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IT-Berufe bei der Bundeswehr:
Welche Jobs gibt es?

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Im letzten Jahrzehnt hat sich eine regelrechte digitale Revolution vollzogen. Mit den diversen digitalen Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten haben sich auch für die Bundeswehr neue Chancen und Wege ergeben, Prozesse zu digitalisieren. Um die Kommunikations- und Informationstechnik aufzubauen, zu pflegen und zu sichern, baut die BW neue Cyber-Einheiten auf und sucht dafür technisch und digital versiertes Personal. Die Zahl der Angestellten im Bereich IT soll in den kommenden Jahren deutlich erhöht werden. Die Tätigkeitsmöglichkeiten und Berufsbezeichnungen im Bereich IT sind ebenso vielfältig wie spannend: Vom IT-Sicherheitsberater, der sich um die IT-Sicherheit kümmert, bis zum IT-Forensiker, der Cyber-Angriffe rekonstruiert. Wir geben euch einen kurzen Überblick über einige IT-Berufe bei der Bundeswehr:

Verallgemeinert sind Im IT-Sektor bei der BW ein Studium und eine anschließende Tätigkeit in diesen Bereichen möglich:

  • Informatik
  • Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Wirtschaftsinformatik
  • technische Informatik
  • Kommunikationstechnik
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Bei der Bundeswehr gibt es immer mehr Jobs in der IT-Sicherheit © ipopba / Getty Images International

Welche IT-Berufe gibt es bei der Bundeswehr?

IT verbindet die klassische Elektrotechnik mit der Informatik. Der Bereich sehr vielschichtig – DEN einen IT-Beruf gibt es nicht. Das zeigen auch die Jobangebote bei der Bundeswehr. Über 20 verschiedene Berufsbilder gibt es bei der Bundeswehr in diesem Tätigkeitsbereich. Einige von ihnen haben wir hier kurz für euch zusammengefasst, um euch einen Eindruck davon zu vermitteln, wie die Arbeit in diesem Bereich aussieht.

IT-Sicherheitsberater

Ein IT-Sicherheitsberater der BW sieht sich mit der verantwortungsvollen Aufgabe betraut, die IT-Systeme der Bundeswehr vor Bedrohungen im Cyber-Raum zu schützen. In dieser Rolle hat man die Chance, aktiv die Sicherheitspolitik im Bund mitzugestalten. Höchste Priorität hat aber auch die Absicherung von IT-Systemen aller Art – egal ob am Computer oder den Waffensystemen. Zu den weiteren Aufgaben zählen:

  • Ausbau der Sicherheitsorganisation und Sicherheitssensibilisierung
  • Monitoring von IT-Sicherheitsvorgaben
  • Sicherheitslösungen im Hardware und Softwareumfeld

Informationstechniker

Als Informationstechniker bei der Bundeswehr sollte man über ein umfassendes elektronisches und technisches Wissen verfügen, schließlich beurteilt man als solcher IT-Systeme, schätzt deren Leistungsfähigkeit realistisch ein und entwickelt neue IT-Systeme. Weiterhin zählen zu den Aufgaben eines Informationstechnikers:

  • die Koordination und der Betrieb von IT-Systemen
  • Beurteilung von IT-Systemen und deren Leistungsfähigkeit einschätzen
  • Datenorganisation, Datenmodellierung und der Umgang mit Datenbankmanagementsystemen
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Ein Beruf bei der Bundeswehr: IT-Sicherheitsberater © matejmo/ Getty Images International

IT-Admin

Um die Installation und den reibungslosen Betrieb von neuer Software kümmert sich bei der Bundeswehr ein IT-Admin. Wer in diesem Beruf tätig ist, bemüht sich, Programme so zu bauen, dass sie benutzerfreundlich sind. IT-Admins pflegen und analysieren die IT-Systeme kontinuierlich. Wenn Störungen oder Fehler auftreten, setzen sie alles daran, sie zu beheben.

IT-Schwachstellenanalyst

Wie der Name schon verrät, trägt der IT-Schwachstellenanalyst dafür Sorge, Sicherheitslücken in Waffensystemen und neuen Technologien ausfindig zu machen. Zusammenfassend ist man in dieser Position für folgende Aufgaben zuständig:

  • Schadenpotenziale von Schwachstellen finden
  • Lösungsvorschläge machen
  • die Systeme bestmöglich absichern

IT-Forensiker

Die Arbeit des IT-Forensikers dient oft gerichtlichen oder kriminologischen Zwecken. Denn IT-Forensiker führen computerforensische Untersuchungen durch. Stellen sie fest, dass es Cyber-Angriffe gab, setzen sie alles daran, diese zu rekonstruieren und zu evaluieren, welche Manipulationen am IT-System vorgenommen wurden. Sie sammeln die digitalen Beweismittel für die Verwendung vor Gericht. Die IT-Forensiker leisten einen Beitrag zum Schutz des IT-Systems der BW.

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Ein weiterer Beruf bei der BW: IT-Forensiker © gorodenkoff / Getty Images International

Mittlerer nichttechnischer Dienst
– Die Verwaltung der Bundeswehr

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Wo Truppen im Einsatz sind, braucht es Leute, die Waren wie Ausrüstung und Nahrungsmittel bestellen oder Zahlungen abwickeln: Die Beamten im mittleren nichttechnischen Dienst sorgen dafür, dass die Abläufe in der Verwaltung der Bundeswehr reibungslos funktionieren. Wir zeigen euch, wie der Direkteinstieg oder die Ausbildung zum Beamten im mittleren nichttechnischen Dienst aussieht, welche Aufgaben dieser Beruf mit sich bringt und wie es sich mit der Besoldung von Beamten bei der Bundeswehr verhält:

Bewerbung und Ausbildung im mittleren nichttechnischen Dienst

Für die Bewerbung um eine Stelle im mittleren nichttechnischen Dienst müssen die Bewerber einige Voraussetzungen erfüllen. Dabei ist es egal, ob es sich um die Bewerbung für eine Ausbildung oder für einen Direkteinstieg handelt:

  • Unter 51 Jahre alt
  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Bereitschaft sowohl zur Versetzung in Deutschland sowie zu Auslandseinsätzen
  • Guter Realschul- oder sehr guter Hauptschulabschluss
  • Erfolgreich abgeschlossene förderliche Berufsausbildung

Haben Bewerber nach ihrer Berufsausbildung bereits Erfahrung in einem relevanten Bereich gesammelt, können sie sich als Direkteinsteiger bei der Bundeswehr bewerben.
Hat ein Bewerber „nur“ eine abgeschlossene Berufsausbildung im Verwaltungsbereich ohne anschließende Erfahrung, durchläuft er zuerst eine zweijährige Laufbahnausbildung zum Beamtenanwärter. Dabei findet neben der praktischen auch eine theoretische Ausbildung statt. Dafür gibt es Ausbildungseinrichtungen in Berlin oder Oberammergau (Bayern).

Aufgaben im mittleren nichttechnischen Dienst

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Buchhaltung und Controlling sind mögliche Aufgaben im mittleren nichttechnischen Dienst © mapodile / Getty Images International

Die Aufgaben für Beamte im mittleren nichttechnischen Dienst können stark variieren. Hier spielt es eine große Rolle, in welchem Bereich sie eingesetzt werden. Möglich sind Anstellungen in folgenden Bundesämtern:

  • Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw)
    • Infrastrukturbedarf der Bundeswehr, Materialbeschaffung, Buchhaltung und Controlling sowie Natur- und Umweltschutz
  • Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)
    • Rüstungsbeschaffung, Entwicklung von Wehrmaterial (Waffen- und IT-Systeme), Bereitstellung und Entwicklung von technischen Lösungen
  • Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
    • Gewinnung, Entwicklung und Gliederung des gesamten Bundeswehrpersonals sowie Aus- und Weiterbildungen von Soldaten in jedem Bereich
  • Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (BAMAD)
    • Sammlung und Auswertung von Informationen zur Abwehr von Terrorismus, Spionage und Sabotage

Besoldung im mittleren nichttechnischen Dienst 

Die Besoldung im mittleren nichttechnischen Dienst ist abhängig von der Berufserfahrung, die die Bewerber mitbringen. Wer zuerst die zweijährige Laufbahnausbildung absolvieren muss, weil nicht ausreichend Berufserfahrung nach der Ausbildung vorhanden ist, erhält einen Besoldungsgrundbetrag von 1.168,99 Euro brutto (Stand August 2018). Gegebenenfalls kommen hier noch Zuschläge für Verheiratete und Eltern hinzu. Der offizielle Begriff für die Besoldung in dieser Ausbildung nennt sich „Anwärterbezug“, da man Anwärter für die Beamtenlaufbahn ist.
Nach der Ausbildung beziehungsweise für Direkteinsteiger beginnt in im Grundgehalt A 6. Das Grundgehalt, welches bei der Bundeswehr in öffentlich einsehbare Stufen eingeteilt ist, richtet sich nach dem Dienstgrad. Angestellte im mittleren nichttechnischen Dienst beginnen in der Regel mit der Stufe A6 und sind damit den Stabsunteroffizieren gleichgestellt. Mit der Erfahrungsstufe 1 liegt der Bruttodienstbezug für einen ledigen Beamten bei 2.320,67 Euro (Stand August 2018, vorläufige Angabe der Bundeswehr).
Das Gehalt steigt mit der gesammelten Berufserfahrung an. Wie viel Beschäftigte bei der Bundeswehr genau verdienen werden, können sie vorher beim Bezugsrechner nachrechnen.

 

Quellen

https://www.dbb.de/fileadmin/pdfs/einkommenstabellen/besoldungstab_bund_180301.pdf am 23.08.2018
https://www.bundeswehrkarriere.de

Juristen bei der Bundeswehr – Rechtsberater im In- und Ausland

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Für Juristen gibt es interessante Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Juristen können entweder Rechtsberater als Zivilist im Inland sein oder als Soldat im Auslandseinsatz in die Rolle des Rechtsberaters schlüpfen.

Jurist der deutschen Wehrverwaltung sein

Fasst man die Zahl der beschäftigten Juristen in der Wehrverwaltung und in der Rechtspflege zusammen, kommt man auf etwa 1.200 Juristen, die bei der Bundeswehr angestellt sind. Eine Aufgabe von Juristen bei der Bundeswehr ist es, den militärischen Kommandeuren Rede und Antwort in allen Rechtsangelegenheiten zu stehen. Ein Großteil ihrer Arbeit in diesem Bereich dreht sich um Fragen zum Verwaltungsrecht, Disziplinarrecht (teil des Beamtenrechts) oder um das Beschwerdewesen. Darüber hinaus kümmern sich BW-Rechtsberater um personalrechtliche Angelegenheiten und beantworten Fragen zur Laufbahn bei der Bundeswehr. Im Betätigungsfeld der Wehrverwaltung ähneln die Aufgaben der Bundeswehr-Juristen denen von Unternehmensjuristen oder Verwaltungsjuristen einer Stadt.

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Bundeswehrjurist im Inland © Wavebreakmedia / Getty Images International

Bundeswehrjurist als Stabsoffizier im Ausland

Juristen der Bundeswehr können auch als Stabsoffizier im Auslandseinsatz unterwegs sein. Zu ihren Spezialgebieten zählen das Wehr- und Einsatzrecht sowie das humanitäre Völkerrecht.

Nicht selten ziehen Bundeswehrangestellte mit einem hohen Rang Juristen bei wichtigen Entscheidungen hinzu, um sich in rechtlichen Belangen abzusichern. So geben Juristen beispielsweise Handlungsempfehlungen und rechtliche Hinweise zum Einsatz von Kriegswaffen. Zweifelsohne tragen Juristen bei der BW also viel Verantwortung, die teils weit über Landesgrenzen hinausgeht.

Rechtsausbildung von Soldaten in der Truppenschule

Routinierte Juristen, die schon lange für die Bundeswehr im Einsatz sind, übernehmen auch die Rechtausbildung neuer Soldaten in der Truppenschule. Dort werden die Führungskräfte der Armee im Völkerrecht und Disziplinarrecht geschult. Außerdem können die Volljuristen als Richter beim Truppendienstgericht eingesetzt werden, um etwa Vertragsangelegenheiten zu verhandeln.

Juristen bei der BW können als Richter eingesetzt werden

Juristen bei der BW können als Richter eingesetzt werden © simpson33 / Getty Images International

Das Berufsfeld eines Juristen bei der BW variiert also je nach Einsatzbereich: Von einem beruflichen Schwerpunkt in der Verwaltung über eine Lehrfunktion bis hin zum Auftreten in der Funktion eines Staatsanwalts ist alles möglich.

Voraussetzungen für ein Juristen-Dasein bei der Bundeswehr

  • beide juristische Staatsexamina erfolgreich bestanden
  • das erste und zweite Staatsexamen mindestens mit der Note „befriedigend“ abgeschlossen oder das erste Staatsexamen mindestens mit der Note „ausreichend“ und das zweite Staatsexamen mindestens mit der Note „voll befriedigend“ abgeschlossen
  • umfangreiche Rechtskenntnisse
  • Versetzungsbereitschaft
  • gute Englischkenntnisse und bevorzugt weitere Sprachkenntnisse
  • deutsche Staatsangehörigkeit

Freiwilliger Wehrdienst bei der Bundeswehr

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Den Freiwilligen Wehrdienst gibt es seit dem 01. Januar 1996: Er bietet Interessenten die Möglichkeit, die Bundeswehr kennenzulernen, ohne eine lange Verpflichtungszeit einzugehen. Viele Bewerber nutzen ihn, um die Zeit zwischen zwei Lebensabschnitten, wie zum Beispiel Schulabschluss und Berufseinstieg, sinnvoll zu überbrücken. Wie lange der Wehrdienst dauert, können sich die Rekruten aussuchen, wobei das Minimum bei 7 und das Maximum bei 23 Monaten liegt.

Voraussetzungen und Bewerbung für den Freiwilligen Wehrdienst

Um zum Freiwilligen Wehrdienst (FWD) der Bundeswehr in der Laufbahn der Mannschaften zugelassen zu werden, müssen Bewerber zunächst einige formale Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestens 17 Jahre alt
  • Erfüllung der Vollzeitschulpflicht von zehn Jahren (Haupt- und Realschule und Gymnasium mit G9) beziehungsweise neun Jahren (Gymnasium mit G8) – ein Schulabschluss ist keine Voraussetzung
  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Bereitschaft zur bundesweiten Versetzung
  • Ab FWD über zwölf Monaten: Bereitschaft zu möglichen Einsätzen im Ausland

Wer diese formalen Voraussetzungen erfüllt, kann sich auf der Karriereseite der Bundeswehr online bewerben. Seine Bewerbung sollte man zwölf bis spätestens sechs Monate vor Beginn des FWD anschicken.
Wer sich noch nicht sicher ist, welche Laufbahn er bei der Bundeswehr einschlagen soll, kann sich außerdem in einer der über 100 Beratungsstellen ausführlich über seine Möglichkeiten informieren. Hier können Bewerber herausfinden, welche Truppengattung für sie in Frage kommt, wie lange sie den FWD absolvieren möchten und ob eine weitere Laufbahn bei der Bundeswehr in Frage kommt.
Anschließend folgt der Einstellungstest der Bundeswehr, der in die verschiedenen Bereiche

  • Computer gestützter Basistest
  • Sporttest
  • psychologisches Gespräch
  • ärztliche Untersuchung

unterteilt ist.

Ausmusterung bei der Bundeswehr:
Wann werden Soldaten nicht zugelassen? 

Viele Interessenten fragen sich vor ihrer Bewerbung, aus welchen Gründen sie möglicherweise nicht zum Freiwilligen Wehrdienst zugelassen werden. Dabei kommt es darauf an, in welchen Tauglichkeitsgrad man eingeordnet wird:

  • Wehrdienstfähig: keine Gesundheitsstörungen, daher verwendungsfähig für alle Tätigkeiten oder mit kleinen Einschränkungen zum Beispiel bei (mäßigen) Allergien, Fehlsichtigkeit oder einer Körpergröße von unter 1,79 m oder über 1,95 m
  • Vorübergehend nicht wehrdienstfähig: Gesundheitsstörungen, dessen weiterer Verlauf nicht genau absehbar sind, zum Beispiel Knochenbrüche
  • Nicht wehrdienstfähig: schwere Gesundheitsstörungen, zum Beispiel chronische Schäden an Orangenen, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wirbelsäulenkrankheiten wie Skoliose, Asthma, MS oder auch eine Körpergröße unter 1,55 m oder über 2,06 m

Struktur und Ablauf des Freiwilligen Wehrdienstes

Nach einer erfolgreichen Bewerbung beginnt für die Rekruten immer jeweils am ersten in den Monaten Januar, April, Juli oder Oktober eines Jahres der FWD. In den ersten zwei bis drei Monaten müssen die Rekruten die Allgemeine Grundausbildung der Bundeswehr durchlaufen. Anschließend folgt für ein bis zwei Monate die sogenannte „Verwendungsbezogene militärfachliche Ausbildung“, bei der die Soldatinnen und Soldaten ihrem zugeteilten Fachgebiet, zum Beispiel Panzergrenadier, Fallschirmjäger o. Ä., entsprechend weiter ausgebildet werden. Nach der eigentlichen Ausbildung (mindestens drei Monate, maximal fünf Monate) gehen die Soldaten bis zum Ende des Freiwilligen Wehrdienstes den Aufgaben ihres Dienstpostens nach.

Typischer Tagesablauf

Bei der Bundeswehr ist kein Tag wie der andere und statt eintönigem Alltag gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Trotzdem fragen sich viele, die einen Freiwilligen Wehrdienst in Betracht ziehen, wie ein typischer Tag bei der Bundeswehr abläuft:

  • 6:45 Uhr bis 7:00 Uhr: Antreten
  • 7:00 Uhr bis 11:00 Uhr: Frühsport und Übungseinheiten wir Schießtraining, Hindernisbahn oder Sanitätsausbildung
  • 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr: Mittagspause
  • 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr: Theoretischer Unterricht, zum Beispiel über die Geschichte und Einsätze der Bundeswehr, Waffenlehre o. Ä.
  • 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr: Umsetzen der Theorie, zum Beispiel Auseinanderbauen und Pflege verschiedener Waffen
  • 16 Uhr: Abschlussantreten inklusive Nachbesprechung

Verdienst im Freiwilligen Wehrdienst

Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten neben dem standartmäßigen Wehrsold einen Wehrdienstzuschlag. Beides steigt während des FWDs immer wieder an. Unserer Übersicht könnt ihr entnehmen, wie sich der Wehrsold insgesamt zusammensetzt und wie viel Freiwillig Wehrdienstleistende in welchem Monat verdienen:


Wehrdienstdauer
1. bis 3. Monat 4. bis 6. Monat 7. bis 12. Monat 13. bis 18. Monat 19. bis 23. Monat
Wehrsold 342,30 € 365,40 € 388,50 € 411,30 € 411,30 €
Wehrdienstzuschlag 495,00 € 495,00 € 675,00 € 735,00 € 795,00 €
 

Wehrsold gesamt


837,30 €
 

860,40 €

 

1.063,50 €

 

1.146,30 €

 

1.206,30 €

Vorteile mit der Bundeswehr als Arbeitgeber

Ärtztlich Versorgung ist für Frewillig Wehrdienstleistende kostenlos © Ivan-balvan / Getty Images International

Für viele (ehemalige) Soldaten ist die Zeit bei der Bundeswehr eine der aufregendsten ihres Lebens: Sie erfahren echte Kameradschaft, stellen sich die ganze Zeit über immer wieder neuen Herausforderungen und gehen bis an ihre Grenzen. Zudem erfüllen Soldaten der Bundeswehr eine sinnvolle Aufgabe, indem sie Deutschland und seine Gesellschaft schützen.
Neben diesen persönlichen Errungenschaften gibt es noch weitere Vorteile, die sich sehen lassen können. So haben Soldaten der Bundeswehr einen sicheren Arbeitsplatz bei einem der größten Arbeitgeber Deutschlands inklusive Gehalt nach Tarif. Verpflegung, Unterkunft in der Kaserne und eine ärztliche Versorgung stehen den Soldaten kostenlos zur Verfügung; die Soldaten sind also nicht standardmäßig bei einer Krankenversicherung versichert, dennoch stehen ihnen alle gesetzlichen Leistungen zu. Zwar sind Soldaten während ihrer Zeit bei der Bundeswehr nicht rentenversichert, allerdings zahlt die BW nach der Wehrdienstzeit die Beiträge nachträglich in voller Höhe nach, wenn die Soldaten anschließend wieder in einen rentenversicherungspflichtigen Beruf einsteigen (keine Beamten).
Zudem bietet die Bundeswehr den Soldaten stetig Weiterbildungs- und gegebenenfalls Aufstiegsmöglichkeiten an. So kann man beispielsweise Ausbildungen oder sogar ein Studium bei der Bundeswehr absolvieren.

Wochenende und Urlaub während des FWD

Während des Freiwilligen Wehrdienstes stehen den Rekruten selbstverständlich auch Urlaub und dienstfreie Wochenenden zu. Ab Freitagnachmittag dürfen sie das Kasernengelände nach Feierabend verlassen und müssen sich erst am Sonntagabend um 22 Uhr wieder dort melden. Falls die Soldaten mit dem Zug in ihre Heimat fahren, ist die Fahrt für sie in der zweiten Klasse kostenlos. Ausgenommen sind hierbei Fahrten im Intercity-Express (ICE).
Während der Allgemeinen Grundausbildung herrscht Urlaubssperre, danach haben Soldaten 30 Urlaubstage im Jahr zur Verfügung; bei einem FWD von weniger als zwölf Monaten entsprechend weniger. Den Urlaub können die Rekruten zu jeder Zeit nehmen, dieser muss nur vom Vorgesetzten bestätigt werden. Urlaubtage, die man am Ende noch über hat, werden den Soldaten ausgezahlt.

 

Quellen:
Broschüre „Freiwillig dienen – Ein Wegweiser zum Freiwilligen Wehrdienst“
https://www.bundeswehrentdecken.de/soldatenberuf/freiwilliger-wehrdienst , Stand: 08.06.2018

Musiker bei der Bundeswehr:
Soldat im Militärmusikdienst

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Der Militärmusikdienst der Bundeswehr dient der Bundesrepublik Deutschland als Repräsentant bei Staatsbesuchen, Zeremonien und Konzerten – entsprechend wichtig ist die Ausbildung der Musiker. Wir zeigen euch, welche Voraussetzungen Bewerber erfüllen müssen, um Musiker bei der Bundeswehr zu werden und wie ihre anschließende Ausbildung aussieht:

Bewerbung und Voraussetzungen zum Musiker bei der Bundeswehr

Die Bewerbungsfrist für den Militärmusikdienst ist immer der 01. März eines Jahres. Anschließend folgt im April die musikfachliche Eignungsfeststellung.

Folgende Voraussetzungen müssen Bewerber in jeder Laufbahn erfüllen:

  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Mindestens 18, maximal 32 Jahre für eine Laufbahn in der Mannschaft beziehungsweise 25 Jahre als Feldwebel oder Offizier
  • Vollzeitschulpflicht erfüllt – ein Schulabschluss ist in der Mannschafts-Laufbahn keine Voraussetzung
  • Bereitschaft zur bundesweiten Versetzung und zu Einsätzen im Ausland
  • Beherrschen eines im sinfonischen Blasorchester gebräuchlichen Instruments
    (Querflöte, Oboe, Klarinette (deutsches System), Fagott, Saxophon, Waldhorn, Trompete, Tenorhorn/ Bariton, Posaune, Tuba, Keyboard oder Schlagzeug)

Anschließend müssen alle Bewerber neben dem allgemeinen Einstellungstest der Bundeswehr ebenfalls die musikalische Eignungsprüfung bestehen.

Offizier im Militärmusikdienst: Kapellmeister und Dirigent bei der Bundeswehr 

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Auch Theorie gehört zum Musik-Studium bei der Bundeswehr © DragonImages /Getty Images International

Zusätzlich zu den Grundvoraussetzungen müssen Bewerber, die die Offizierslaufbahn anstreben, noch weitere Voraussetzungen erfüllen:

  • Abitur, Fachabitur oder fachgebundene Hochschulreife
  • Bestehen der Eignungsprüfung der Dirigentenklasse der Robert-Schumann-Hochschule
  • Körperliche und geistige Eignung für eine Offizierslaufbahn: Mit Hilfe des Einstellungstests der Bundeswehr, zu dem auch ein psychologisches Gespräch gehört, wird geprüft, inwiefern sich Bewerber für eine Laufbahn der Offiziere eignet
  • Sehr gute Fähigkeiten am Piano und in der Musiktheorie
  • Verpflichtungszeit: 18 Jahre inklusive der Ausbildung mit integriertem Hochschulstudium

Aufbau der Ausbildung zum Musiker im Militärdienst

Wer für die Laufbahn als Offizier im Militärmusikdienst angenommen wurde, durchläuft sowohl eine militärische als auch eine musikalische Ausbildung – beide Teile zusammen dauern etwa fünf Jahre. Die militärische Ausbildung besteht aus der allgemeinen Grundausbildung der Bundeswehr, mehreren Offizierslehrgängen an der Sanitätsakademie sowie der Ausbildung für die praktische Verwendung bei der Truppe. Diese militärische Ausrichtung auf den Sanitätsdienst ist damit begründet, dass die Musiker bei der Bundeswehr im Notfall eine Alternativverwendung als Sanitäter finden.
Die musikalische Ausbildung findet in Form des Studiums „Orchesterleitung (Dirigieren)“ an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf statt. Mit einem Studium bei der Bundeswehr erreichen die Studenten dementsprechend den gleichen Abschluss wie ihre zivilen Kommilitonen. Zusätzlich gibt es praktische Übungen beim Ausbildungsmusikkorps, das sich ebenfalls im Regierungsbezirk Düsseldorf befindet.  

Aufgaben als Musiker in der Offizierslaufbahn

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Wie andere Offiziere müssen auch Dirigent bei der Bundeswehr unterstellte Soldaten führen © cyano66/Getty Images International

Stabsoffiziere im Militärmusikdienst sind als künstlerische Leiter tätig und beraten in ihrer Position als Disziplinarvorgesetzte andere Fachdienste der Bundeswehr. Zusätzlich tragen sie Verantwortung für die Ausbildung von Orchestermitgliedern: Sie bilden die Schnittstelle zwischen dem kreativen und dem militärischen Bereich.
Als Dirigent leiten und spielen sie Kammer- und Wohltätigkeitskonzerte und auch (Open Air-) Festivals. Einige der Konzerte des findet ihr auf dem YouTube Kanal des Musikkorps der Bundeswehr.

Die Bundeswehr als Arbeitgeber im Musikmilitärdienst

Musiker, die bei der Bundeswehr tätig sind, haben einige Vorteile mit einer Karriere bei der Bundeswehr: Viele studierte zivile Musiker suchen nach ihrem Studium frustriert nach einem Arbeitsplatz, da die Plätze in Orchestern begrenzt und extrem begehrt sind. Mit einer Ausbildung als Musiker inklusive Studium bei der Bundeswehr brauchen sich die Musiker keine Sorge um einen sicheren Arbeitsplatz machen.

 

Quellen

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/15348.pdf

https://www.bundeswehrkarriere.de/karriere/musikstabsoffizier/33162

Scharfschützengewehr G82:
Präzision auf bis zu 1.800 Metern

Sniper Aiming withScharfschütze im Gras Barrett M82A1 Precision Rifle in Arid Location

Das G82 ist bekannt als „Gewehr mit großer Reichweite“ – und das zu recht: Das Scharfschützengewehr hat im Kaliber 12,7 x 99 mm eine enorme Reichweite und kann dank halbautomatischem Rückstoßladers Ziele in bis zu 1.800 Metern Entfernung präzise anvisieren. „Rückstoßlader“ bedeutet, dass die Rückstoßenergie, die durch einen Schuss freigesetzt wird, zum Laden der Patronen sowie zum Ausziehen und Auswerfen der Patronenhülsen verwendet wird.

Wo werden G82 Scharfschützengewehre eingesetzt?

Eingesetzt wird das G82 in der Regel gegen technische und geschützte Ziele wie beispielsweise leicht gepanzerte Fahrzeuge. Durch die Abgabe von Punktfeuer kann das jeweilige Ziel unbrauchbar gemacht oder komplett zerstört werden. Die Waffe wird speziell da benutzt, wo konventionelle Handfeuerwaffen nicht ausreichen. Auch Munitionsbeseitigung und Minenräumung aus sicherer Entfernung sind gängige Einsatzmöglichkeiten.

Scharfschützengewehr © MariusLtu/Getty Images International

M82, M82A1 und die amerikanische M107

Zur Ausstattung des M82 zählen

  • das Zweibein,
  • eine Mündungsbremse,
  • ein Tragegriff und
  • das Magazin, welches bis zu 10 Patronen fasst.

Das Gewehr, das Zielfernrohr und ein Ersatzmagazin bilden das Waffensystem M82. Ohne Munition beträgt das Gewicht des Scharfschützengewehrs 13 kg.

Neben der Basisvariation gibt es das G82 auch in der Ausführung G82A1. Dabei wurden einige Bauteile gezielt aus Aluminium und Titan gefertigt, um das Gesamtgewicht der Waffe um 2,5 Kilogramm zu reduzieren. Am Gehäuse wurden außerdem drei Picatinny-Schienen angebracht. Diese genormten und gezahnten Schienen dienen der schnellen und genauen Montage von Zubehörteilen. Außerdem gibt es beidseitig Trageriemenösen und die Schaftbacke ist höhenverstellbar.

Je nach Modell und Ausführung kostet ein G82 zwischen 5.000 und 17.000 Euro. Da das Scharfschützengewehr unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fällt, kann die Waffe (zumindest in Deutschland) nicht erworben werden. Bis auf das Zielfernrohr und dem Umfang des Zubehörs ist die halbautomatische Waffe baugleich zur amerikanischen M107.

Scharfschütze im Gras © andreafidone/Getty Images International

Wenn du mehr über Scharfschützen erfahren möchtest, dann schau in unserem Beitrag zu Scharfschützen bei der Bundeswehr vorbei. Dort erfährst du unter anderem, wie die Sniper-Ausbildung aufgebaut ist und wo Scharfschützen eingesetzt werden.

Cyber- und Informationsraum:
Sicherheit bei der Bundeswehr

Binärcode Weltkarte

Das Kommando Cyber- und Informationsraum (CIR) wurde im April 2017 ins Leben gerufen. Der jüngste Organisationsbereich der Bundeswehr hat inzwischen ein eingerichtetes Lagezentrum und ein neu aufgestelltes Zentrum für Cyber-Sicherheit, das von erfahrenen IT-Spezialisten unterstützt wird. Diese Einheit umfasst 12.586 Soldatinnen und Soldaten und 1.500 zivile Stellen. Doch warum ist ein Cyber-Kommando überhaupt notwendig?

Digitalisierung verändert die Welt 

Dass die Digitalisierung die Welt bereits umfassend verändert hat und es auch zukünftig tun wird, ist offensichtlich. Diese Veränderungen bringen aber nicht nur Vorteile wie eine flächendeckende Vernetzung mit sich, sondern auch erhebliche Risiken. Unternehmen, Institutionen oder auch Personen sind durch Cyber-Angriffe verwundbar. Das Kommando CIR soll möglichen Bedrohungen wirksam begegnen und gleichzeitig die Digitalisierung als Chance sehen, die Cyber-Fähigkeiten zu strukturieren und auszubauen.

Cyber Attacke auf einem Tablet © Paulart0/Getty Images International

Kommando Cyber- und Informationsraum: Mehr als nur Internet-Sicherheit 

IT und Cybersicherheit sind nicht die einzigen Kompetenzen der neuen Organisationseinheit. Die ganzheitliche Verantwortung umfasst zudem zentrale Teile des militärischen Nachrichtenwesens, das Geoinformationswesen sowie die operative Kommunikation. Die einzelnen Teilbereiche arbeiten dann zusammen wie Heer, Luftwaffe und Marine an Land, in der Luft und auf See.

Aufgaben des Kommando CIR 

Das Kommando stellt ein Lagebild des CIR für die Bundeswehr und alle dazugehörigen Ressorts zur Verfügung. In Sachen Ausbildung und Weiterentwicklung im CIR trägt das Kommando die volle Verantwortung und ist zudem zuständig für Bedarfsplanung des eingesetzten Personals.  Die bereits genannten unterstellten Dienststellen werden vom Kommando CIR nicht nur geführt, sondern es hat auch die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sie stets einsatzbereit sind und ihre Aufträge erfüllen. Außerdem muss zu jedem Zeitpunkt im Frieden und auch in Spannungs- oder Verteidigungsfällen die nationale und internationale Zusammenarbeit ressortübergreifend innerhalb des CIR gesichert sein.

Mit IT-Studium bei der Bundeswehr zum Kommando CIR 

Als Offizier mit IT-Studium sind die Möglichkeiten bei der Bundeswehr vielfältig: Ausbilder, Führung einer militärischen Einheit, Systementwickler oder Programmierer sind nur einige der Wege, die nach erfolgreichem IT-Studium an der Universität der Bundeswehr in München eingeschlagen werden können. Das IT-Studium ist verknüpft mit einer militärischen Offiziers-Ausbildung.

Bildschirm analysieren IT © Laurence Dutton/Getty Images International

Im Studium liegt das Einstiegsgehalt bei 1.800 Euro und steigt auch schon während des Studiums durch Beförderungen in regelmäßigen Abständen an. Ist die Offiziersausbildung abgeschlossen, liegt das monatliche Nettogehalt bei 2.100 Euro. Bewerben kann sich jeder im Alter von 17 bis 29 Jahren, der mindestens eine Fachhochschulreife hat und deutscher Staatsbürger ist. Dazu wird die Bereitschaft gefordert, sich bundesweit versetzen zu lassen sowie an Auslandseinsätzen teilzunehmen. In der Laufbahn als Soldat oder Soldatin auf Zeit beträgt die Verpflichtungszeit 13 Jahre.

Computer Skript © die-phalanx/Getty Images International

Drohnenpilot bei der
Bundeswehr werden

Drohnenpilot-bei-der-Bundeswehr

Drohnen – viele kennen sie als kleine Flugobjekte, die für Luftaufnahmen oder für die Vermessungstechnik genutzt werden. Aber Drohnen werden auch für militärische Zwecke bei der Bundeswehr eingesetzt. Bei uns erfahrt ihr, wofür Drohnenflugzeuge bei der Bundeswehr genutzt werden und welche Aufgaben auf einen Drohnenpiloten bei der Bundeswehr warten.

Was ist eine Drohne?

Drohnen sind unbemannte Flugobjekte. Das heißt, es sitzt keine Person an Bord des Flugzeuges, um die Umgebung mit eigenen Augen zu sehen. Stattdessen übernimmt eine Kamera am Flugobjekt die Luftaufnahmen. Die Drohnen können sowohl automatisiert fliegen als auch von Menschenhand gesteuert werden.

Aufgaben der Drohnenpiloten bei der Bundeswehr

Drohnenpiloten versetzen sich vom Boden aus in die Rolle eines Piloten, indem sie ein unbemanntes Luftfahrzeug – die Drohne – fernsteuern. Sie arbeiten von einer Art stationärem Cockpit am Boden aus. In dieser sogenannten Bodenkontrollstation werden ideale Gegebenheiten zum Fliegen einer Drohne geschaffen. Gesteuert wird die Drohne durch direkte Funk- oder Satellitenverbindungen.

Die Drohnenpiloten leisten einen wichtigen Beitrag für die Arbeit der Bundeswehr: Sie sichten mit den Drohnen zukünftige Einsatzgebiete, planen Übungen und Aufklärungseinsätze in der Luft und helfen mit dem durch den Drohnenflug erlangten Wissen, fliegerische Einsätze vorzubereiten. Der Drohnenpilot schützt die Soldaten durch die Beobachtungen, die er durch das Auge der Drohne im Luftraum macht. Sie erkennen Konflikte und Hinterhalte im Idealfall, bevor die bemannten Flugzeuge im Luftraum eintreffen.

Die Ausbildung als Drohnenpilot

Um Drohnenpilot bei der Bundeswehr zu werden, müssen Bewerber eine umfangreiche Ausbildung durchlaufen. Die angehenden Soldaten werden dazu als Piloten ausgebildet und erlangen mit Abschluss ihrer Ausbildung die Befugnis sowohl bemannte Jets als auch unbemannte Drohnen durch den Luftraum zu steuern. Die Ausbildung ist die gleiche wie die zum Lufttransportflugzeugpiloten. Denn anders als sich mancher eine Drohne vorstellt, sind die Drohnen der Bundeswehr große Flugzeuge, die sich von einem Laien nicht von üblichen Jets unterscheiden lassen.

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Ausbildung zum Drohnenpiloten © RichVintage / Getty Images International

Als Drohnenpilot an Einsätzen der Bundeswehr teilnehmen

Die Piloten sollten nach dem Erlangen ihrer Fluglizenz in der Lage sein, alle Systeme, die mit dem Fliegen im Zusammenhang stehen, von Bord und Boden aus zu bedienen. Außerdem liegt es in der Hand der Drohnenpiloten Flugeinsätze mit den militärischen und zivilen Stellen zu besprechen und zu koordinieren. Als Drohnenpilot sind die ausgebildeten Soldaten dann Profi darin, Drohnen zu steuern. Sie nehmen an internationalen Einsätzen teil oder leisten ihren Beitrag bei Aufklärungsarbeiten über den Flugraum. Zum Leistungsspektrum der Drohnenpiloten zählt außerdem die Nachbereitung und Dokumentation der Flugeinsätze.

Tiere bei der Bundeswehr – Wo werden sie eingesetzt?

Maulesel-bei-der-Bundeswehr

In vielen Arbeitsbereichen kommen heute Maschinen und technische Lösungen zum Einsatz. Dass aber auch die neuesten technischen Errungenschaften der Menschheit die Arbeit einiger tierischer Lebewesen nicht ersetzen können, das unterstreichen die Strategen der Bundeswehr. Das deutsche Militär setzte früher wie auch heute noch auf tierische Kompanieangehörige für die tägliche Arbeit. Wir erklären euch, welche Vierbeiner für die Bundeswehr im Einsatz sind und warum ihre Mithilfe so wichtig ist.

Maultiere und Haflinger – belastbare Tiere für die Geländearbeit

Zu den wenigen Tierarten, die bei der Bundeswehr noch zum Einsatz kommen zählen heute Maultiere und Haflinger-Pferde. Sie sind immer dann gefragt, wenn Soldaten an Orte gelangen wollen, die mit Fahrzeugen nicht befahrbar sind, weil die Wege zu uneben oder schmal sind. Trittsicher und schwindelfrei transportieren die stoischen Gemüter schwere Lasten durch Gebirgspässe und befördern Waffen, Munition und Verpflegung zum jeweiligen Einsatzort. Die Tiere werden immer dann auf den Plan gerufen, wenn extrem ungünstige Wetter- und Geländebedingungen herrschen, sodass Fahrzeuge Wege nicht passieren können. Bis zu 140 kg Last kann jedes der Huftiere ausdauernd über viele Stunden von A nach B befördern, ohne dass den Tieren die Kraft ausgeht.

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Tiere im Einsatz für die Bundeswehr © Zheka-Boss / Getty Images International

An die Bundeswehr-Arbeit gewöhnt und angelernt werden die Tiere im Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen in Bad Reichenhall. Speziell ausgebildete Tragtierführer kümmern sich um die tägliche Verpflegung der Tiere. Alle Beteiligten an der Arbeit mit den Tragtieren zählen offiziell zu der Heereslogistiktruppe der Bundeswehr.

Einige Pferde werden außerdem als Reittiere bei der Erkundung in gefährdeten Räumen eingesetzt.

Hunde bei der Bundeswehr – Spürnasen wittern die Gefahr

Ein weiterer tierischer Freund und Helfer der Bundeswehr ist der Spürhund. Während das Maultier mit seiner Kraft und Belastbarkeit punktet, macht sich der Hund durch seine scharfen Sinne für die Bundeswehr unverzichtbar. Die Hunde erkennen am Geruch explosive Gegenstände und Sprengstoff und können nach vermissten Personen suchen, indem sie ihre Fährte aufnehmen. Nähere Infos über die Arbeit von Hunden bei der Bundeswehr findet ihr in unserem Magazinbeitrag „Der Beruf Hundeführer bei der Bundeswehr“.

Der Umgang mit gefährlichen Tieren in Auslandseinsätzen

Sie arbeiten nicht täglich mit ihnen zusammen, sollten sich im Ernstfall aber mit ihren Verhaltensweisen und Eigenschaften auskennen: Die Rede ist von gefährlichen Tierarten, denen die Bundeswehr-Soldaten während eines Auslandseinsatzes begegnen können. Wie reagiert man, wenn man einem Tier begegnet, das einem gefährlich werden kann? Woran erkennt man, ob Tiere in Angriffshaltung sind? Um sich in der Beantwortung solcher Fragen im Ernstfall schnell sicher zu sein, lernen einige Bundeswehr-Soldaten den Umgang mit Tieren wie Schlangen in speziellen Workshops. Sie können nach dem Workshop erkennen, wann Schlangen zu beißen drohen und sie behutsam aber zielgerichtet in sicherer Entfernung absetzen.  So lernen die Soldaten, sich vor Kobra, Viper, Inlandstaipan und Co. zu schützen.

Berufsbild Artillerist
bei der Bundeswehr

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Artilleristen gehören zu einer Truppengattung, die die Infanterie im Gefecht mit artilleristischem Feuer (Geschütze und Raketen) unterstützt. Wir zeigen euch, was die Aufgaben der Artilleristen sind, welche Voraussetzungen sie erfüllen und mit welchen Waffen die Artillerie ausgerüstet ist.

Voraussetzungen für Artilleristen

Die Voraussetzungen, um Artillerist zu werden, unterscheiden sich je nach eingeschlagener Laufbahn. Grundsätzlich sind aber folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Mindestens 17 Jahre alt
  2. Vollzeitschulpflicht erfüllt (ein Schulabschluss ist keine Pflicht)
  3. Deutsche Staatsbürgerschaft
  4. Bereitschaft zur Versetzung innerhalb Deutschlands
  5. Bereitschaft zur Wahrnehmung möglicher Einsätze im Ausland
  6. Verpflichtungszeit von mindestens sieben Monaten als freiwillig Wehrdienstleistender bis hin zu 13 Jahren in der Offizierslaufbahn

Zusätzlich zu diesen Voraussetzungen für eine Laufbahn in der Mannschaft kommen noch weitere, wenn man in der Feldwebel- oder Offizierslaufbahn tätig sein möchte. So brauchen Bewerber, die eine Karriere als Artillerist in der Feldwebellaufbahn anstreben, mindestens einen Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung-. Zu Beginn der Ausbildung dürfen sie nicht älter als 29 Jahre sein. Die Verpflichtungszeit als Feldwebel der Artillerie beträgt zwölf Jahre.
Um als Offizier in der Raketenartillerie tätig zu sein, brauchen Bewerber die Fachhochschulreife (Fachabitur) oder die allgemeine Hochschulreife (Abitur). Auch sie dürfen nicht älter als 29 Jahre sein. Die Verpflichtungszeit für Offiziere als Raketenartillerist beläuft sich auf 13 Jahre.

Ausbildung der Artilleristen

Nachdem die künftigen Artilleristen die Grundausbildung der Bundeswehr durchlaufen haben werden sie an der Artillerieschule in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) entsprechend ihrer Laufbahn ausgebildet. Artilleristen der Offizierslaufbahn absolvieren zusätzlich ein Studium bei der Bundeswehr an einer der beiden bundeswehreigenen Universitäten in Hamburg oder München.
Artilleristen werden in verschiedenen Themengebieten ausgebildet, um sie auf die Aufgaben der Artillerie wie der Aufklärung und Feuerunterstützung vorzubereiten.

Aufgaben Artillerist: Was machen Raketenartilleristen? 

Nach der militärischen und gegebenenfalls universitären Ausbildung erfüllen Artilleristen verschiedenste Aufgaben:

  • Artillerist in der Mannschafts-Laufbahn (Feuerleitsoldat)
  • Bedienung des Artillerie-Raketen-Einsatz-Systems
  • Zielpunkt- und Lagekarten führen
  • Einzelaufgaben zu Berechnungen in der Feuerstelle
  • Unterstützung zur Materialverwaltung
  • Artillerist in der Feldwebel-Laufbahn
  • Planen und koordinieren von Arbeitsabläufen
  • Überwachung von Sicherheitsbestimmungen
  • Einsatz von Waffen-, Führungs- und Einsatzsystemen
  • Artillerist in der Offiziers-Laufbahn
  • Vorbereitung und Durchführung von Gefechtseinsätzen
  • Führung von untergebenen Soldaten
  • Verfassen und Bereitstellen wichtiger Aufklärungsergebnisse
  • Kooperationen mit anderen Truppenteilen

Waffen der Artillerie

Die Bundeswehr Artillerie arbeitet heute mit dem Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem „Mittleres Artillerieraketensystem (MARS)“. Mit dem System trifft die Artillerie Entfernungen von bis zu 100 Kilometern – auf 84 Kilometer konnte eine Treffgenauigkeit von sieben Metern festgestellt werden. Der MARS-Raketenwerfer ist sieben Meter lang, drei Meter breit und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. In ihm finden drei Soldaten Platz.

Entstehung und Einsatz der Artillerie

Artilleristen gibt es in der Kriegsführung bereits seit Mitte des 14. Jahrhunderts. Die Waffen und Strukturierungen haben sich seitdem stetig weiterentwickelt – zu Beginn wurde beispielsweise nicht zwischen Feld-, Belagerungs- und Festungsartillerie unterschieden.
Im ersten Weltkrieg war die Artillerie ein sehr bedeutender Teil der Kriegsführung. Für die Taktik der Feuerwalze war der Beschuss durch die Artillerie zwingend notwendig: Das Feuer der Artillerie sollte die feindlichen Infanteristen in ihre Deckung zwingen. Während das Artilleriefeuer den Weg „ebnete“, folgten die eigenen Infanteristen hinter dem Beschuss, bis sie die feindlichen Gräben erreichten.
Während des zweiten Weltkrieges setzte man weitestgehend auf die Raketenartillerie, da es kaum noch stabilen Frontlinien gab, die für die Ausführung der Feuerwalze wichtig sind.
Heutzutage müssen Artilleriegeschütze bereits nach wenigen Sekunden ihre Positionen wechseln, da sie schnell geortet werden können­.

 Quellen:

https://www.bundeswehrkarriere.de/karriere/feuerleitsoldat-raketenartillerie/36676

https://www.bundeswehrkarriere.de/karriere/artilleriefeldwebel/38232

https://www.bundeswehrkarriere.de/karriere/artillerieoffizier/29514

http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/start/insp/truppengattung/artillerie/geschichte/!ut/p/z1/hU5NC4IwGP4tHbzund_WbdElkQgU0l1i6prGcjKX9vMzPAVJz-355AEKOdCOja1gplUdkzMvaHDdR0mWOFvH8U-eh48BiTNsH2xiO3D5F6CzjVdAMKQ1h2LeCNc3QkiBAr2zkb1Qr7SR3CBWfR5C0bCulvysKrIIMVAhVblcJ13pRgKo5jeuuUZPPcuNMf2ws7CFp2lCQikhOaq5hX81GjUYyL-C0D_yCbu-HBOyeQMwOjbJ/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL29225N440I6AJT01D1A17