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Winterwandern –
was muss ich beachten?

Wandern im Schnee

Wandern macht nur im Sommer Spaß? Von wegen! Eingefleischte Wanderer schnüren ihre Stiefel auch im Winter und wissen um die Vorzüge des Outdoor-Trips bei kalten Temperaturen. Unberührte Landschaften, schneebedeckte Wälder und Berghänge warten in zahlreichen Gebieten auf Winterwanderer. Wir garantieren Euch: In einer solch zauberhaften Märchenlandschaft könnt Ihr bei winterlich-klarer Luft den Kopf mal so richtig frei bekommen. Aber worauf müsst Ihr beim Winterwandern im Vergleich zu Touren im Sommer achten? Wir haben Tipps und Tricks für Euch zusammengestellt wie das Winterwandern den Outdoor-Genuss kein Stück schmälert:

Was anziehen beim Winterwandern?

Was die Bekleidung angeht, so raten wir Euch zum Zwiebelprinzip. Denn auch wenn niedrige Temperaturen herrschen, könnt Ihr bei einem steilen Anstieg oder einer anspruchsvollen Wanderroute schon mal ins Schwitzen kommen. Unter der Fleecejacke oder dem Pullover empfiehlt es sich atmungsaktive Unterwäsche zu tragen. Dicke Socken oder Thermoeinlagen sorgen dafür, dass Eure Füße warm bleiben. Aber Achtung: Ihr solltet darauf achten, dass Ihr noch genügend Platz im Schuh habt, sonst kühlt der Fuß aus. Weil der Körper über den Kopf am meisten Wärme verliert solltet Ihr wahlweise eine Kapuze oder Mütze im Gepäck haben.

Um den nötigen Grip im Matsch oder Schnee zu haben, sind Schuhe mit griffigem Profil essenziell. Wahlweise könnt Ihr auch Spikes an den Schuhen anbringen oder Euch mit Wanderstöcken auf rutschigen Pfaden absichern.

Wandern im Winter

Paar beim Winterwandern ©shironosov / thinkstockphotos.de

 

Welches Equipment gehört in den Rucksack?

Für viele Outdoor-Fans fallen die Wanderungen der Zeitverschiebung geschuldet kürzer aus, weil es früh dunkel wird. Wer sich von einer ausgiebigen Wanderung bis in die Abendstunden nicht abhalten lassen möchte, der sollte an eine Stirnlampe denken, damit der Weg ausreichend beleuchtet ist.

Steckt gerade im Winter vorsichtshalber auch eine Wanderkarte ein oder ladet Euch Wanderstrecken auf Euer Smartphone. Denn liegt Schnee können Wegmarkierungen leicht überdeckt werden. Geht also auf Nummer sicher und beugt dem Orientierungsverlust mit ein paar Handgriffen vor.

Bei der Kälte braucht man sicherlich keine Sonnenbrille? Weit gefehlt! Denn durch die Reflexion der Sonne im Schnee droht gerade in höheren Gefilden schnell ein Sonnenbrand. Lippen und Gesicht deshalb vorsichtshalber eincremen und eine Sonnenbrille einpacken.

Kameras, Handys und Co. haben bei kaltem Wetter eine geringere Akkulaufzeit. Steckt also eine Powerbank oder einen Ersatz-Akku ein. Im Notfall müsst Ihr auf jeden Fall ein Hilfesignal senden können. Ihr könnt die Akkus warm halten, indem Ihr die Gegenstände nah am Körper tragt, beispielsweise in der Jackentasche. Packt vorsichtshalber auch ein kleines Notfallset in den Rucksack, damit Ihr kleinere Verletzungen selbst verarzten könnt. Und wenn ihr noch auf der Suche nach einem Rucksack seid, hilft unser Beitrag Der richtige Rucksack – worauf muss ich achten? sicher weiter.

Planung ist das „A und O“

Ans Herz legen wollen wir Euch gerade im Winter Eure Touren gut zu planen. Wie viele Kilometer liegen vor Euch? Besteht die Möglichkeit durch zum Beispiel Abkürzungen flexibel auf die Gegebenheiten zu reagieren? Und vor allem: Was sagt die Wetterprognose? Denn aufgepasst: Ist Neuschnee vorhergesagt solltet Ihr bei der Streckenplanung nicht übermütig werden. Im frischen Schnee wandern ist anstrengend und nimmt somit mehr Zeit in Anspruch. Es empfehlen sich zur dunklen Jahreszeit vor allem kurze Rundwanderwege. Wenn größere Schneemengen gemeldet sind, solltet Ihr Wanderrouten rund um Berge oder Gebirge meiden. Dort könnte Absturz-und Lawinengefahr drohen.

Haben die Hütten und Gaststätten geöffnet?

Im Winter ist auf den Wanderstrecken bekanntermaßen weniger los, als bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Das wissen auch die Gastwirte! Erkundigt Euch also im Voraus genau, ob Eure geplante Einkehrmöglichkeit auch bei Minusgraden öffnet oder ob sie vielleicht doch nicht ganzjährig Saison hat. Weil der Körper bei kalten Temperaturen mehr Energie verbraucht, sind kleine Stärkungen zwischendurch nämlich umso wichtiger.

Winterwandern

Wandern im Schnee ©blyjak / thinkstockphotos.de