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Camping mit Kindern:
das erste Outdoor-Abenteuer

Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International

Als Alternative zum Urlaub im Hotel, einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung, wählen viele Urlauber ein Camping-Abenteuer. Mit Kindern wird diese Tour umso aufregender, bedarf aber auch mehr Planung und Vorbereitung. Wenn der erste Camping-Urlaub mit Kindern ansteht, gilt es Einiges zu beachten, damit der Urlaub für euch und eure Kinder nicht in katastrophaler Erinnerung bleibt, sondern auch wirklich erholsam wird.


Zu welcher Jahreszeit mit Kindern campen?

Die meisten Familien nutzen den Sommer, um in den Urlaub zu fahren. Aber auch im Frühjahr und im Herbst macht Camping Spaß, denn dann sind meistens die Campingplätze nicht so voll und auch günstiger als in der Hauptsaison, sodass ihr mehr Budget für spannende Freizeitaktivitäten übrig habt. Ein Test vor dem „richtigen“ Campen ist eine Übernachtung im eigenen oder dem Garten der Großeltern oder von Freunden. Auf diese Weise könnt ihr im Vorhinein testen, ob das Übernachten in einem Zelt mit euren Kindern gut möglich ist und welche Schwierigkeiten gegebenenfalls auftreten können. Für das erste Camping mit Kindern bietet sich ein Wochenende besser an, als direkt den ganzen Sommerurlaub zum Camping-Trip zu machen. So könnt ihr erst einmal testen, ob das Campen was für eure Kinder (und möglicherweise auch für euch) ist.


Wo ihr mit Kindern am besten campen könnt

Euer erstes Urlaubsziel sollte nicht allzu weit von eurem Zuhause liegen. Das hat erstens den Vorteil, dass die Fahrt dorthin den Kindern nicht ewig lang vorkommt und ihr nicht alle fünf Minuten gefragt werdet „Wann sind wir endlich da?“ – eine lange Autofahrt mit Kindern kann bekanntlich sehr schnell anstrengend werden. Zweitens seid ihr im Fall von aufkommendem Heimweh oder sogar Notfällen wie Krankheit schneller wieder zu Hause.

Wenn eure Kinder älter sind und ihr mehr Erfahrung beim Campen gesammelt habt, können eure Reiseziele auch weiter entfernt liegen oder ihr könnt eine längere Tour mit verschiedenen Stopps machen.

Übrigens: Damit ihr euch und eure Kinder nicht während des gesamten Camping-Urlaubs von Ravioli mit Tomatensauce ernähren müsst, haben wir für euch ein paar leckere Camping-Rezepte zusammengestellt.

Kinderfreundliche Campingplätze

Als erstes steht die Wahl des richtigen Campingplatzes auf der Liste. Je nach Vorlieben, könnt ihr Campingplätze mit einer Grundausstattung wie Sanitäranlagen, Feuerstelle usw. wählen – diese sind in der Regel recht preisgünstig. Alternativ gibt es zahlreiche Campingplätze mit komfortablerer Ausstattung. Häufig gibt es auch extra ausgewiesene Campingplätze für Familien, die auf die Bedürfnisse und Wünsche von Familien und insbesondere die der Kinder ausgerichtet sind. Beispiele für solche kinderfreundlichen Campingplätze sind das kurz vor Dänemark gelegene Ostsee Resort Damp, der Gitzenweiler Hof am Bodensee oder der fränkische Bauernhof Wiesenbett Dängeler Hof. Welche Ausstattung vorhanden ist, könnt ihr den Webseiten der jeweiligen Campingplätze entnehmen.

Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International
Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International

Bei einer Camping-Tour mit Kindern eignet sich beispielsweise ein Campingplatz an einem See oder mit einem (angrenzenden) Schwimmbad. Auch Spielplätze sind bei Kindern immer sehr beliebt und können auch von kleineren Kindern genutzt werden. Für mögliche Regentage ist es empfehlenswert, einen Campingplatz auszuwählen, in deren Nähe einige Attraktionen warten, wie ein Indoor-Spielplatz, interaktive Museen oder Hallenbäder. Außerdem bietet es sich immer an, besonders auch für die lange Autofahrt, Spielzeug und je nach Alter eurer Kinder auch Bücher mitzunehmen, mit denen sich die Kinder bei schlechtem Wetter beschäftigen können.
Möglicherweise kommt für euch auch ein Campingplatz in der Nähe eines Bauernhofs oder Reiterhofs in Frage, bei denen Kinder den Umgang mit heimischen Tieren lernen können.

Das Zelt beim Camping mit Kindern

Für das Camping mit Kindern eignen sich verschiedene Arten von Zelten.

Kuppelzelt © bw-online-shop

  • Kuppelzelte sind sehr leicht und außerdem einfach aufzubauen. Der Nachteil dieses Zelttyps ist allerdings, dass das Innenzelt vor dem Aufbau erst zusammengesetzt werden muss. So kann es schnell passieren, dass das Innenzelt bei Regen nass wird.

  • Familienzelte oder auch Tunnelzelte sind sehr groß und geräumig, da sie für mehrere Personen gedacht sind und zusätzlich größere Gepäckstücke hineinpassen sollen. Sie sind in mehrere kleine Zimmer und Durchgänge aufgeteilt. Das ist vor allem praktisch, wenn man ältere Kinder hat, die sich mehr Privatsphäre wünschen als kleinere.

  • Pyramidenzelte eignen sich vor allem bei längeren Touren, da der Aufbau mehr Zeit in Anspruch nimmt und sich daher bei kleinen Ausflügen oft nicht lohnt. Beim Winterzelten kommen diese Zelte besonders häufig zum Einsatz, da sie auch schwere Schneelasten tragen können.

Egal, für welchen Zelttyp ihr euch letztlich entscheidet: Es sollte auf jeden Fall groß genug für euch und euer Gepäck und vor allem wasserdicht sein. In unserem Beitrag zum Thema „Was ihr beim Zeltkauf beachten solltet“ geben wir euch weitere ausführliche Tipps, welche Kriterien bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen.


Der richtige Schlafsack für Kinder

Beim Schlafsack für eure Kinder solltet ihr darauf achten, dass diese aus Kunstfaser sind, da sie deutlich schneller trocknen als Modelle aus Baumwolle. Das ist sowohl bei verschütteten Getränken als auch bei kleinen Malheurs in der Nacht sehr praktisch. Welcher Schlafsack der richtige für euch ist, erfahrt ihr in unserem Ratgeber „Was ist wichtig beim Schlafsack?“.
Beim Aufbau der Schlafplätze ist die Isolation sehr wichtig, da über den Boden die meiste Körperwärme verloren geht. Legt deshalb am besten genügend Isomatten auf dem gesamten Boden aus. Für eine stärkere Isolierung sind auch mehrere Isomatten übereinander möglich. Je nach Wetterlage, könnt ihr auch Campingbetten nutzen. Für Säuglinge eignen sich auch die Wannen aus dem Kinderwagen gut als mobiles Reisebett, das ihr aber auf keinen Fall ohne Isomatte auf dem Boden abstellen solltet. Luftmatratzen solltet ihr nicht als (alleinige) Schlafunterlagen verwenden, da diese erstens keine Kälteisolation bieten, zweitens schneller kaputt gehen als Isomatten und anschließend unbrauchbar sind, und drittens schnell zu Rückenschmerzen führen können.

Kind im Schlafsack / © vernonwiley / Getty Images International
Kind im Schlafsack / © vernonwiley / Getty Images International

Welche Kleidung für Kinder beim Camping?

Damit das Abenteuer bei schlechter Wetterlage nicht kalt-nass ausfällt, ist bei der Kleidung eine Mischung aus wasserdichten bzw. wasserabweisenden Stoffen und wärmenden Stoffen, wie beispielsweise Fleece, gut geeignet. Kleidet euch und eure Kinder am besten nach dem Zwiebel-Prinzip. So geht am wenigsten Wärme verloren und ihr könnt bei Bedarf überflüssige Kleidung ausziehen. Für den Schlaf solltet ihr immer etwas dickerer Kleidung mitnehmen, als ihr zu Hause anhabt.

Ausreichend Wechselsachen und Klamotten für jedes Wetter sind absolute Pflicht, genauso wie Gummistiefel, Regegenjacken und Regenmützen. Passende Kinderkleidung für das Outdoor-Abenteuer findet ihr übrigens in unserem Shop.

Die schönsten Skigebiete
in den Alpen

Skigebiete in den Alpen

Schneebedeckte, weiße Hänge, atemberaubendes Gletscherpanorama und strahlender Sonnenschein. Für Winterurlauber gibt es nichts schöneres, als sich auf die Skier zu schwingen und neue Pisten zu erkunden. Aber in welchen Skigebieten in den Alpen seid Ihr am besten aufgehoben? Wollt Ihr ruhigen Skiurlaub machen oder braucht Ihr Partystimmung? Wo sind alte Skihasen besser aufgehoben und wo Anfänger? Wir haben Euch eine Auswahl an Skigebieten in den Alpen zusammengestellt. Entscheidet selbst, welches Gebiet sich für Euch am besten eignet.

Silvretta Arena Ischgl-Samnaun

✓ schneesicher
✓ großes, abwechslungsreiches Gebiet
✓ top-of-the-Mountain-Konzerte

Die Silvretta Arena Ischgl-Samnaun in Tirol hat sich mit der Zeit zum Lifestyle-Skigebiet entwickelt. Das Gebiet verbindet Österreich und die Schweiz mit modernen Bergbahnen. Mit vielen schwarzen Pisten mit bis zu 70 Prozent Neigung ist Ischgl vor allem für Fortgeschrittene das Mekka der Skifahrer. Profis sind am Pallinkopf oder der Greitspitze gut aufgehoben. Pisten für Anfänger finden sich vor allem auf der Idalp. Dort gibt es auch eine Skischule. Tiefschneehänge findet man in Ischgl am Berg Piz Val Gronda. Wer neben der sportlichen Herausforderung auch Events sucht, der ist in Ischgl genau richtig. Die legendären Top-of-the-Mountain-Konzerte locken regelmäßig internationale Stars in den Ort.

Skigebiet Les Trois Vallées in Frankreich     

✓ Europas größtes Skigebiet
✓ 600 Pistenkilometer
✓ Gletscher garantiert Schneesicherheit

Das Skigebiet Les Trois Vallées in Frankreich setzt sich aus acht Gebieten zusammen und bildet mit seinen 600 Pistenkilometern das größte Skigebiet in Europa. Durch die Größe des Gebiets ist für Jedermann die richtige Piste dabei: Im zentralen Méribel gibt es ausgezeichnete Freeride-Möglichkeiten, in Courchevel sind die Hänge besonders familienfreundlich. Mit über 160 Liftanalagen ist man in Les Trois Vallées für große Andränge gut gewappnet. Und das Beste: die Gletscher garantieren eine lange Schneesaison.

Zillertal Arena

✓ Wanderparadies nahe der Wasserfälle
✓ größtes Skigebiet im Zillertal
✓ Videoaufnahmen der eigenen Fahrt möglich

Das Skigebiet Zillertal Arena in Österreich ist mit etwa 140 Pistenkilometern das größte Skigebiet im Zillertal. Es ist weitläufig und hat viele tolle Talabfahrten mit bis zu zehn Kilometern Länge. Zahlreiche Schneebars und Hütten bieten gemütliche Einkehrmöglichkeiten. Sportabfahrten und ein Actionpark mit Halfpipe sorgen für den ultimativen Fun-Faktor. Ein Teil der Strecken ist mit Kameras bestückt. So könnt Ihr eure Fahrkünste nach dem Urlaub gratis im Internet ansehen.

Schnee in den Alpen

 

SkiWelt Wilder Kaiser Brixental

✓ familienfreundlich
✓ Österreichs größtes Nachtfahrgebiet
✓ sonnenüberflutete Hänge

Die SkiWelt Wilder Kaiser in Österreich ist mit ihren 284 Pistenkilometern sehr weitläufig und abwechslungsreich. In den Gebieten Hopfgarten und Kelchsau geht es verhältnismäßig ruhig zu. Familien und Anfänger können hier in Ruhe die gleichmäßigen, breiten Pisten erkunden. Feierlustige und Après-Ski-Fans sind besser in Ellmau oder Söll aufgehoben. Das gesamte Gebiet um den Wilden Kaiser ist mit einer guten Infrastruktur bestückt: 39 Schlepplifte, 35 Sessellifte und 16 Gondelbahnen gewährleisten schnelle Wege bis zu den Berghängen. Sowohl genügend Einsteigerstrecken, als auch Steilabfahrten für Fortgeschrittene sind vorhanden. Bekannt ist die SkiWelt um den Wilden Kaiser tagsüber auch für ihre Panoramaausblicke auf die vielen Berge und ihre ausgezeichneten Wanderwege, die zum Flanieren einladen. Nachts ermöglichen Flutlichtanlagen reges Treiben auf den Pisten. Auch Freestyler und Skilangläufer kommen von Dezember bis April auf ihre Kosten.

Salzburger Sportwelt

✓ zauberhafte Kulisse
✓ berühmte Weltcupstrecke
✓ Skilanglauf gut möglich

Die Salzburger Sportwelt ist vor allem durch ihre tolle Kulisse bekannt. Schneebehangene Wälder und heimelige Täler umgeben Skifahrer und Wandernde. Die teils weit auseinanderliegenden Orte sind durch Skibusse miteinander verbunden. Von blauen, über rote bis hin zu schwarzen Pisten ist alles dabei. Weil viele mittelschwere Abfahrten dabei sind, kommen vor allem Könner auf ihre Kosten. Wer gerne nach dem Ski-Fahren feiert, dem empfehlen wir die Orte Wagrain oder Flachau. Entspannt geht es in der Gegend um Zauchensee zu. Mit seiner bekannten Weltcupabfahrt ist auch der 2.188 Meter hohe Gamskogel durchaus einen Blick wert, wenn man in der Salzburger Sportwelt unterwegs ist.

Serfaus-Fiss-Ladis

✓ familienfreundlich mit Kinderbetreuung
✓ großes Fun- und Action-Angebot
✓ Steile Abfahrten mit 70 Prozent Gefälle

Serfaus-Fiss-Ladis in Österreich ist bekannt für seinen familienfreundlichen Charakter: Kinderbetreuung, 210 Kilometer leicht befahrbare Pisten für Anfänger, ein Freizeitpark und mehrere Funparks garantieren Familien einen abwechslungsreichen Tag. Aber auch die Könner kommen in Serfaus-Fiss-Ladis auf ihre Kosten. Rennstrecken und Steilhänge lassen die Skifahrer-Herzen höher schlagen. Langläufer können sich stundenlang auf dem sonnigen Serfauser Feld aufhalten.

Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

✓ traumhafte Bergkulisse
✓ 270 Kilometer Pistenstrecke
✓ Schnee garantiert durch Schneekanonen

Der Skicircus Saalbach Hinterglemm in Österreich besticht durch seine abwechslungsreiche Pistenlandschaft. Wer eine ruhige Fahrt genießen möchte, der sollte mit Vorderglemm Vorzug nehmen, immer viel los ist in Hinterglemm und besonders schick anzusehen ist Saalbach. Dank der modernen Schneekanonen könnt Ihr Euch sicher sein, dass die Bahnen von Dezember bis April weiß sind. Für den Fun-Faktor sorgen Rodelbahnen und Freeride-Pisten.

Wintercamping – Abenteuer zwischen Eis & Schnee

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Wintercamping ist für viele eine völlig neue Erfahrung: Verschneite Wiesen, unberührte Natur und im Vergleich mit den warmen Sommermonaten vor allem mehr Ruhe und Idylle. Allerdings bergen die neuen Umstände auch viele Gefahren, sodass es einiges zu beachten und vorzubereiten gibt.

 

Vorbereitungen treffen

Bevor Ihr Eure Reise antretet, gibt es einiges vorzubereiten: Schaut euch auf jeden Fall vorher den Wetterbericht und gegebenenfalls einen Lawinenlagebericht für die Region an, in die Ihr fahren möchtet. Für die Suche eines passenden Campingplatzes, der extra für das Wintercamping ausgestattet ist,  bietet der Campingführer des ADAC eine gute Übersicht.
Prüft vor der Fahrt alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände wie z.B. die Akkus von Elektrogeräten, Zustand von Schlafsack und Zelt und plant Eure Verpflegung vorher. Gut eignen sich vor allem kohlenhydratreiche Lebensmittel, die lange satt halten, wie Vollkornprodukte. Zubereiten solltet Ihr diese allerdings nicht mit einem sonst üblichen Gaskocher, denn das verwendete Butangas bleibt bei zu niedrigen Temperaturen flüssig und der Gaskocher wird unbrauchbar. Auch ein Spirituskocher ist für das Wintercamping ungeeignet, da er bei niedrigen Temperaturen schwierig anzuzünden ist. Am besten eignet sich daher fürs Wintercamping ein Benzinkocher.

Der richtige Schutz vor Kälte

Generell ist es für das Wintercamping notwendig, dass Ihr eine frostsichere Ausrüstung verwendet und auch das Reparaturwerkzeug ist im Winter oder Herbst von größerer Bedeutung, denn ein beschädigtes Zelt kann bei kalten Temperaturen besonders gefährlich werden.
Bei einem Ausflug in der kalten Jahreszeit solltet Ihr ein Winterzelt nutzen, denn das bietet einige wichtige Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Sommerzelt: Es ist deutlich stabiler und hält damit auch herabfallende Schneelast aus. Trotzdem solltet Ihr natürlich keinen Platz unter Bäumen wählen, um das Risiko von fallendem Schnee so gering wie möglich zu halten. Ein Winterzelt ist zudem größer, sodass Ihr das zusätzlich anfallende Gepäck einfach verstauen könnt. Damit keine Kälte von außen in das Zelt strömen kann, reicht das Außenzelt bis zum Boden und ist mit sogenannten Snowflaps ausgestattet, die Ihr mit Schnee beschweren könnt, sodass Ihr das Zelt von außen „verschließen“ könnt. Auch durch die vollständige Verschließung der Lüftungsschlitze und die Verdichtung des Innenzeltes werdet Ihr vor eindringender Kälte geschützt.

Das Zelt einrichten

wintercamping

Am Ziel angekommen gilt es auch beim Aufbau und Einrichten des Zeltes  einiges zu beachten: Zuerst solltet Ihr eine große Schaumstoff-Isomatte im ganzen Zelt ausrollen, die Euch vor der Kälte vom Boden schützt. Darüber legt Ihr am besten eine daunengefüllte Luftmatratze, die doppelt schützt: Die Luft bildet einen Puffer zwischen Euch und dem kalten Boden und die Daunen wärmen Euch, sodass Komfort und Isolierung gewährleistet sind. Für einen warmen und erholsamen Schlaf solltet Ihr einen wintertauglichen Daunen-Schlafsack nutzen. Diese haben einen angegebenen Temperaturbereich, sodass Ihr einen passenden für Euren Campingausflug wählen könnt. Eine Wärmflasche an den Füßen bietet zusätzliche Wärme.

Passende Ausrüstung für die kalte Jahreszeit

Damit Ihr auch außerhalb des Zeltes nicht friert, solltet Ihr Euch nach dem Zwiebel-Prinzip kleiden, also mehrere Schichten warmer Kleidung übereinander ziehen. Außerdem ist es ratsam, immer einen Ersatz an Handschuhen, Mützen usw. im Zelt zu haben, falls Ihr das einmal verlieren solltet.

Für eine geplante Wandertour ist das Mitführen eines Kompasses und einer Karte im Winter noch wichtiger: Falls Ihr Euch verlaufen solltet und es im schlimmsten Fall bereits dämmert, können diese Utensilien lebensrettend sein. Generell solltet Ihr bei der Planung einer Tour beachten, dass die Sonne wesentlich früher untergeht und es meist gegen halb fünf schon dunkel ist. Für den Notfall solltet Ihr eine Taschen- oder Stirnlampe  mitführen (Batterien vorher überprüfen!). Und so schön (frischer) Schnee auch sein mag: Es ist deutlich schwieriger darauf zu laufen und kostet Euch auch mehr Zeit, daher solltet Ihr für eine Wanderung im Winter die ganze Zeit nutzen, in der es hell ist und darauf achten, Euch nicht zu weit von Eurem Zelt zu entfernen.

Wenn Ihr diese Tipps beachtet, kann das Wintercamping trotz Kälte zu einer spannenden und erholsamen Erfahrung werden!

Wann ist meine Regenjacke wasserdicht?

Regenjacke wasserdicht

Stellt euch vor, ihr tretet gut gelaunt eine mehrtägige Wanderung mit euren Freunden an. Ihr denkt, ihr seid bestens gewappnet für alle Eventualitäten. Dann setzt plötzlich ein starker Platzregen ein und ihr merkt, wie der Regen langsam aber sicher durch eure Kleidung dringt. Das kann einem die gute Stimmung schon mal verderben, denn dann ist der Trip nur noch eines: ungemütlich. Aber für die eingefleischten Wanderer, Camper und Co. gilt ja ohnehin: Schlechtes Wetter gibt es nicht, bloß schlechte Kleidung.

Regendurchlässigkeit messbar gemacht

Wer einen Outdoor-Trip plant, der sollte sich besser mit Kleidungsstücken ausstatten, die regenbeständig sind. Aber woher weiß ich, ob meine Regenjacke wasserdicht oder wasserabweisend ist? Um sich der Antwort anzunähern, solltet ihr Folgendes wissen: Den Unterschied zwischen guter und schlechter Regenbekleidung macht zu einem großen Anteil die Wasserdurchlässigkeit aus. Um die Tauglichkeit von Regenbekleidung messbar zu machen, wurde eine Norm ins Leben gerufen, die festlegt, nach welchen Kriterien die Qualität von Regenkleidung bewertet wird. Zusammengefasst kann durch die Kriterien der Norm ermittelt werden, wie wasserdurchlässig eine Membran ist.

Regenjacke wasserdicht

©Ryan McVay/thinkstockphotos.de

Gemessen wird in Wassersäule pro Millimeter

Die Maßeinheit in der die Dichtheit der Stoffe gemessen wird ist Wassersäule in Millimetern. Der Wert gibt an, ab welchem Druck bzw. in welcher Zeit Wasser durch die Membran dringt. In Deutschland spricht man ab einer Wassersäule von 1.500 Millimetern davon, dass eine Regenjacke wasserdicht ist. Tatsächlich aber kommt es entscheidend darauf an, welchen Bedingungen die Kleidung ausgesetzt und in welchem Maße der jeweilige Stoff strapaziert wird. Entscheidend ist etwa wie stark die Wassereinwirkung auf den Stoff mengenmäßig ist oder mit wie viel Druck die Wasserfälle auf die Kleidung fallen. Wind und Körperhaltung nehmen demnach beispielsweise entscheidend Einfluss auf den Grad der Wasserabweisung. Auch wenn Druck auf die Kleidung ausgeübt wird, beispielsweise durch einen Rucksackträger, kann der wasserabweisende Effekt vermindert werden.

Unterschied wasserabweisend und wasserdicht

Heute ist nahezu jede Regenjacke wasserdicht. Ob ein Material wasserdicht oder lediglich abweisend ist, hängt von Faktoren wie der Dauer, dem Stärkegrad und der Art der Wassereinwirkung ab. Nur um zu zeigen, wie weit die Membranen heutzutage entwickelt sind: Ab 1.500 Wassersäule pro Millimeter spricht man von wasserdichter Kleidung – die meisten neuen Hardshelljacken weisen einen Wert von über 20.000 mm Wassersäule auf. Die Betonung sollte dabei auf dem „neu“ liegen, denn mit der Zeit büßen die Membranen der Kleidung einiges an Qualität ein und werden immer wasserunbeständiger. Um die Stoffe lange zumindest wasserabweisend zu halten, empfiehlt es sich die Jacken und Co. regelmäßig zu imprägnieren. Dann perlt der Regen in der Regel besser ab und dringt nicht durch die Membran.

Auch andere Störfaktoren müssen ausgemacht werden

Entscheidend für die Festlegung des Wassersäulewertes ist übrigens lediglich der Stoff. Durch andere Schwachstellen, wie einen qualitativ schlechten Reisverschluss oder ungünstig angebrachte Kapuzen kann unabhängig vom Wert des Qualitätsfaktors Wassersäule Regen in das Innere dringen.

Regenjacken wasserdicht

©Ryan McVay/thinkstockphotos.de