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Urlaub trotz Heuschnupfen:
Tipps für Allergiker

Tränende Augen, laufende Nase, Juckreiz. Wenn du unter Heuschnupfen leidest, kommen dir diese Symptome nur allzu bekannt vor. Mehr als 12 Millionen Deutsche reagieren allergisch auf Pollen, haben also eine Überempfindlichkeit gegenüber Blütenstaub von Bäumen, Gräsern und beziehungsweise oder bestimmten Kräutern. Es ist nicht unbedenklich, einfach mit medizinischen Präparaten oder Homöopathie mit der Selbstbehandlung zu beginnen, schließlich muss jede Person individuell therapiert werden. Solltest auch du an Heuschnupfen leiden und noch keinen Arzt oder Heilpraktiker aufgesucht haben, empfehlen wir dir, dies auf jeden Fall zusätzlich zu tun. Nur so kannst du die bestmöglichen Ergebnisse in Sachen Linderung erzielen. Viele Allergiker verlieren entsprechend die Freude am Urlaub, von Aktiv- oder Campingurlaub ganz zu schweigen. Doch das muss nicht sein! Wir erklären dir, mit welchen 7 Tricks du deine Reise bestmöglich genießen kannst.

Unsere 7 Tipps und Tricks für Allergiker können helfen 

Im Grunde ist alles eine Sache der richtigen Planung. Wenn du einige Tipps beachtest und beispielsweise darauf schaust, wann die Pollenbelastung in welcher Region besonders hoch oder niedrig ist, kannst du auch mit Heuschnupfen beim Campen oder auf Festivals eine gute Zeit haben.

  1. Leg dir einen Pollenkalender zu! Darin kannst du nachlesen, wann die Belastung durch Blütenstaub besonders hoch ist. Speziell im Frühling ist die Pollenbelastung in der Luft hoch, während sich die Lage ab Ende Juni wieder entspannt. Außerdem solltest du regelmäßig die Pollenvorhersage checken.

 

  1. Atme im Freien weitestgehend durch die Nase, um zu verhindern, dass die Pollen in deine Bronchen vordringen.

 

  1. Wenn möglich, verschiebe Freizeitaktivitäten auf abends, da auf dem Land am Morgen viel mehr Blütenstaub in der Luft liegt als abends. Wenn du jedoch in urbanen Regionen unterwegs bist, sieht’s genau andersrum aus. Dort erreicht die Pollenkonzentration erst Richtung Nachmittag ihren Höhepunkt.

 

  1. Regelmäßige Nasenspülungen können auch unterwegs helfen, die Nase zu befreien.

 

  1. Verlagere deinen Camping Trip ans Meer oder in Hochgebirge über 1500m. Die wohltuende Seeluft ist in der Regel sehr rein und Hochgebirge sind meist frei von Blütenstaub, weil es die Pollen einfach nicht so hoch schaffen.

 

  1. Während eines Camping Urlaubs mit dem Zelt solltest du getragene Kleidung schon im Vorzelt ausziehen und diese im Idealfall auch dort lassen. Pollen hängen sich nämlich sehr gerne an Textilien und werden beim Ausziehen durch die Gegend geschleudert. Dann gelangen sie schnell in Nasenschleimhäute und Augen.

 

  1. Aus dem gleichen Grund ist es von Vorteil, nach Möglichkeit die Haare vor dem Schlafengehen gründlich zu waschen.

Wildblumen in der Natur © RomanKhomlyak / Getty Images Internatioal

Gute Vorbereitung ist das A und O

Wichtig ist also, sich gut vorzubereiten, die Region sowie Reisezeit entsprechend passend auszuwählen und vor Ort noch auf einiges zu achten. In Ergänzung dazu bieten sich diverse Präparate an, die eine Linderung der Beschwerden versprechen. Dabei hast du freie Wahl zwischen unterschiedlichen Heuschnupfentabletten oder sogar Spritzen, die mehrere Wochen oder Monate halten sollen. Allerdings gibt es kein Allheilmittel und deshalb solltest du probieren, das Beste draus zu machen und dir weder Camping Trip, noch Outdoor Aktivität oder Festivalbesuch durch Heuschnupfen ruinieren zu lassen!

Ist Wildcamping
in Deutschland erlaubt?

Zelten_auf_der_Wiese

Zu Beginn direkt die schlechte Nachricht: „Wildcamping“ ist in Deutschland nicht wörtlich zu nehmen. Denn an beliebigen Stellen in der freien Wildbahn dürft Ihr Euer Zelt in Deutschland nicht aufschlagen. Nur auf gekennzeichneten Campingplätzen ist Camping hierzulande gestattet. Der Kompromiss, mit dem Ihr euch wohl oder übel zufriedengeben müsst: Zelten auf offiziellen, aber naturnahen Campingplätzen. Sogenannte „Naturzeltplätze“ sind deutlich weitläufiger als übliche Campingplätze. Die Zeltplätze sind locker verteilt, sodass einem der unmittelbare Blick auf die weiße Wohnwagenwand des Nachbarn erspart bleibt. Naturzeltplätze liegen zumeist auf großen Wiesen, in einem lichten Waldgebiet oder am Ufer eines Flusses. Häufig ist das Grillen oder Lagerfeuer-Machen erlaubt. Versucht, die Vorteile der eingeschränkten Wildcampingvariante zu sehen: Ihr müsst nicht auf sanitäre Anlagen und Wasseranschlüsse verzichten. Zelten auf offiziellen Campingplätzen ist zwar nicht ganz so abenteuerlich, doch dafür zumindest sicher und nicht strafbar.

Wer doch in Kauf nehmen will, durch unerlaubtes Camping in der Wildnis ein Bußgeld zu riskieren, sollte zumindest darauf achten, landwirtschaftlich genutzte Flächen strikt zu meiden. Auch auf privaten, eingezäunten Grundstücken solltet Ihr Euer Zelt keineswegs ungefragt aufschlagen: Das ist Hausfriedensbruch.

Zeltplatz_suchen

Was Ihr beim Wildcamping beachten solltet

Zelten in der Natur – habt Ihr da auch saftige Wiesen, ein plätscherndes Gewässer und urige Wälder vor Augen? Leider bergen gerade diese vermeintlich schönsten Plätze aber oft die größten Gefahren. Was Ihr beim Camping an diesen zauberhaften Plätzen unbedingt beachten solltet, erfahrt Ihr hier.

Zelten im Wald

Der Wald ist ein schöner Platz zum Camping, ohne Frage: Er bietet Schutz vor Sonne und spendet an heißen Sommertagen angenehm kühlen Schatten. Aber aufgepasst: Diesen Schutz suchen auch viele Wildtierarten. So könnten etwa Wildschweine oder Rehe Eure Nachtruhe stören. An besonders trockenen, heißen Tagen besteht außerdem eine erhöhte Waldbrandgefahr. Wenn Ihr in bewaldeten Gebieten übernachten wollt, sucht Euch am besten eine Lichtung am Waldrand.

Zelten auf einer Wiese

Auf einer Wiese bekommt Ihr seltener Besuch von Wildtieren; umso lieber treiben sich dort aber kleine Tierchen wie Insekten herum. Schützt Euch dort deshalb mit einem Insekten-abwehrenden Spray gegen Stiche und Bisse und haltet Euer Fliegennetz stets geschlossen. Der große Pluspunkt auf einer Wiese: Ihr habt perfekten Ausblick und viel Platz für Sack und Pack.

Zelten an einem Gewässer

Vorsicht, Mücken! Gewässer ziehen die ungebetenen Gäste umso mehr an. Denkt deshalb beim Zelten an einem See oder Fluss an die Fliegennetze. Falls erlaubt, könnt Ihr ein Lagerfeuer machen, um die Insekten zu vertreiben. Achtet außerdem darauf, Euer Zelt nicht zu nah am Wasser aufzustellen, denn dort könnte der Boden noch feucht sein. Natürlich hat Zelten am Wasser auch viele Vorteile, die nicht unerwähnt bleiben sollen: So könnt Ihr etwa Euer Geschirr – natürlich ohne Spülmittel – im Bach abwaschen, Euch an warmen Tagen jederzeit erfrischen und vielleicht sogar Baden.

Wo ist Wildcamping erlaubt?

Die Camping-Regelungen sind von Land zu Land verschieden und Verstöße werden in unterschiedlichem Ausblick_beim_ZeltenMaße geahndet. Grundsätzlich erlaubt ist Wildcamping zum Beispiel in Schweden, Norwegen, Irland, Estland, Lettland und in Ländern der Balkanregion.

In Frankreich ist Zelten offiziell nur auf Privatgrundstücken mit Einverständnis des Besitzers erlaubt und insbesondere an der Küste strengstens verboten. In anderen beliebten Urlaubsländern wie Griechenland, Spanien oder Bulgarien ist das Wildcampen offiziell verboten, sogar auf Privatgrundstücken und wird mit teils hohen Geldbeträgen bestraft.