolierungsleistung beträchtlich vermindert wird. Das Luftpolster ist dann nämlich nicht mehr so dick. Außerdem sind die Daunenschlafsäcke in ihrer Anschaffung teurer.

Aber auch die Vorzüge der Daunenmodelle dürfen nicht unerwähnt bleiben: Sie haben ein relativ geringes Gewicht und gelten als langlebig. Positiv hervorheben lassen sich zudem die Wärmeleistung und das Packmaß. Bei entsprechender Pflege sind die Daunenschlafsäcke deutlich langlebiger als Kunstfaserschlafsäcke. Weil sie aus dem Brustflaum von Gänsen und Enten bestehen, verfügen sie über ein natürliches Isolationsvermögen: Im Winter beugen sie der Unterkühlung vor; im Sommer schützen sie vor Überhitzung.

Wie lagert man einen Schlafsack?

Im Idealfall wird der Schlafsack zu Hause hängend gelagert. Da dies in den meisten Fällen nicht möglich ist, sollte man zumindest darauf achten, den Schlafsack in einem ausreichend großen Beutel aufzubewahren. Die Räumlichkeiten, in denen der Sack aufbewahrt wird sollten trocken sein und keine direkte UV-Strahlung zulassen.

Welche Größe sollte ein Schlafsack haben?

Schlafsäcke sind nicht umsonst in unterschiedlichen Größen erhältlich. Man sollte vor dem Kauf immer zunächst in Erfahrung bringen, ob der favorisierte Schlafsack auf die jeweilige Körpergröße abgestimmt ist. Denn ist der Schlafsack zu eng, ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Ist er zu groß, funktioniert der Wärmeausgleich nicht optimal. Ihr habt Euren Schlafsack bereits gekauft und stellt nun fest, dass er zu groß ist? Wir haben einen Trick für Euch, wie Ihr das Problem beheben könnt: stopft doch einfach den unteren Teil des Schlafsacks mit Decken oder Kleidung aus.

Beim Schlafsackkauf gibt es also keine allgemeingültige Empfehlung. Es kommt darauf an, für welche Zwecke Ihr das jeweilige Modell einsetzen wollt.

Ist Wildcamping
in Deutschland erlaubt?

Zelten_auf_der_Wiese

Zu Beginn direkt die schlechte Nachricht: „Wildcamping“ ist in Deutschland nicht wörtlich zu nehmen. Denn an beliebigen Stellen in der freien Wildbahn dürft Ihr Euer Zelt in Deutschland nicht aufschlagen. Nur auf gekennzeichneten Campingplätzen ist Camping hierzulande gestattet. Der Kompromiss, mit dem Ihr euch wohl oder übel zufriedengeben müsst: Zelten auf offiziellen, aber naturnahen Campingplätzen. Sogenannte „Naturzeltplätze“ sind deutlich weitläufiger als übliche Campingplätze. Die Zeltplätze sind locker verteilt, sodass einem der unmittelbare Blick auf die weiße Wohnwagenwand des Nachbarn erspart bleibt. Naturzeltplätze liegen zumeist auf großen Wiesen, in einem lichten Waldgebiet oder am Ufer eines Flusses. Häufig ist das Grillen oder Lagerfeuer-Machen erlaubt. Versucht, die Vorteile der eingeschränkten Wildcampingvariante zu sehen: Ihr müsst nicht auf sanitäre Anlagen und Wasseranschlüsse verzichten. Zelten auf offiziellen Campingplätzen ist zwar nicht ganz so abenteuerlich, doch dafür zumindest sicher und nicht strafbar.

Wer doch in Kauf nehmen will, durch unerlaubtes Camping in der Wildnis ein Bußgeld zu riskieren, sollte zumindest darauf achten, landwirtschaftlich genutzte Flächen strikt zu meiden. Auch auf privaten, eingezäunten Grundstücken solltet Ihr Euer Zelt keineswegs ungefragt aufschlagen: Das ist Hausfriedensbruch.

Zeltplatz_suchen

Was Ihr beim Wildcamping beachten solltet

Zelten in der Natur – habt Ihr da auch saftige Wiesen, ein plätscherndes Gewässer und urige Wälder vor Augen? Leider bergen gerade diese vermeintlich schönsten Plätze aber oft die größten Gefahren. Was Ihr beim Camping an diesen zauberhaften Plätzen unbedingt beachten solltet, erfahrt Ihr hier.

Zelten im Wald

Der Wald ist ein schöner Platz zum Camping, ohne Frage: Er bietet Schutz vor Sonne und spendet an heißen Sommertagen angenehm kühlen Schatten. Aber aufgepasst: Diesen Schutz suchen auch viele Wildtierarten. So könnten etwa Wildschweine oder Rehe Eure Nachtruhe stören. An besonders trockenen, heißen Tagen besteht außerdem eine erhöhte Waldbrandgefahr. Wenn Ihr in bewaldeten Gebieten übernachten wollt, sucht Euch am besten eine Lichtung am Waldrand.

Zelten auf einer Wiese

Auf einer Wiese bekommt Ihr seltener Besuch von Wildtieren; umso lieber treiben sich dort aber kleine Tierchen wie Insekten herum. Schützt Euch dort deshalb mit einem Insekten-abwehrenden Spray gegen Stiche und Bisse und haltet Euer Fliegennetz stets geschlossen. Der große Pluspunkt auf einer Wiese: Ihr habt perfekten Ausblick und viel Platz für Sack und Pack.

Zelten an einem Gewässer

Vorsicht, Mücken! Gewässer ziehen die ungebetenen Gäste umso mehr an. Denkt deshalb beim Zelten an einem See oder Fluss an die Fliegennetze. Falls erlaubt, könnt Ihr ein Lagerfeuer machen, um die Insekten zu vertreiben. Achtet außerdem darauf, Euer Zelt nicht zu nah am Wasser aufzustellen, denn dort könnte der Boden noch feucht sein. Natürlich hat Zelten am Wasser auch viele Vorteile, die nicht unerwähnt bleiben sollen: So könnt Ihr etwa Euer Geschirr – natürlich ohne Spülmittel – im Bach abwaschen, Euch an warmen Tagen jederzeit erfrischen und vielleicht sogar Baden.

Wo ist Wildcamping erlaubt?

Die Camping-Regelungen sind von Land zu Land verschieden und Verstöße werden in unterschiedlichem Ausblick_beim_ZeltenMaße geahndet. Grundsätzlich erlaubt ist Wildcamping zum Beispiel in Schweden, Norwegen, Irland, Estland, Lettland und in Ländern der Balkanregion.

In Frankreich ist Zelten offiziell nur auf Privatgrundstücken mit Einverständnis des Besitzers erlaubt und insbesondere an der Küste strengstens verboten. In anderen beliebten Urlaubsländern wie Griechenland, Spanien oder Bulgarien ist das Wildcampen offiziell verboten, sogar auf Privatgrundstücken und wird mit teils hohen Geldbeträgen bestraft.

Wintercamping – Abenteuer zwischen Eis & Schnee

winterwandern_wander-im-winter

 

Wintercamping ist für viele eine völlig neue Erfahrung: Verschneite Wiesen, unberührte Natur und im Vergleich mit den warmen Sommermonaten vor allem mehr Ruhe und Idylle. Allerdings bergen die neuen Umstände auch viele Gefahren, sodass es einiges zu beachten und vorzubereiten gibt.

 

Vorbereitungen treffen

Bevor Ihr Eure Reise antretet, gibt es einiges vorzubereiten: Schaut euch auf jeden Fall vorher den Wetterbericht und gegebenenfalls einen Lawinenlagebericht für die Region an, in die Ihr fahren möchtet. Für die Suche eines passenden Campingplatzes, der extra für das Wintercamping ausgestattet ist,  bietet der Campingführer des ADAC eine gute Übersicht.
Prüft vor der Fahrt alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände wie z.B. die Akkus von Elektrogeräten, Zustand von Schlafsack und Zelt und plant Eure Verpflegung vorher. Gut eignen sich vor allem kohlenhydratreiche Lebensmittel, die lange satt halten, wie Vollkornprodukte. Zubereiten solltet Ihr diese allerdings nicht mit einem sonst üblichen Gaskocher, denn das verwendete Butangas bleibt bei zu niedrigen Temperaturen flüssig und der Gaskocher wird unbrauchbar. Auch ein Spirituskocher ist für das Wintercamping ungeeignet, da er bei niedrigen Temperaturen schwierig anzuzünden ist. Am besten eignet sich daher fürs Wintercamping ein Benzinkocher.

Der richtige Schutz vor Kälte

Generell ist es für das Wintercamping notwendig, dass Ihr eine frostsichere Ausrüstung verwendet und auch das Reparaturwerkzeug ist im Winter oder Herbst von größerer Bedeutung, denn ein beschädigtes Zelt kann bei kalten Temperaturen besonders gefährlich werden.
Bei einem Ausflug in der kalten Jahreszeit solltet Ihr ein Winterzelt nutzen, denn das bietet einige wichtige Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Sommerzelt: Es ist deutlich stabiler und hält damit auch herabfallende Schneelast aus. Trotzdem solltet Ihr natürlich keinen Platz unter Bäumen wählen, um das Risiko von fallendem Schnee so gering wie möglich zu halten. Ein Winterzelt ist zudem größer, sodass Ihr das zusätzlich anfallende Gepäck einfach verstauen könnt. Damit keine Kälte von außen in das Zelt strömen kann, reicht das Außenzelt bis zum Boden und ist mit sogenannten Snowflaps ausgestattet, die Ihr mit Schnee beschweren könnt, sodass Ihr das Zelt von außen „verschließen“ könnt. Auch durch die vollständige Verschließung der Lüftungsschlitze und die Verdichtung des Innenzeltes werdet Ihr vor eindringender Kälte geschützt.

Das Zelt einrichten

wintercamping

Am Ziel angekommen gilt es auch beim Aufbau und Einrichten des Zeltes  einiges zu beachten: Zuerst solltet Ihr eine große Schaumstoff-Isomatte im ganzen Zelt ausrollen, die Euch vor der Kälte vom Boden schützt. Darüber legt Ihr am besten eine daunengefüllte Luftmatratze, die doppelt schützt: Die Luft bildet einen Puffer zwischen Euch und dem kalten Boden und die Daunen wärmen Euch, sodass Komfort und Isolierung gewährleistet sind. Für einen warmen und erholsamen Schlaf solltet Ihr einen wintertauglichen Daunen-Schlafsack nutzen. Diese haben einen angegebenen Temperaturbereich, sodass Ihr einen passenden für Euren Campingausflug wählen könnt. Eine Wärmflasche an den Füßen bietet zusätzliche Wärme.

Passende Ausrüstung für die kalte Jahreszeit

Damit Ihr auch außerhalb des Zeltes nicht friert, solltet Ihr Euch nach dem Zwiebel-Prinzip kleiden, also mehrere Schichten warmer Kleidung übereinander ziehen. Außerdem ist es ratsam, immer einen Ersatz an Handschuhen, Mützen usw. im Zelt zu haben, falls Ihr das einmal verlieren solltet.

Für eine geplante Wandertour ist das Mitführen eines Kompasses und einer Karte im Winter noch wichtiger: Falls Ihr Euch verlaufen solltet und es im schlimmsten Fall bereits dämmert, können diese Utensilien lebensrettend sein. Generell solltet Ihr bei der Planung einer Tour beachten, dass die Sonne wesentlich früher untergeht und es meist gegen halb fünf schon dunkel ist. Für den Notfall solltet Ihr eine Taschen- oder Stirnlampe  mitführen (Batterien vorher überprüfen!). Und so schön (frischer) Schnee auch sein mag: Es ist deutlich schwieriger darauf zu laufen und kostet Euch auch mehr Zeit, daher solltet Ihr für eine Wanderung im Winter die ganze Zeit nutzen, in der es hell ist und darauf achten, Euch nicht zu weit von Eurem Zelt zu entfernen.

Wenn Ihr diese Tipps beachtet, kann das Wintercamping trotz Kälte zu einer spannenden und erholsamen Erfahrung werden!

Das erste Mal Campen –
Die 10 größten Fehler beim Camping

Camping scheidet die Geister: Für die einen ist regelmäßiges Campen in der Natur die beste Möglichkeit spontan, individuell und günstig für kurze Zeit dem Alltag zu entfliegen. Für die anderen bedeutet Campen vor allem den Verzicht auf Komfort und wenig Privatsphäre.
Doch auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Wer unvoreingenommen einmal testen will, welche Vorteile das Campen bietet, der sollte sich die folgenden Tipps zu Herzen nehmen.

Unsummen für den ersten Campingausflug ausgeben
Der erste Camping-Trip ist geplant, nun geht’s an die Besorgungen: Nicht nur für das Dach über dem Kopf will gesorgt sein, auch Campingstühle oder Gaskocher werden benötigt. Wer jedoch schon zu Beginn teures Geld in das vermeintlich tolle Hobby steckt, dem droht nicht selten böses Erwachen, denn Camping ist nichts für jedermann.

Auf die Planung verzichten
Campen ist sicher eine entspannte Art, seinen Urlaub zu verbringen. Das ist jedoch kein Grund, seinen Aufenthalt nicht ausreichend zu planen und alles spontan zu erledigen. Gerade zur Hochsaison sind gute und günstige Campingplätze in beliebten Regionen schnell ausgebucht. Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Die Planung Eurer Mahlzeiten. Eine Kühlmöglichkeit beim Campen ist häufig Luxus und für warme Gerichte empfiehlt sich ein Campingkocher. Zudem kann es lästig werden, vor Ort festzustellen, welche Utensilien man doch besser im Vorhinein besorgt hätte. Schließlich verfügt nicht jeder kleine Supermarkt am Campingort der Wahl über Gasflaschen zum Kochen.

Rücksichtslosigkeit
Gleiches gilt übrigens für Frühaufsteher: Morgens um sechs müssen weder Hunde lautstark zurückgepfiffen werden, noch sollte man die Türen knallen. Wer das beherzigt, hat die besten Voraussetzungen für ein entspanntes Miteinander geschaffen.

Gleichgültigkeit beim Sauberhalten des Platzes
Eigentlich selbstverständlich, dennoch nicht immer vorzufinden: saubere Sanitärräume. Wie auch zuhause sollten Toiletten, Duschen und Waschräume so sauber hinterlassen werden, wie man sie selbst vorfinden möchte. Kleine Helferlein dafür stehen den Campern häufig zur Verfügung, wie etwa Abzieher, um die unter Wasser gesetzte Dusche wieder trockenzulegen. Auch beim Verlassen des Stellplatzes solltet Ihr überprüfen, ob nicht doch noch irgendwo Zigarettenstummel im Boden stecken - Eure Nachfolger werden es Euch danken.

Ignoranz anstatt Unterstützung
Sich in aller Seelenruhe anzusehen, wie die neuen Nachbarn sich schon seit über einer halben Stunde mit dem Einparken des Wohnwagens quälen, ist möglicherweise unterhaltsam, aber wenig gemeinschaftsfördernd. Unter Campern hilft man sich gegenseitig immer dort, wo Unterstützung benötigt wird. Insbesondere bei Eurem ersten Camping-Ausflug werdet Ihr Hilfe sicher dankbar annehmen - sei es beim Zeltaufbau oder weil dummerweise zwei Heringe fehlen. Daher revanchiert Euch doch bei anderen für diese Erfahrung.

Grenzen nicht einhalten
Neulinge sollten auf die Parzellenbegrenzung ein ganz besonderes Augenmerk legen: Auf vielen Campingplätzen ermöglichen Hecken oder Büsche den Campern etwas Privatsphäre. Aus diesem Grund solltet Ihr beim Auf- und Abbau oder auch beim Be- und Entladen des Autos darauf achten, dass Ihr Eure Utensilien nicht zu weit ausbreitet. Gleiches gilt für weiträumige Freizeitaktivitäten wie Fußballspielen oder Abkürzungen über fremde Parzellen: Nutzt lieber die dafür vorgesehenen Plätze und ausgezeichneten Wege.

Campinggelände als Hundeklo nutzen
Gerade im Sommer, wenn man gerne in offenen Schuhen oder gar barfuß unterwegs ist, sind die hier und da anzutreffenden Hinterlassenschaften von Vierbeinern ausgesprochen unangenehm. Hundehaltern ist das Thema nicht fremd, dennoch ist die Problematik keine Seltenheit. Auf zahlreichen Campingplätzen gibt es jedoch spezielle Behälter und Tüten, in denen der Hundekot entsorgt werden kann.

Campen, wo es gefällt
Wer umhertourt und im Vorhinein keine festen Aufenthaltsorte festgelegt hat, den verschlägt es sicher in viele schöne Ecken. Doch ohne Erlaubnis auf einer idyllischen Wiese oder einem verlassenen Waldstück wild zu campen, ist nicht ratsam. Wildcampen gilt als Ordnungswidrigkeit und kann im schlimmsten Fall als Straftat wie Hausfriedensbruch geahndet werden. Umgehen könnt Ihr das Problem, wenn Ihr den Eigentümer des Grundstücks um Erlaubnis bittet.

Campen bei Wind und Wetter
Hin und wieder ist das Wetter unberechenbar – der strahlende Sonnenschein während der Reise kann am Campingplatz nur wenige Stunden später in ein kräftiges Gewitter umschlagen. Ein Unwetter solltet Ihr jedoch nicht unterschätzen: Weder der Aufbau noch der Aufenthalt draußen sind bei derartigen Witterungsverhältnissen empfehlenswert. Daher die Wettervorhersage ernst nehmen und während des Gewitters im Auto oder in Gebäuden Schutz suchen.

Grillen auf der Parzelle
Vor dem Zelt oder Wohnwagen abends gemütlich Grillen und den Tag entspannt ausklingen lassen – so stellt sich mancher Camper seine Abendgestaltung vor. Doch nicht immer ist Grillen auf der Parzelle erlaubt: Auf vielen Plätzen gibt es ausgewiesene Grillplätze, die für ein ausgedehntes Barbecue aufgesucht werden können. Unser Tipp: Wenn Ihr nicht auf einen speziellen Grillplatz „umziehen“ wollt, fragt vorher beim Campingplatz nach, was erlaubt ist.