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Wie sieht die
Bundeswehr-Verpflegung aus?

Soldaten Verpflegung © South_agency / Getty Images International

Ohne Mampf kein Kampf“ – wer als Soldat im Einsatz gewesen ist, dem ist dieser kecke Spruch bestimmt schon einmal zu Ohren gekommen. Denn wer hart arbeitet, der hat einen gesunden Appetit. Hunderte oder gar tausende gestandene Soldaten satt zu bekommen, das ist eine wahre Herausforderung für jedes Küchenteam in den Kasernen. Aber wie sieht die Bundeswehr-Verpflegung eigentlich aus? Was essen die Männer und Frauen, die für unser Land im Einsatz sind?

Laut der offiziellen Bundeswehr-Webseite ist das Nahrungsangebot stets „bedarfsgerecht, ausgewogen, abwechslungsreich und wohlschmeckend“. Im Tagesgeschäft in der Truppenküche der Kaserne gibt es pro Tag drei Mahlzeiten: Frühstück, Mittag und Abendbrot. Das Frühstück wird in Buffetform serviert, mittags kann zwischen mindestens zwei Menüs gewählt werden und ergänzend gibt es noch eine Salatbar für die Soldaten. Für Vegetarier oder gläubige Muslime werden die Gerichte auch angepasst. Abends gibt es zumeist Brot mit Aufstrichen.


Bundeswehr-Verpflegung bei Übungen und im Einsatz

Aber natürlich spielt sich das Leben eines Bundeswehrsoldaten nicht nur in der zugeteilten Kaserne ab. Nicht selten müssen die Männer und Frauen wochenlang zu Übungseinsätzen mit provisorischen Lagern losziehen oder sich im Ernstfall mit einem Minimum an Equipment in entfernte Gebiete bewegen. Da ist – wie ihr euch denken könnt – weder Zeit, noch Platz für ein Küchenteam, welches ganze Menüs kredenzt. Stattdessen sind Lebensmittel gefragt, die Platz sparen und lange haltbar sind. Deshalb stehen die sogenannten Einmannpackungen (EPA) auf dem Speiseplan. Das sind Pakete bestückt mit Nahrung für einen Tag, die etwa 3600 Kalorien abdecken. Die Lebensmittel in den EPA bei uns im Bundeswehr- und Freizeitshop wurden speziell für extreme Bedingungen entwickelt – denn sie müssen für den Einsatz in bestimmten Gebieten hitzebeständig oder kälteresistent sein.

Grafik Vorlage © amdandy / Getty Images International
Grafik Vorlage © amdandy / Getty Images International

Was ist drin in den Einmannpackungen?

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen den Soldaten das Essen der Einseitigkeit der Gerichte geschuldet zum Halse hinaus hing, gibt es heute etwa zwölf verschiedene Gerichte im Repertoire. Die Bundeswehr-Verpflegung unterscheidet sich hauptsächlich durch die beigefügten Fertiggerichte und Brotbeläge. Ansonsten sind die EPA beispielsweise noch bestückt mit den liebevoll „Panzerplatten“ getauften Hartkeksen, Salz und Pfeffer, Kaffee- und Tee-Extrakten, Zucker, Getränkepulver mit Geschmack und Vitaminen, Schokolade und einigen weiteren essentiellen Produkten. Alle in der EPA enthaltenen Lebensmittel halten sich ohne Probleme fünf Jahre. Für weite, anstrengende Strecken gibt es noch eine Version der EPA, die gewichtsmäßig besonders leicht ist.


Gibt es Notrationen für den Ernstfall?

Ja! Jeder Soldat sollte im akuten Krisenfall eine Notration bei sich tragen. Diese gewährleistet keine ausgewogene, gesunde Ernährung, liefert aber wertvolle Energie für einen Tag. Die Notration kann im Ernstfall Leben retten.

Möchtet ihr eine Einmannpackung testen?

Wer sich gerne einmal selbst eine Meinung zum Geschmack der Einmannpakete oder Notrationen bilden möchte, der kann im BW Online-Shop originale oder artgleiche Produkte bestellen. Na, wäre der Bundeswehreinsatz etwas für eure Geschmacksnerven?

Military-Style Bausteine-Sets
von Sluban

Ihr habt Lust, mal wieder mit Bausteinen zu spielen? Dann haben wir eine ganz besondere Empfehlung für euch: Sluban Bausteine-Sets! Das Spielzeug für Groß und Klein ist innovativ und historisch zugleich. Panzer, Schiffe, Hubschrauber und Co. im Armee-Stil sorgen für großen Spielspaß mit Freunden, der Familie oder auch allein.

Sluban punktet damit, dass alle Sets sowohl untereinander als auch mit den Produkten anderer Bausteine-Hersteller kompatibel sind. Ihr könnt die Sets also nach Belieben miteinander kombinieren und erweitern.

Sluban Militär-Spielzeug bei uns kaufen

In unserem Onlineshop findet ihr eine große Auswahl an Kriegsspielzeug von Sluban: Entdeckt den Black Hawk Helikopter, Panzerabwehrkanonen oder gleich ein ganzes Hauptquartier Bausteine-Set des Spielwaren-Herstellers.

Panzer Bausteine-Set

Es macht viel Spaß, die Panzer-Bausteine zusammenzustecken und solange daran zu basteln, bis das Militär-Fahrzeug vollständig ist. Damit ist das Set perfekt für Einsteiger und alle, die sich mal an dem Kriegsspielzeug probieren möchten. Jetzt bestellen!

Kampf um Kursk WWII Bausteine-Set

Der Kampf um Prochorowka südlich von Kursk wird als größte Panzerschlacht aller Zeiten bezeichnet. Grund genug, diesem historisch wichtigen Ereignis aus dem zweiten Weltkrieg ein Bausteine-Set zu widmen. Schaut es euch bei uns im bw-online-shop an.

Black Hawk Helicopter-Set

Dieses Set besteht aus einem Helikopter der US-Army, vier Spielfiguren und einer Invaliden-Trage. Danke der vielen Details lässt sich sogar der Propeller des Helikopters drehen. Außerdem ist es möglich, Einzelteile dieses Sets für andere Projekte zu nutzen – die perfekte Ergänzung. Sofort ausprobieren!

Hauptquartier Bausteine-Set

Details wie ein Kartentisch im Hauptquartier oder ein Schrankenhäuschen machen dieses Komplett-Paket zu einem super Bausteine-Set für Kriegsspielzeug-Liebhaber. Dank der 10 mitgelieferten Figuren könnt ihr eine lebendige Basisstation aufbauen und die einzelnen Teile miteinander kombinieren. Also worauf wartet ihr noch?

Zerstörer Bausteine-Set

Der Zerstörer ist der kleinste Kriegsschifftyp, der als Allzweckwaffe in der Seekriegsführung eingesetzt werden kann. Viele Kleinteile und Details an Deck sorgen dafür, dass der Destroyer im Aufbau viel Freude bereitet und im fertigen Zustand eine Augenweide für Liebhaber ist.

Na, auf den Geschmack gekommen? Glaubt uns: Das Zusammenbauen der Bausteine-Sets macht richtig viel Spaß. Vor allem, weil ihr die einzelnen Sets untereinander kombinieren und ergänzen könnt. Klickt euch jetzt durch unser Angebot an Sluban Bausteine-Sets.


Mittlerer nichttechnischer Dienst
– Die Verwaltung der Bundeswehr

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Wo Truppen im Einsatz sind, braucht es Leute, die Waren wie Ausrüstung und Nahrungsmittel bestellen oder Zahlungen abwickeln: Die Beamten im mittleren nichttechnischen Dienst sorgen dafür, dass die Abläufe in der Verwaltung der Bundeswehr reibungslos funktionieren. Wir zeigen euch, wie der Direkteinstieg oder die Ausbildung zum Beamten im mittleren nichttechnischen Dienst aussieht, welche Aufgaben dieser Beruf mit sich bringt und wie es sich mit der Besoldung von Beamten bei der Bundeswehr verhält:

Bewerbung und Ausbildung im mittleren nichttechnischen Dienst

Für die Bewerbung um eine Stelle im mittleren nichttechnischen Dienst müssen die Bewerber einige Voraussetzungen erfüllen. Dabei ist es egal, ob es sich um die Bewerbung für eine Ausbildung oder für einen Direkteinstieg handelt:

  • Unter 51 Jahre alt
  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Bereitschaft sowohl zur Versetzung in Deutschland sowie zu Auslandseinsätzen
  • Guter Realschul- oder sehr guter Hauptschulabschluss
  • Erfolgreich abgeschlossene förderliche Berufsausbildung

Haben Bewerber nach ihrer Berufsausbildung bereits Erfahrung in einem relevanten Bereich gesammelt, können sie sich als Direkteinsteiger bei der Bundeswehr bewerben.
Hat ein Bewerber „nur“ eine abgeschlossene Berufsausbildung im Verwaltungsbereich ohne anschließende Erfahrung, durchläuft er zuerst eine zweijährige Laufbahnausbildung zum Beamtenanwärter. Dabei findet neben der praktischen auch eine theoretische Ausbildung statt. Dafür gibt es Ausbildungseinrichtungen in Berlin oder Oberammergau (Bayern).

Aufgaben im mittleren nichttechnischen Dienst

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Buchhaltung und Controlling sind mögliche Aufgaben im mittleren nichttechnischen Dienst © mapodile / Getty Images International

Die Aufgaben für Beamte im mittleren nichttechnischen Dienst können stark variieren. Hier spielt es eine große Rolle, in welchem Bereich sie eingesetzt werden. Möglich sind Anstellungen in folgenden Bundesämtern:

  • Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw)
    • Infrastrukturbedarf der Bundeswehr, Materialbeschaffung, Buchhaltung und Controlling sowie Natur- und Umweltschutz
  • Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)
    • Rüstungsbeschaffung, Entwicklung von Wehrmaterial (Waffen- und IT-Systeme), Bereitstellung und Entwicklung von technischen Lösungen
  • Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
    • Gewinnung, Entwicklung und Gliederung des gesamten Bundeswehrpersonals sowie Aus- und Weiterbildungen von Soldaten in jedem Bereich
  • Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (BAMAD)
    • Sammlung und Auswertung von Informationen zur Abwehr von Terrorismus, Spionage und Sabotage

Besoldung im mittleren nichttechnischen Dienst 

Die Besoldung im mittleren nichttechnischen Dienst ist abhängig von der Berufserfahrung, die die Bewerber mitbringen. Wer zuerst die zweijährige Laufbahnausbildung absolvieren muss, weil nicht ausreichend Berufserfahrung nach der Ausbildung vorhanden ist, erhält einen Besoldungsgrundbetrag von 1.168,99 Euro brutto (Stand August 2018). Gegebenenfalls kommen hier noch Zuschläge für Verheiratete und Eltern hinzu. Der offizielle Begriff für die Besoldung in dieser Ausbildung nennt sich „Anwärterbezug“, da man Anwärter für die Beamtenlaufbahn ist.
Nach der Ausbildung beziehungsweise für Direkteinsteiger beginnt in im Grundgehalt A 6. Das Grundgehalt, welches bei der Bundeswehr in öffentlich einsehbare Stufen eingeteilt ist, richtet sich nach dem Dienstgrad. Angestellte im mittleren nichttechnischen Dienst beginnen in der Regel mit der Stufe A6 und sind damit den Stabsunteroffizieren gleichgestellt. Mit der Erfahrungsstufe 1 liegt der Bruttodienstbezug für einen ledigen Beamten bei 2.320,67 Euro (Stand August 2018, vorläufige Angabe der Bundeswehr).
Das Gehalt steigt mit der gesammelten Berufserfahrung an. Wie viel Beschäftigte bei der Bundeswehr genau verdienen werden, können sie vorher beim Bezugsrechner nachrechnen.

 

Quellen

https://www.dbb.de/fileadmin/pdfs/einkommenstabellen/besoldungstab_bund_180301.pdf am 23.08.2018
https://www.bundeswehrkarriere.de

Juristen bei der Bundeswehr – Rechtsberater im In- und Ausland

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Für Juristen gibt es interessante Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Juristen können entweder Rechtsberater als Zivilist im Inland sein oder als Soldat im Auslandseinsatz in die Rolle des Rechtsberaters schlüpfen.

Jurist der deutschen Wehrverwaltung sein

Fasst man die Zahl der beschäftigten Juristen in der Wehrverwaltung und in der Rechtspflege zusammen, kommt man auf etwa 1.200 Juristen, die bei der Bundeswehr angestellt sind. Eine Aufgabe von Juristen bei der Bundeswehr ist es, den militärischen Kommandeuren Rede und Antwort in allen Rechtsangelegenheiten zu stehen. Ein Großteil ihrer Arbeit in diesem Bereich dreht sich um Fragen zum Verwaltungsrecht, Disziplinarrecht (teil des Beamtenrechts) oder um das Beschwerdewesen. Darüber hinaus kümmern sich BW-Rechtsberater um personalrechtliche Angelegenheiten und beantworten Fragen zur Laufbahn bei der Bundeswehr. Im Betätigungsfeld der Wehrverwaltung ähneln die Aufgaben der Bundeswehr-Juristen denen von Unternehmensjuristen oder Verwaltungsjuristen einer Stadt.

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Bundeswehrjurist im Inland © Wavebreakmedia / Getty Images International

Bundeswehrjurist als Stabsoffizier im Ausland

Juristen der Bundeswehr können auch als Stabsoffizier im Auslandseinsatz unterwegs sein. Zu ihren Spezialgebieten zählen das Wehr- und Einsatzrecht sowie das humanitäre Völkerrecht.

Nicht selten ziehen Bundeswehrangestellte mit einem hohen Rang Juristen bei wichtigen Entscheidungen hinzu, um sich in rechtlichen Belangen abzusichern. So geben Juristen beispielsweise Handlungsempfehlungen und rechtliche Hinweise zum Einsatz von Kriegswaffen. Zweifelsohne tragen Juristen bei der BW also viel Verantwortung, die teils weit über Landesgrenzen hinausgeht.

Rechtsausbildung von Soldaten in der Truppenschule

Routinierte Juristen, die schon lange für die Bundeswehr im Einsatz sind, übernehmen auch die Rechtausbildung neuer Soldaten in der Truppenschule. Dort werden die Führungskräfte der Armee im Völkerrecht und Disziplinarrecht geschult. Außerdem können die Volljuristen als Richter beim Truppendienstgericht eingesetzt werden, um etwa Vertragsangelegenheiten zu verhandeln.

Juristen bei der BW können als Richter eingesetzt werden

Juristen bei der BW können als Richter eingesetzt werden © simpson33 / Getty Images International

Das Berufsfeld eines Juristen bei der BW variiert also je nach Einsatzbereich: Von einem beruflichen Schwerpunkt in der Verwaltung über eine Lehrfunktion bis hin zum Auftreten in der Funktion eines Staatsanwalts ist alles möglich.

Voraussetzungen für ein Juristen-Dasein bei der Bundeswehr

  • beide juristische Staatsexamina erfolgreich bestanden
  • das erste und zweite Staatsexamen mindestens mit der Note „befriedigend“ abgeschlossen oder das erste Staatsexamen mindestens mit der Note „ausreichend“ und das zweite Staatsexamen mindestens mit der Note „voll befriedigend“ abgeschlossen
  • umfangreiche Rechtskenntnisse
  • Versetzungsbereitschaft
  • gute Englischkenntnisse und bevorzugt weitere Sprachkenntnisse
  • deutsche Staatsangehörigkeit

Freiwilliger Wehrdienst bei der Bundeswehr

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Den Freiwilligen Wehrdienst gibt es seit dem 01. Januar 1996: Er bietet Interessenten die Möglichkeit, die Bundeswehr kennenzulernen, ohne eine lange Verpflichtungszeit einzugehen. Viele Bewerber nutzen ihn, um die Zeit zwischen zwei Lebensabschnitten, wie zum Beispiel Schulabschluss und Berufseinstieg, sinnvoll zu überbrücken. Wie lange der Wehrdienst dauert, können sich die Rekruten aussuchen, wobei das Minimum bei 7 und das Maximum bei 23 Monaten liegt.

Voraussetzungen und Bewerbung für den Freiwilligen Wehrdienst

Um zum Freiwilligen Wehrdienst (FWD) der Bundeswehr in der Laufbahn der Mannschaften zugelassen zu werden, müssen Bewerber zunächst einige formale Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestens 17 Jahre alt
  • Erfüllung der Vollzeitschulpflicht von zehn Jahren (Haupt- und Realschule und Gymnasium mit G9) beziehungsweise neun Jahren (Gymnasium mit G8) – ein Schulabschluss ist keine Voraussetzung
  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Bereitschaft zur bundesweiten Versetzung
  • Ab FWD über zwölf Monaten: Bereitschaft zu möglichen Einsätzen im Ausland

Wer diese formalen Voraussetzungen erfüllt, kann sich auf der Karriereseite der Bundeswehr online bewerben. Seine Bewerbung sollte man zwölf bis spätestens sechs Monate vor Beginn des FWD anschicken.
Wer sich noch nicht sicher ist, welche Laufbahn er bei der Bundeswehr einschlagen soll, kann sich außerdem in einer der über 100 Beratungsstellen ausführlich über seine Möglichkeiten informieren. Hier können Bewerber herausfinden, welche Truppengattung für sie in Frage kommt, wie lange sie den FWD absolvieren möchten und ob eine weitere Laufbahn bei der Bundeswehr in Frage kommt.
Anschließend folgt der Einstellungstest der Bundeswehr, der in die verschiedenen Bereiche

  • Computer gestützter Basistest
  • Sporttest
  • psychologisches Gespräch
  • ärztliche Untersuchung

unterteilt ist.

Ausmusterung bei der Bundeswehr:
Wann werden Soldaten nicht zugelassen? 

Viele Interessenten fragen sich vor ihrer Bewerbung, aus welchen Gründen sie möglicherweise nicht zum Freiwilligen Wehrdienst zugelassen werden. Dabei kommt es darauf an, in welchen Tauglichkeitsgrad man eingeordnet wird:

  • Wehrdienstfähig: keine Gesundheitsstörungen, daher verwendungsfähig für alle Tätigkeiten oder mit kleinen Einschränkungen zum Beispiel bei (mäßigen) Allergien, Fehlsichtigkeit oder einer Körpergröße von unter 1,79 m oder über 1,95 m
  • Vorübergehend nicht wehrdienstfähig: Gesundheitsstörungen, dessen weiterer Verlauf nicht genau absehbar sind, zum Beispiel Knochenbrüche
  • Nicht wehrdienstfähig: schwere Gesundheitsstörungen, zum Beispiel chronische Schäden an Orangenen, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wirbelsäulenkrankheiten wie Skoliose, Asthma, MS oder auch eine Körpergröße unter 1,55 m oder über 2,06 m

Struktur und Ablauf des Freiwilligen Wehrdienstes

Nach einer erfolgreichen Bewerbung beginnt für die Rekruten immer jeweils am ersten in den Monaten Januar, April, Juli oder Oktober eines Jahres der FWD. In den ersten zwei bis drei Monaten müssen die Rekruten die Allgemeine Grundausbildung der Bundeswehr durchlaufen. Anschließend folgt für ein bis zwei Monate die sogenannte „Verwendungsbezogene militärfachliche Ausbildung“, bei der die Soldatinnen und Soldaten ihrem zugeteilten Fachgebiet, zum Beispiel Panzergrenadier, Fallschirmjäger o. Ä., entsprechend weiter ausgebildet werden. Nach der eigentlichen Ausbildung (mindestens drei Monate, maximal fünf Monate) gehen die Soldaten bis zum Ende des Freiwilligen Wehrdienstes den Aufgaben ihres Dienstpostens nach.

Typischer Tagesablauf

Bei der Bundeswehr ist kein Tag wie der andere und statt eintönigem Alltag gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Trotzdem fragen sich viele, die einen Freiwilligen Wehrdienst in Betracht ziehen, wie ein typischer Tag bei der Bundeswehr abläuft:

  • 6:45 Uhr bis 7:00 Uhr: Antreten
  • 7:00 Uhr bis 11:00 Uhr: Frühsport und Übungseinheiten wir Schießtraining, Hindernisbahn oder Sanitätsausbildung
  • 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr: Mittagspause
  • 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr: Theoretischer Unterricht, zum Beispiel über die Geschichte und Einsätze der Bundeswehr, Waffenlehre o. Ä.
  • 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr: Umsetzen der Theorie, zum Beispiel Auseinanderbauen und Pflege verschiedener Waffen
  • 16 Uhr: Abschlussantreten inklusive Nachbesprechung

Verdienst im Freiwilligen Wehrdienst

Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten neben dem standartmäßigen Wehrsold einen Wehrdienstzuschlag. Beides steigt während des FWDs immer wieder an. Unserer Übersicht könnt ihr entnehmen, wie sich der Wehrsold insgesamt zusammensetzt und wie viel Freiwillig Wehrdienstleistende in welchem Monat verdienen:


Wehrdienstdauer
1. bis 3. Monat 4. bis 6. Monat 7. bis 12. Monat 13. bis 18. Monat 19. bis 23. Monat
Wehrsold 342,30 € 365,40 € 388,50 € 411,30 € 411,30 €
Wehrdienstzuschlag 495,00 € 495,00 € 675,00 € 735,00 € 795,00 €
 

Wehrsold gesamt


837,30 €
 

860,40 €

 

1.063,50 €

 

1.146,30 €

 

1.206,30 €

Vorteile mit der Bundeswehr als Arbeitgeber

Ärtztlich Versorgung ist für Frewillig Wehrdienstleistende kostenlos © Ivan-balvan / Getty Images International

Für viele (ehemalige) Soldaten ist die Zeit bei der Bundeswehr eine der aufregendsten ihres Lebens: Sie erfahren echte Kameradschaft, stellen sich die ganze Zeit über immer wieder neuen Herausforderungen und gehen bis an ihre Grenzen. Zudem erfüllen Soldaten der Bundeswehr eine sinnvolle Aufgabe, indem sie Deutschland und seine Gesellschaft schützen.
Neben diesen persönlichen Errungenschaften gibt es noch weitere Vorteile, die sich sehen lassen können. So haben Soldaten der Bundeswehr einen sicheren Arbeitsplatz bei einem der größten Arbeitgeber Deutschlands inklusive Gehalt nach Tarif. Verpflegung, Unterkunft in der Kaserne und eine ärztliche Versorgung stehen den Soldaten kostenlos zur Verfügung; die Soldaten sind also nicht standardmäßig bei einer Krankenversicherung versichert, dennoch stehen ihnen alle gesetzlichen Leistungen zu. Zwar sind Soldaten während ihrer Zeit bei der Bundeswehr nicht rentenversichert, allerdings zahlt die BW nach der Wehrdienstzeit die Beiträge nachträglich in voller Höhe nach, wenn die Soldaten anschließend wieder in einen rentenversicherungspflichtigen Beruf einsteigen (keine Beamten).
Zudem bietet die Bundeswehr den Soldaten stetig Weiterbildungs- und gegebenenfalls Aufstiegsmöglichkeiten an. So kann man beispielsweise Ausbildungen oder sogar ein Studium bei der Bundeswehr absolvieren.

Wochenende und Urlaub während des FWD

Während des Freiwilligen Wehrdienstes stehen den Rekruten selbstverständlich auch Urlaub und dienstfreie Wochenenden zu. Ab Freitagnachmittag dürfen sie das Kasernengelände nach Feierabend verlassen und müssen sich erst am Sonntagabend um 22 Uhr wieder dort melden. Falls die Soldaten mit dem Zug in ihre Heimat fahren, ist die Fahrt für sie in der zweiten Klasse kostenlos. Ausgenommen sind hierbei Fahrten im Intercity-Express (ICE).
Während der Allgemeinen Grundausbildung herrscht Urlaubssperre, danach haben Soldaten 30 Urlaubstage im Jahr zur Verfügung; bei einem FWD von weniger als zwölf Monaten entsprechend weniger. Den Urlaub können die Rekruten zu jeder Zeit nehmen, dieser muss nur vom Vorgesetzten bestätigt werden. Urlaubtage, die man am Ende noch über hat, werden den Soldaten ausgezahlt.

 

Quellen:
Broschüre „Freiwillig dienen – Ein Wegweiser zum Freiwilligen Wehrdienst“
https://www.bundeswehrentdecken.de/soldatenberuf/freiwilliger-wehrdienst , Stand: 08.06.2018

Die Vorteile als Soldat:
Rabatte und Vergünstigungen

Ärztliche Versorgung bei der Bundeswehr

 

Ihr steht vor der Wahl, welche berufliche Richtung ihr in eurer Zukunft einschlagen möchtet? Wie wäre es denn vielleicht mit einem Job bei der Bundeswehr? Diese positioniert sich schon über Jahre hinweg als attraktiver Arbeitgeber. Alleine die Auswahl an verschiedenen Berufsbildern, die bei der Bundeswehr angeboten werden, hat ihre Vorteile. Ob zivile oder militärische Laufbahn – ihr habt eine vielfältige Berufsauswahl, um Karriere bei der Bundeswehr zu machen. Und die bringen euch einige Vorteile.

Verpflichtungszeiten bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr bietet euch verschiedene Möglichkeiten, um in den Beruf einzusteigen. Entweder startet ihr mit dem Freiwilligen Wehrdienst, der 7-23 Monate dauert. Hier könnt ihr die Bundeswehr erstmal kennen lernen, ohne euch für einen längeren Zeitraum zu verpflichten. Oder ihr verpflichtet euch als Soldat auf Zeit für einen bestimmten Zeitraum und startet so eure Ausbildung. Die Zeit wird anhand eurer Berufsausbildung gemessen. Es wird also geschaut, wie lange ihr für die Ausbildung, das Studium oder vielleicht den Meister braucht. Das können dann schon mal bis zu 13 Jahre sein. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, als Berufssoldat angestellt zu werden. Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten genießen einen Beamtenstatus, welcher in einigen Bereichen Vorteile mit sich bringt. Aber auch freiwillige Wehrdienstleistende haben Vorteile im Alltag.

Bei Versicherungen und Verträgen können einige Soldaten aufgrund ihres Beamtenstatus Vergünstigungen bekommen. © ronstik/Getty Images International

Vorteile für Soldaten im Alltag

Durch den Beamtenstatus haben Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit zum Beispiel den Vorteil, dass sie von ihrem Gehalt nur wenige Abgaben haben. Beispielsweise entfallen Sozialversicherungsbeiträge. Lediglich die Pflegeversicherung und Steuern werden eingezogen. Ein weiterer Vorteil: die „freie Heilfürsorge“. Das bedeutet, dass Soldaten sich nicht krankenversichern müssen. Sie können sich kostenlos von den Ärzten der Bundeswehr behandeln lassen. Auch bei Vertragsabschlüssen oder Versicherungen, beispielsweise für die KFZ-Versicherungen, können Soldaten durch ihren Beamten-Status von Vergünstigungen profitieren. Daneben gibt es für Handy, Internet und Co. bestimmt Vorteilsprogramme und exklusive Rabatte. Günstigere Preise erhalten auch freiwillige Wehrdienstleistende bei vielen Freizeitbeschäftigungen, Bibliotheken, Schwimmbäder u.v.m.

Regelmäßige Gesundheitschecks garantieren, dass Soldaten zu jeder Zeit fit und einsatzbereit sind. Dabei müssen Soldaten keinen Beitrag zur Krankenversicherung zahlen. ©SARINYAPINNGAM/Getty Images International

Persönliche Entwicklung und körperliche Fitness als Vorteil

Für einen Großteil startet die Karriere bei der Bundeswehr mit der dreimonatigen Grundausbildung. Dort wird als erstes die Selbstständigkeit auf die Probe gestellt: Stube säubern, Ausrüstung pflegen – all dies muss von den Soldaten selbst ausgeführt werden. Zwar ist der Umgangston bei der Bundeswehr zu Beginn vielleicht etwas rau und gewöhnungsbedürftig, jedoch wird dadurch Disziplin weitergeben. Diese wird euch auch in der Zukunft von Vorteil sein. Neben den positiven inneren Veränderungen steht auch der Körper bei der Bundeswehr im Fokus. Ein gesunder Lebensstil gehört, ebenso wie Sport, zum Alltag eines Soldaten. Somit ist eure körperliche Fitness ein weiterer Vorteil. Auch auf die Gesundheit wird bei der Bundeswehr großen Wert gelegt – schließlich ist ein Soldat nur so uneingeschränkt einsatzbereit.

Sport und Fitness-Training bringen den Vorteil mit sich, dass Soldaten einen gesunden Lebensstil behalten. ©erlucho/Getty Images International

Das Musikfest
der Bundeswehr 2018

Am 22. September 2018 ist es soweit: Das Internationale Militär-Tattoo Musikfest der Bundeswehr geht in die zweite Runde. Nach einer ausgesprochen erfolgreichen Auftakt-Veranstaltung im vergangenen Jahr sind die Erwartungen hoch. Mehr als 800 Mitwirkende aus sieben Nationen präsentieren ihr Können im ISS Dome in Düsseldorf. Wie 2017 wird auch in diesem Jahr Johannes B. Kerner durch die Veranstaltung führen.

Die Vereinigten Staaten werden vertreten durch die US Army Europe Band and Chorus, einem faszinierenden Orchester, welches in Rheinland-Pfalz stationiert ist. Auch der Auftritt der Wiener Gardemusik, einem dynamischen und jungen Orchester aus Österreich, wird mit Spannung erwartet. Die „Flyeing Grandpas“ bieten eine Trampolin-Turnparodie und begeistern mit ihren atemberaubenden Stunts Groß und Klein.

Was ist ein Militär-Tattoo?

Wer bei einem Militär-Tattoo jetzt an einen Tiger Panzer oder ein Rang-Abzeichen in Tattoo-Form denkt, liegt absolut daneben. Der Begriff „Tattoo“ kommt in diesem Zusammenhang aus dem Englischen und wird vom Wort „Zapfenstreich“ abgeleitet. Das ist eine Armee-Tradition mit Trompetenklängen und Co., mit der in Deutschland hohe Amtsträger aus ihrem Amt verabschiedet werden. Beim Militär-Tattoo Musikfest der Bundeswehr handelt es sich um ein Event für die ganze Familie: Militärorchester aus der ganzen Welt kommen zusammen, um das Publikum zu unterhalten.

Rückblick: So war das Musikfest der Bundeswehr 2017

Mehr als 10.000 Zuschauer erlebten im vergangenen Jahr eine Musikveranstaltung der Extraklasse im Düsseldorfer ISS Dome. Schon das Warm-Up in der Düsseldorfer Altstadt zog unzählige Personen an: Die Big Band der Bundeswehr spielte vor einer eindrucksvollen Kulisse.

Top Formationen aus Deutschland, Tschechien, Norwegen, der Schweiz, Schottland und den Niederlanden präsentierten in mehr als zwei Stunden eindrucksvolle Musikstücke, spannende Acts und humorvolle Bühnenshows. Gesanglich unterstützt wurden die Auftritte von fulminanten Chören und dem Kultstar Heino. Spätestens beim spektakulären Finale hielt es keinen Besucher des ersten BW Musikfestes mehr auf dem Sitz.

Weitere Infos zur Veranstaltung und Tickets findet ihr unter https://www.musikfestbw.de/.

Musikkorps der Bundeswehr
Kreativität trifft Uniform

musikkorps-bundeswehr

Bundeswehr und Kreativität – diese beiden Punkte scheinen auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen zu passen. Dennoch gibt es auch bei der Bundeswehr durchaus kreative Bereiche; einer davon ist der Militärmusikdienst. Der musikalische Fachdienst, offiziell Zentrum Militärmusik der Bundeswehr („ZMilMusBw“ genannt), übernimmt verschiedene Aufgaben zur musikalischen Unterstützung und Untermalung von Staatsempfängen, Konzerten und Zeremonien.

Standorte der Musikkorps

Das „Zentrum Militärmusik der Bundeswehr“ ist die höchste Führungsebene des Musik-Fachdienstes. Die Zentrale befindet sich in Bonn-Hochkreuz und ist dort dem Streitkräfteamt unterstellt. Seit der Gründung am 01. Januar 1956 bis zur Neuausrichtung der Bundeswehr im Jahr 2009 wurde dieser Fachdienst als „Militärmusikdienst“ bezeichnet.
Die dem Zentrum der Militärmusik unterstellten Truppenteile werden Klangkörper genannt – derzeit gibt es fünfzehn Klangkörper, die teilweise überschneidende, aber auch voneinander abweichende Aufgabenfelder abdecken:

  • Ausbildungsmusikkorps
  • Stabsmusikkorps
  • Musikkorps
  • Big Band
  • Gebirgsmusikkorps
  • Heeresmusikkorps mit Standorten in Hannover, Kassel, Koblenz, Neubrandenburg, Ulm, Veitshöchheim
  • Luftwaffenmusikkorps mit Standorten in Erfurt und Münster
  • Marinemusikkorps mit Standorten in Kiel und Wilhelmshaven

Vier der fünfzehn Klangkörper übernehmen jeweils gesonderte Aufgaben:

Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr

Das Ausbildungsmusikkorps (AusbMusKorpsBw) ist die Ausbildungseinrichtung des Zentrums  der Militärmusik der Bundeswehr. Es befindet sich in Hilden, Nordrhein-Westfalen, und ist der erste Anlaufpunkt für die angehenden Musiker der Bundeswehr. Neben ihrem Studium an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf erlernen die Soldaten des Militärmusikdienstes die praktische Umsetzung in einem Musikkorps der Bundeswehr.

Musikkorps der Bundeswehr

Das Musikkorps (MusKorpsBw) ist für repräsentative Konzerte der Bundeswehr im In- und Ausland verantwortlich. Gemeinsam mit dem Wachbataillon des Bundesministeriums der Verteidigung ist dieser Truppenteil für den protokollarischen Ehrendienst (Empfang mit militärischen Ehren bei Staatsbesuchen nach festgelegtem Zeremoniell) zuständig. Damit bildet das Musikkorps sozusagen das Aushängeschild der deutschen Militärmusik.
Zum musikalischen Programm gehören vor allem klassische Werke, Marschmusik und sinfonische Blasmusik. Neben repräsentativen Aufgaben, zum Beispiel bei Staatsbesuchen, spielt das Musikkorps der Bundeswehr auch regelmäßig Benefizkonzerte.

Stabsmusikkorps der Bundeswehr 

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Stabsmusikkorps an der Julius-Leber-Kaserne Berlin ©Bundeswehr/Isabell Kurtze.

Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr (StMusKorpsBw) kommt insbesondere beim Empfang von Staatsgästen zum Einsatz – daher müssen die Musiker des Stabsmusikkorps alle Nationalhymnen der Welt spielen können.
Im Stabsmusikkorps, bestehend aus einem Orchester und einem Spielmannszug, sind etwa 100 Musikerinnen und Musikern tätig. Allerdings tritt nicht immer der vollständige Stabsmusikkorps auf: Je nach Anlass gibt es auch Konstellationen aus kleineren Gruppen wie zum Beispiel eine Jazzband.
Gespielt werden neben klassischer Musik und Märschen auch diverse Opern, Musicals und sogar moderne Musikrichtungen wie Rock und Pop.

Big Band der Bundeswehr 

Der wohl außergewöhnlichste Truppenteil des Zentrums der Militärmusik ist die Big Band – ein  Showorchester, das besonders bei Benefizveranstaltungen, Galas, Bällen und Festen auftritt.
Die Big Band spielt jedes Jahr eine eigene Tour durch ganz Deutschland: Während von Mai bis August vor allem Open-Air-Konzerte auf dem Programm stehen, spielen sie im restlichen Jahr ihre Showkonzerte in den größten Hallen Deutschlands.
Im Vergleich zu anderen Truppenteilen der Militärmusik gibt es bei der knapp 30 Mann starken Big Band der Bundeswehr auch Instrumente wie E-Bass und Gitarre, sodass auch Rock- und Popsongs interpretiert werden. Einige der Konzerte findet ihr auf dem YouTube Kanal der Big Band der Bundeswehr.

Quellen

Broschüre „Der Militärmusikdienst“ (Bundeswehr Karriere)

https://www.bigband-bw.de/bigband-bw/die-band.php Stand 16.07.2018

http://www.kommando.streitkraeftebasis.de/portal/a/kdoskb/start/ska/zmilmusbw/!ut/p/z1/04_Sj9CPykssy0xPLMnMz0vMAfIjo8zinSx8QnyMLI2MXDxdnAwcvb1CLQI9DAwN3M31wwkpiAJKG-AAjgb6wSmp-pFAM8xxmmFhqB-sH6UflZVYllihV5BfVJKTWqKXmAxyoX5kRmJeSk5qQH6yI0SgIDei3KDcUREAh_siCA!!/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922DIDB0AKJU8QH01081 Stand 16.07.2018

http://www.kommando.streitkraeftebasis.de/portal/a/kdoskb/start/ska/zmilmusbw/ausbmuskorpsbw/!ut/p/z1/04_Sj9CPykssy0xPLMnMz0vMAfIjo8zinSx8QnyMLI2MQlx8LQwcPV1dQrxCggwNDAz0wwkpiAJKG-AAjgb6wSmp-pFAM8xxm2GqH6wfpR-VlViWWKFXkF9UkpNaopeYDHKhfmRGYl5KTmpAfrIjRKAgN6LcoNxREQBkjv8S/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922TDM80AIEDTJTR1005 Stand 16.07.2018

http://www.kommando.streitkraeftebasis.de/portal/a/kdoskb/start/ska/zmilmusbw/bigbandbw/!ut/p/z1/04_Sj9CPykssy0xPLMnMz0vMAfIjo8zinSx8QnyMLI2MfFwszA0cPd2cvUItgw0M3M30wwkpiAJKG-AAjgb6wSmp-pFAM8xxmmEBVKQfpR- VlViWWKFXkF9UkpNaopeYDHKhfmRGYl5KTmpAfrIjRKAgN6LcoNxREQD0peCe/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922LD870AIFCJU9S0080 Stand 16.07.2018

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Die Bundeswehr präsentiert:
Das fliegende Krankenhaus

Der Airbus A400M ist deutschlandweit bekannt als Pannenflieger. Seit der Auslieferung des ersten Fliegers im Dezember 2014 gab es immer wieder Probleme und Komplikationen. Jetzt wird dem Flugzeug eine neue Funktion zugeteilt: Es wird zum Krankenhaus über den Wolken. Das erste Sanitätsflugzeug wurde am 01. August in Berlin vorgestellt.

Der Innenraum des Airbus A400M wird dabei zu einer Intensivstation umgebaut. Beatmungsgeräte, Vorrichtungen für zuverlässiges Patienten-Monitoring (Messung von Herzfrequenz oder Blutdruck) sowie Geräte für Infusionen über Pumpen gehören zur Ausstattung. Verwundete Soldaten können bis zu zehn Stunden an Bord mit Sauerstoff versorgt werden. Die Möglichkeit zur strategischen, medizinischen Evakuierung gab es bislang nur mit der alten Passagiermaschine Airbus A310.

Die Geschichte des Airbus A400M

Lange Zeit hat der A400M nur negative Schlagzeilen evoziert: Politische Streitigkeiten sowie technische Komplikationen wie Triebwerksprobleme und Risse im Rumpf sorgen für den schlechten Ruf des Militärflugzeugs von Airbus. Insgesamt wurden bei Airbus 53 Maschinen bestellt, doch durch die Probleme bei Produktion und Lieferung kam es zu elf Jahren Verzögerung und einer Kostenerhöhung um 1,5 Milliarden Euro. Damit wurde der Airbus A400M für die deutsche Bundeswehr vom Vorzeigeprojekt zum Problemfall und gilt als Symbol für die miserablen Zustände bei der Beschaffung von Rüstungsgütern. Bisher wurden 19 Flieger geliefert, die allesamt in Wunstorf stehen. Nur acht davon sind flugbereit, an den anderen wird planmäßig oder außerplanmäßig gearbeitet. Als Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen 2017 mit dem „Problemvogel“ fliegen wollte, musste die Maschine wegen einer technischen Panne am Boden bleiben. Mittlerweile wurden schon einigen A400M-Flieger zu fliegenden Tankstellen umgebaut, sodass sie der Luftbetankung von Kampfflugzeugen dienen. Bis 2026 sollen alle 53 bestellten Maschinen geliefert werden. Die Bundeswehr plant, 13 Flugzeuge wieder zu verkaufen.

Airbus A400M wird zu fliegendem Krankenhaus umgebaut ©AndyHolter/Getty Images International

So funktioniert das fliegende Krankenhaus aus

Im Innenraum eines Airbus A400M finden normalerweise 116 Soldaten inklusive Besatzung Platz. Die Besatzung des fliegenden Krankenhauses beschränkt sich auf 14 Soldaten, davon elf aus dem medizinischen Bereich. Innerhalb von vier bis sechs Stunden wird das Flugzeug umgebaut, sodass sechs Liegen und alle notwendigen medizinischen Geräte an Bord installiert werden können. Die Tragen sind etwas schmaler als Krankenhaus-Betten, ansonsten gleicht der Innenraum der Maschine einer Intensivstation. Die Patienten müssen transportfähig sein und am Einsatzort bereits versorgt und/oder operiert worden sein. Da die Druckverhältnisse im Flugzeug nicht gut sind, sind Operationen an Bord nicht geplant. Die Aufgabe der Ärzte ist es, die verletzten Soldaten zu stabilisieren und sie sicher nach Deutschland zu bringen. Dort werden sie von Ärzten der Bundeswehr-Krankenhäuser in Berlin oder Hamburg weiter versorgt. Das Krankenhaus-Flugzeug wird gebraucht, wenn die Bundeswehr in Zukunft auf Einsätzen wieder in schwere Kampfhandlungen verstrickt wird. 2019 sind ca. 30 Einsätze für den Airbus geplant. Derzeit ist erst eine Maschine einsatzbereit, bis 2020 soll es vier fliegende Intensivstationen geben.

Vorteile des Airbus A400M 

Das Flugzeug hat eine Reichweite von 7.000 Kilometern. Damit kann es aus Afghanistan oder Mali ohne Tankstopp bis nach Deutschland durchfliegen. Der sogenannte Schulterdecker mit vier Propeller-Motoren ist mit einem „Armoring Kit“ ausgestattet. Das bedeutet, dass das Flugzeug leichtem Beschuss standhalten kann. Im Vergleich zum Oldtimer-Transportflugzeug „Transall“ beschreiben Piloten den Airbus A400M als modernen SUV: er überzeugt durch technische Finesse, Komfort und eine zeitgemäße Robustheit.

Musiker bei der Bundeswehr:
Soldat im Militärmusikdienst

musiker-bei-der-bundeswehr-dirigent

Der Militärmusikdienst der Bundeswehr dient der Bundesrepublik Deutschland als Repräsentant bei Staatsbesuchen, Zeremonien und Konzerten – entsprechend wichtig ist die Ausbildung der Musiker. Wir zeigen euch, welche Voraussetzungen Bewerber erfüllen müssen, um Musiker bei der Bundeswehr zu werden und wie ihre anschließende Ausbildung aussieht:

Bewerbung und Voraussetzungen zum Musiker bei der Bundeswehr

Die Bewerbungsfrist für den Militärmusikdienst ist immer der 01. März eines Jahres. Anschließend folgt im April die musikfachliche Eignungsfeststellung.

Folgende Voraussetzungen müssen Bewerber in jeder Laufbahn erfüllen:

  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Mindestens 18, maximal 32 Jahre für eine Laufbahn in der Mannschaft beziehungsweise 25 Jahre als Feldwebel oder Offizier
  • Vollzeitschulpflicht erfüllt – ein Schulabschluss ist in der Mannschafts-Laufbahn keine Voraussetzung
  • Bereitschaft zur bundesweiten Versetzung und zu Einsätzen im Ausland
  • Beherrschen eines im sinfonischen Blasorchester gebräuchlichen Instruments
    (Querflöte, Oboe, Klarinette (deutsches System), Fagott, Saxophon, Waldhorn, Trompete, Tenorhorn/ Bariton, Posaune, Tuba, Keyboard oder Schlagzeug)

Anschließend müssen alle Bewerber neben dem allgemeinen Einstellungstest der Bundeswehr ebenfalls die musikalische Eignungsprüfung bestehen.

Offizier im Militärmusikdienst: Kapellmeister und Dirigent bei der Bundeswehr 

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Auch Theorie gehört zum Musik-Studium bei der Bundeswehr © DragonImages /Getty Images International

Zusätzlich zu den Grundvoraussetzungen müssen Bewerber, die die Offizierslaufbahn anstreben, noch weitere Voraussetzungen erfüllen:

  • Abitur, Fachabitur oder fachgebundene Hochschulreife
  • Bestehen der Eignungsprüfung der Dirigentenklasse der Robert-Schumann-Hochschule
  • Körperliche und geistige Eignung für eine Offizierslaufbahn: Mit Hilfe des Einstellungstests der Bundeswehr, zu dem auch ein psychologisches Gespräch gehört, wird geprüft, inwiefern sich Bewerber für eine Laufbahn der Offiziere eignet
  • Sehr gute Fähigkeiten am Piano und in der Musiktheorie
  • Verpflichtungszeit: 18 Jahre inklusive der Ausbildung mit integriertem Hochschulstudium

Aufbau der Ausbildung zum Musiker im Militärdienst

Wer für die Laufbahn als Offizier im Militärmusikdienst angenommen wurde, durchläuft sowohl eine militärische als auch eine musikalische Ausbildung – beide Teile zusammen dauern etwa fünf Jahre. Die militärische Ausbildung besteht aus der allgemeinen Grundausbildung der Bundeswehr, mehreren Offizierslehrgängen an der Sanitätsakademie sowie der Ausbildung für die praktische Verwendung bei der Truppe. Diese militärische Ausrichtung auf den Sanitätsdienst ist damit begründet, dass die Musiker bei der Bundeswehr im Notfall eine Alternativverwendung als Sanitäter finden.
Die musikalische Ausbildung findet in Form des Studiums „Orchesterleitung (Dirigieren)“ an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf statt. Mit einem Studium bei der Bundeswehr erreichen die Studenten dementsprechend den gleichen Abschluss wie ihre zivilen Kommilitonen. Zusätzlich gibt es praktische Übungen beim Ausbildungsmusikkorps, das sich ebenfalls im Regierungsbezirk Düsseldorf befindet.  

Aufgaben als Musiker in der Offizierslaufbahn

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Wie andere Offiziere müssen auch Dirigent bei der Bundeswehr unterstellte Soldaten führen © cyano66/Getty Images International

Stabsoffiziere im Militärmusikdienst sind als künstlerische Leiter tätig und beraten in ihrer Position als Disziplinarvorgesetzte andere Fachdienste der Bundeswehr. Zusätzlich tragen sie Verantwortung für die Ausbildung von Orchestermitgliedern: Sie bilden die Schnittstelle zwischen dem kreativen und dem militärischen Bereich.
Als Dirigent leiten und spielen sie Kammer- und Wohltätigkeitskonzerte und auch (Open Air-) Festivals. Einige der Konzerte des findet ihr auf dem YouTube Kanal des Musikkorps der Bundeswehr.

Die Bundeswehr als Arbeitgeber im Musikmilitärdienst

Musiker, die bei der Bundeswehr tätig sind, haben einige Vorteile mit einer Karriere bei der Bundeswehr: Viele studierte zivile Musiker suchen nach ihrem Studium frustriert nach einem Arbeitsplatz, da die Plätze in Orchestern begrenzt und extrem begehrt sind. Mit einer Ausbildung als Musiker inklusive Studium bei der Bundeswehr brauchen sich die Musiker keine Sorge um einen sicheren Arbeitsplatz machen.

 

Quellen

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/15348.pdf

https://www.bundeswehrkarriere.de/karriere/musikstabsoffizier/33162