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Mittlerer nichttechnischer Dienst
– Die Verwaltung der Bundeswehr

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Wo Truppen im Einsatz sind, braucht es Leute, die Waren wie Ausrüstung und Nahrungsmittel bestellen oder Zahlungen abwickeln: Die Beamten im mittleren nichttechnischen Dienst sorgen dafür, dass die Abläufe in der Verwaltung der Bundeswehr reibungslos funktionieren. Wir zeigen euch, wie der Direkteinstieg oder die Ausbildung zum Beamten im mittleren nichttechnischen Dienst aussieht, welche Aufgaben dieser Beruf mit sich bringt und wie es sich mit der Besoldung von Beamten bei der Bundeswehr verhält:

Bewerbung und Ausbildung im mittleren nichttechnischen Dienst

Für die Bewerbung um eine Stelle im mittleren nichttechnischen Dienst müssen die Bewerber einige Voraussetzungen erfüllen. Dabei ist es egal, ob es sich um die Bewerbung für eine Ausbildung oder für einen Direkteinstieg handelt:

  • Unter 51 Jahre alt
  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Bereitschaft sowohl zur Versetzung in Deutschland sowie zu Auslandseinsätzen
  • Guter Realschul- oder sehr guter Hauptschulabschluss
  • Erfolgreich abgeschlossene förderliche Berufsausbildung

Haben Bewerber nach ihrer Berufsausbildung bereits Erfahrung in einem relevanten Bereich gesammelt, können sie sich als Direkteinsteiger bei der Bundeswehr bewerben.
Hat ein Bewerber „nur“ eine abgeschlossene Berufsausbildung im Verwaltungsbereich ohne anschließende Erfahrung, durchläuft er zuerst eine zweijährige Laufbahnausbildung zum Beamtenanwärter. Dabei findet neben der praktischen auch eine theoretische Ausbildung statt. Dafür gibt es Ausbildungseinrichtungen in Berlin oder Oberammergau (Bayern).

Aufgaben im mittleren nichttechnischen Dienst

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Buchhaltung und Controlling sind mögliche Aufgaben im mittleren nichttechnischen Dienst © mapodile / Getty Images International

Die Aufgaben für Beamte im mittleren nichttechnischen Dienst können stark variieren. Hier spielt es eine große Rolle, in welchem Bereich sie eingesetzt werden. Möglich sind Anstellungen in folgenden Bundesämtern:

  • Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw)
    • Infrastrukturbedarf der Bundeswehr, Materialbeschaffung, Buchhaltung und Controlling sowie Natur- und Umweltschutz
  • Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw)
    • Rüstungsbeschaffung, Entwicklung von Wehrmaterial (Waffen- und IT-Systeme), Bereitstellung und Entwicklung von technischen Lösungen
  • Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
    • Gewinnung, Entwicklung und Gliederung des gesamten Bundeswehrpersonals sowie Aus- und Weiterbildungen von Soldaten in jedem Bereich
  • Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst (BAMAD)
    • Sammlung und Auswertung von Informationen zur Abwehr von Terrorismus, Spionage und Sabotage

Besoldung im mittleren nichttechnischen Dienst 

Die Besoldung im mittleren nichttechnischen Dienst ist abhängig von der Berufserfahrung, die die Bewerber mitbringen. Wer zuerst die zweijährige Laufbahnausbildung absolvieren muss, weil nicht ausreichend Berufserfahrung nach der Ausbildung vorhanden ist, erhält einen Besoldungsgrundbetrag von 1.168,99 Euro brutto (Stand August 2018). Gegebenenfalls kommen hier noch Zuschläge für Verheiratete und Eltern hinzu. Der offizielle Begriff für die Besoldung in dieser Ausbildung nennt sich „Anwärterbezug“, da man Anwärter für die Beamtenlaufbahn ist.
Nach der Ausbildung beziehungsweise für Direkteinsteiger beginnt in im Grundgehalt A 6. Das Grundgehalt, welches bei der Bundeswehr in öffentlich einsehbare Stufen eingeteilt ist, richtet sich nach dem Dienstgrad. Angestellte im mittleren nichttechnischen Dienst beginnen in der Regel mit der Stufe A6 und sind damit den Stabsunteroffizieren gleichgestellt. Mit der Erfahrungsstufe 1 liegt der Bruttodienstbezug für einen ledigen Beamten bei 2.320,67 Euro (Stand August 2018, vorläufige Angabe der Bundeswehr).
Das Gehalt steigt mit der gesammelten Berufserfahrung an. Wie viel Beschäftigte bei der Bundeswehr genau verdienen werden, können sie vorher beim Bezugsrechner nachrechnen.

 

Quellen

https://www.dbb.de/fileadmin/pdfs/einkommenstabellen/besoldungstab_bund_180301.pdf am 23.08.2018
https://www.bundeswehrkarriere.de

Juristen bei der Bundeswehr – Rechtsberater im In- und Ausland

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Für Juristen gibt es interessante Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Juristen können entweder Rechtsberater als Zivilist im Inland sein oder als Soldat im Auslandseinsatz in die Rolle des Rechtsberaters schlüpfen.

Jurist der deutschen Wehrverwaltung sein

Fasst man die Zahl der beschäftigten Juristen in der Wehrverwaltung und in der Rechtspflege zusammen, kommt man auf etwa 1.200 Juristen, die bei der Bundeswehr angestellt sind. Eine Aufgabe von Juristen bei der Bundeswehr ist es, den militärischen Kommandeuren Rede und Antwort in allen Rechtsangelegenheiten zu stehen. Ein Großteil ihrer Arbeit in diesem Bereich dreht sich um Fragen zum Verwaltungsrecht, Disziplinarrecht (teil des Beamtenrechts) oder um das Beschwerdewesen. Darüber hinaus kümmern sich BW-Rechtsberater um personalrechtliche Angelegenheiten und beantworten Fragen zur Laufbahn bei der Bundeswehr. Im Betätigungsfeld der Wehrverwaltung ähneln die Aufgaben der Bundeswehr-Juristen denen von Unternehmensjuristen oder Verwaltungsjuristen einer Stadt.

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Bundeswehrjurist im Inland © Wavebreakmedia / Getty Images International

Bundeswehrjurist als Stabsoffizier im Ausland

Juristen der Bundeswehr können auch als Stabsoffizier im Auslandseinsatz unterwegs sein. Zu ihren Spezialgebieten zählen das Wehr- und Einsatzrecht sowie das humanitäre Völkerrecht.

Nicht selten ziehen Bundeswehrangestellte mit einem hohen Rang Juristen bei wichtigen Entscheidungen hinzu, um sich in rechtlichen Belangen abzusichern. So geben Juristen beispielsweise Handlungsempfehlungen und rechtliche Hinweise zum Einsatz von Kriegswaffen. Zweifelsohne tragen Juristen bei der BW also viel Verantwortung, die teils weit über Landesgrenzen hinausgeht.

Rechtsausbildung von Soldaten in der Truppenschule

Routinierte Juristen, die schon lange für die Bundeswehr im Einsatz sind, übernehmen auch die Rechtausbildung neuer Soldaten in der Truppenschule. Dort werden die Führungskräfte der Armee im Völkerrecht und Disziplinarrecht geschult. Außerdem können die Volljuristen als Richter beim Truppendienstgericht eingesetzt werden, um etwa Vertragsangelegenheiten zu verhandeln.

Juristen bei der BW können als Richter eingesetzt werden

Juristen bei der BW können als Richter eingesetzt werden © simpson33 / Getty Images International

Das Berufsfeld eines Juristen bei der BW variiert also je nach Einsatzbereich: Von einem beruflichen Schwerpunkt in der Verwaltung über eine Lehrfunktion bis hin zum Auftreten in der Funktion eines Staatsanwalts ist alles möglich.

Voraussetzungen für ein Juristen-Dasein bei der Bundeswehr

  • beide juristische Staatsexamina erfolgreich bestanden
  • das erste und zweite Staatsexamen mindestens mit der Note „befriedigend“ abgeschlossen oder das erste Staatsexamen mindestens mit der Note „ausreichend“ und das zweite Staatsexamen mindestens mit der Note „voll befriedigend“ abgeschlossen
  • umfangreiche Rechtskenntnisse
  • Versetzungsbereitschaft
  • gute Englischkenntnisse und bevorzugt weitere Sprachkenntnisse
  • deutsche Staatsangehörigkeit

Freiwilliger Wehrdienst bei der Bundeswehr

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Den Freiwilligen Wehrdienst gibt es seit dem 01. Januar 1996: Er bietet Interessenten die Möglichkeit, die Bundeswehr kennenzulernen, ohne eine lange Verpflichtungszeit einzugehen. Viele Bewerber nutzen ihn, um die Zeit zwischen zwei Lebensabschnitten, wie zum Beispiel Schulabschluss und Berufseinstieg, sinnvoll zu überbrücken. Wie lange der Wehrdienst dauert, können sich die Rekruten aussuchen, wobei das Minimum bei 7 und das Maximum bei 23 Monaten liegt.

Voraussetzungen und Bewerbung für den Freiwilligen Wehrdienst

Um zum Freiwilligen Wehrdienst (FWD) der Bundeswehr in der Laufbahn der Mannschaften zugelassen zu werden, müssen Bewerber zunächst einige formale Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestens 17 Jahre alt
  • Erfüllung der Vollzeitschulpflicht von zehn Jahren (Haupt- und Realschule und Gymnasium mit G9) beziehungsweise neun Jahren (Gymnasium mit G8) – ein Schulabschluss ist keine Voraussetzung
  • Deutsche Staatsbürgerschaft
  • Bereitschaft zur bundesweiten Versetzung
  • Ab FWD über zwölf Monaten: Bereitschaft zu möglichen Einsätzen im Ausland

Wer diese formalen Voraussetzungen erfüllt, kann sich auf der Karriereseite der Bundeswehr online bewerben. Seine Bewerbung sollte man zwölf bis spätestens sechs Monate vor Beginn des FWD anschicken.
Wer sich noch nicht sicher ist, welche Laufbahn er bei der Bundeswehr einschlagen soll, kann sich außerdem in einer der über 100 Beratungsstellen ausführlich über seine Möglichkeiten informieren. Hier können Bewerber herausfinden, welche Truppengattung für sie in Frage kommt, wie lange sie den FWD absolvieren möchten und ob eine weitere Laufbahn bei der Bundeswehr in Frage kommt.
Anschließend folgt der Einstellungstest der Bundeswehr, der in die verschiedenen Bereiche

  • Computer gestützter Basistest
  • Sporttest
  • psychologisches Gespräch
  • ärztliche Untersuchung

unterteilt ist.

Ausmusterung bei der Bundeswehr:
Wann werden Soldaten nicht zugelassen? 

Viele Interessenten fragen sich vor ihrer Bewerbung, aus welchen Gründen sie möglicherweise nicht zum Freiwilligen Wehrdienst zugelassen werden. Dabei kommt es darauf an, in welchen Tauglichkeitsgrad man eingeordnet wird:

  • Wehrdienstfähig: keine Gesundheitsstörungen, daher verwendungsfähig für alle Tätigkeiten oder mit kleinen Einschränkungen zum Beispiel bei (mäßigen) Allergien, Fehlsichtigkeit oder einer Körpergröße von unter 1,79 m oder über 1,95 m
  • Vorübergehend nicht wehrdienstfähig: Gesundheitsstörungen, dessen weiterer Verlauf nicht genau absehbar sind, zum Beispiel Knochenbrüche
  • Nicht wehrdienstfähig: schwere Gesundheitsstörungen, zum Beispiel chronische Schäden an Orangenen, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wirbelsäulenkrankheiten wie Skoliose, Asthma, MS oder auch eine Körpergröße unter 1,55 m oder über 2,06 m

Struktur und Ablauf des Freiwilligen Wehrdienstes

Nach einer erfolgreichen Bewerbung beginnt für die Rekruten immer jeweils am ersten in den Monaten Januar, April, Juli oder Oktober eines Jahres der FWD. In den ersten zwei bis drei Monaten müssen die Rekruten die Allgemeine Grundausbildung der Bundeswehr durchlaufen. Anschließend folgt für ein bis zwei Monate die sogenannte „Verwendungsbezogene militärfachliche Ausbildung“, bei der die Soldatinnen und Soldaten ihrem zugeteilten Fachgebiet, zum Beispiel Panzergrenadier, Fallschirmjäger o. Ä., entsprechend weiter ausgebildet werden. Nach der eigentlichen Ausbildung (mindestens drei Monate, maximal fünf Monate) gehen die Soldaten bis zum Ende des Freiwilligen Wehrdienstes den Aufgaben ihres Dienstpostens nach.

Typischer Tagesablauf

Bei der Bundeswehr ist kein Tag wie der andere und statt eintönigem Alltag gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Trotzdem fragen sich viele, die einen Freiwilligen Wehrdienst in Betracht ziehen, wie ein typischer Tag bei der Bundeswehr abläuft:

  • 6:45 Uhr bis 7:00 Uhr: Antreten
  • 7:00 Uhr bis 11:00 Uhr: Frühsport und Übungseinheiten wir Schießtraining, Hindernisbahn oder Sanitätsausbildung
  • 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr: Mittagspause
  • 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr: Theoretischer Unterricht, zum Beispiel über die Geschichte und Einsätze der Bundeswehr, Waffenlehre o. Ä.
  • 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr: Umsetzen der Theorie, zum Beispiel Auseinanderbauen und Pflege verschiedener Waffen
  • 16 Uhr: Abschlussantreten inklusive Nachbesprechung

Verdienst im Freiwilligen Wehrdienst

Freiwillig Wehrdienstleistende erhalten neben dem standartmäßigen Wehrsold einen Wehrdienstzuschlag. Beides steigt während des FWDs immer wieder an. Unserer Übersicht könnt ihr entnehmen, wie sich der Wehrsold insgesamt zusammensetzt und wie viel Freiwillig Wehrdienstleistende in welchem Monat verdienen:


Wehrdienstdauer
1. bis 3. Monat 4. bis 6. Monat 7. bis 12. Monat 13. bis 18. Monat 19. bis 23. Monat
Wehrsold 342,30 € 365,40 € 388,50 € 411,30 € 411,30 €
Wehrdienstzuschlag 495,00 € 495,00 € 675,00 € 735,00 € 795,00 €
 

Wehrsold gesamt


837,30 €
 

860,40 €

 

1.063,50 €

 

1.146,30 €

 

1.206,30 €

Vorteile mit der Bundeswehr als Arbeitgeber

Ärtztlich Versorgung ist für Frewillig Wehrdienstleistende kostenlos © Ivan-balvan / Getty Images International

Für viele (ehemalige) Soldaten ist die Zeit bei der Bundeswehr eine der aufregendsten ihres Lebens: Sie erfahren echte Kameradschaft, stellen sich die ganze Zeit über immer wieder neuen Herausforderungen und gehen bis an ihre Grenzen. Zudem erfüllen Soldaten der Bundeswehr eine sinnvolle Aufgabe, indem sie Deutschland und seine Gesellschaft schützen.
Neben diesen persönlichen Errungenschaften gibt es noch weitere Vorteile, die sich sehen lassen können. So haben Soldaten der Bundeswehr einen sicheren Arbeitsplatz bei einem der größten Arbeitgeber Deutschlands inklusive Gehalt nach Tarif. Verpflegung, Unterkunft in der Kaserne und eine ärztliche Versorgung stehen den Soldaten kostenlos zur Verfügung; die Soldaten sind also nicht standardmäßig bei einer Krankenversicherung versichert, dennoch stehen ihnen alle gesetzlichen Leistungen zu. Zwar sind Soldaten während ihrer Zeit bei der Bundeswehr nicht rentenversichert, allerdings zahlt die BW nach der Wehrdienstzeit die Beiträge nachträglich in voller Höhe nach, wenn die Soldaten anschließend wieder in einen rentenversicherungspflichtigen Beruf einsteigen (keine Beamten).
Zudem bietet die Bundeswehr den Soldaten stetig Weiterbildungs- und gegebenenfalls Aufstiegsmöglichkeiten an. So kann man beispielsweise Ausbildungen oder sogar ein Studium bei der Bundeswehr absolvieren.

Wochenende und Urlaub während des FWD

Während des Freiwilligen Wehrdienstes stehen den Rekruten selbstverständlich auch Urlaub und dienstfreie Wochenenden zu. Ab Freitagnachmittag dürfen sie das Kasernengelände nach Feierabend verlassen und müssen sich erst am Sonntagabend um 22 Uhr wieder dort melden. Falls die Soldaten mit dem Zug in ihre Heimat fahren, ist die Fahrt für sie in der zweiten Klasse kostenlos. Ausgenommen sind hierbei Fahrten im Intercity-Express (ICE).
Während der Allgemeinen Grundausbildung herrscht Urlaubssperre, danach haben Soldaten 30 Urlaubstage im Jahr zur Verfügung; bei einem FWD von weniger als zwölf Monaten entsprechend weniger. Den Urlaub können die Rekruten zu jeder Zeit nehmen, dieser muss nur vom Vorgesetzten bestätigt werden. Urlaubtage, die man am Ende noch über hat, werden den Soldaten ausgezahlt.

 

Quellen:
Broschüre „Freiwillig dienen – Ein Wegweiser zum Freiwilligen Wehrdienst“
https://www.bundeswehrentdecken.de/soldatenberuf/freiwilliger-wehrdienst , Stand: 08.06.2018

Drohnenpilot bei der
Bundeswehr werden

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Drohnen – viele kennen sie als kleine Flugobjekte, die für Luftaufnahmen oder für die Vermessungstechnik genutzt werden. Aber Drohnen werden auch für militärische Zwecke bei der Bundeswehr eingesetzt. Bei uns erfahrt ihr, wofür Drohnenflugzeuge bei der Bundeswehr genutzt werden und welche Aufgaben auf einen Drohnenpiloten bei der Bundeswehr warten.

Was ist eine Drohne?

Drohnen sind unbemannte Flugobjekte. Das heißt, es sitzt keine Person an Bord des Flugzeuges, um die Umgebung mit eigenen Augen zu sehen. Stattdessen übernimmt eine Kamera am Flugobjekt die Luftaufnahmen. Die Drohnen können sowohl automatisiert fliegen als auch von Menschenhand gesteuert werden.

Aufgaben der Drohnenpiloten bei der Bundeswehr

Drohnenpiloten versetzen sich vom Boden aus in die Rolle eines Piloten, indem sie ein unbemanntes Luftfahrzeug – die Drohne – fernsteuern. Sie arbeiten von einer Art stationärem Cockpit am Boden aus. In dieser sogenannten Bodenkontrollstation werden ideale Gegebenheiten zum Fliegen einer Drohne geschaffen. Gesteuert wird die Drohne durch direkte Funk- oder Satellitenverbindungen.

Die Drohnenpiloten leisten einen wichtigen Beitrag für die Arbeit der Bundeswehr: Sie sichten mit den Drohnen zukünftige Einsatzgebiete, planen Übungen und Aufklärungseinsätze in der Luft und helfen mit dem durch den Drohnenflug erlangten Wissen, fliegerische Einsätze vorzubereiten. Der Drohnenpilot schützt die Soldaten durch die Beobachtungen, die er durch das Auge der Drohne im Luftraum macht. Sie erkennen Konflikte und Hinterhalte im Idealfall, bevor die bemannten Flugzeuge im Luftraum eintreffen.

Die Ausbildung als Drohnenpilot

Um Drohnenpilot bei der Bundeswehr zu werden, müssen Bewerber eine umfangreiche Ausbildung durchlaufen. Die angehenden Soldaten werden dazu als Piloten ausgebildet und erlangen mit Abschluss ihrer Ausbildung die Befugnis sowohl bemannte Jets als auch unbemannte Drohnen durch den Luftraum zu steuern. Die Ausbildung ist die gleiche wie die zum Lufttransportflugzeugpiloten. Denn anders als sich mancher eine Drohne vorstellt, sind die Drohnen der Bundeswehr große Flugzeuge, die sich von einem Laien nicht von üblichen Jets unterscheiden lassen.

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Ausbildung zum Drohnenpiloten © RichVintage / Getty Images International

Als Drohnenpilot an Einsätzen der Bundeswehr teilnehmen

Die Piloten sollten nach dem Erlangen ihrer Fluglizenz in der Lage sein, alle Systeme, die mit dem Fliegen im Zusammenhang stehen, von Bord und Boden aus zu bedienen. Außerdem liegt es in der Hand der Drohnenpiloten Flugeinsätze mit den militärischen und zivilen Stellen zu besprechen und zu koordinieren. Als Drohnenpilot sind die ausgebildeten Soldaten dann Profi darin, Drohnen zu steuern. Sie nehmen an internationalen Einsätzen teil oder leisten ihren Beitrag bei Aufklärungsarbeiten über den Flugraum. Zum Leistungsspektrum der Drohnenpiloten zählt außerdem die Nachbereitung und Dokumentation der Flugeinsätze.

Tiere bei der Bundeswehr – Wo werden sie eingesetzt?

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In vielen Arbeitsbereichen kommen heute Maschinen und technische Lösungen zum Einsatz. Dass aber auch die neuesten technischen Errungenschaften der Menschheit die Arbeit einiger tierischer Lebewesen nicht ersetzen können, das unterstreichen die Strategen der Bundeswehr. Das deutsche Militär setzte früher wie auch heute noch auf tierische Kompanieangehörige für die tägliche Arbeit. Wir erklären euch, welche Vierbeiner für die Bundeswehr im Einsatz sind und warum ihre Mithilfe so wichtig ist.

Maultiere und Haflinger – belastbare Tiere für die Geländearbeit

Zu den wenigen Tierarten, die bei der Bundeswehr noch zum Einsatz kommen zählen heute Maultiere und Haflinger-Pferde. Sie sind immer dann gefragt, wenn Soldaten an Orte gelangen wollen, die mit Fahrzeugen nicht befahrbar sind, weil die Wege zu uneben oder schmal sind. Trittsicher und schwindelfrei transportieren die stoischen Gemüter schwere Lasten durch Gebirgspässe und befördern Waffen, Munition und Verpflegung zum jeweiligen Einsatzort. Die Tiere werden immer dann auf den Plan gerufen, wenn extrem ungünstige Wetter- und Geländebedingungen herrschen, sodass Fahrzeuge Wege nicht passieren können. Bis zu 140 kg Last kann jedes der Huftiere ausdauernd über viele Stunden von A nach B befördern, ohne dass den Tieren die Kraft ausgeht.

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Tiere im Einsatz für die Bundeswehr © Zheka-Boss / Getty Images International

An die Bundeswehr-Arbeit gewöhnt und angelernt werden die Tiere im Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen in Bad Reichenhall. Speziell ausgebildete Tragtierführer kümmern sich um die tägliche Verpflegung der Tiere. Alle Beteiligten an der Arbeit mit den Tragtieren zählen offiziell zu der Heereslogistiktruppe der Bundeswehr.

Einige Pferde werden außerdem als Reittiere bei der Erkundung in gefährdeten Räumen eingesetzt.

Hunde bei der Bundeswehr – Spürnasen wittern die Gefahr

Ein weiterer tierischer Freund und Helfer der Bundeswehr ist der Spürhund. Während das Maultier mit seiner Kraft und Belastbarkeit punktet, macht sich der Hund durch seine scharfen Sinne für die Bundeswehr unverzichtbar. Die Hunde erkennen am Geruch explosive Gegenstände und Sprengstoff und können nach vermissten Personen suchen, indem sie ihre Fährte aufnehmen. Nähere Infos über die Arbeit von Hunden bei der Bundeswehr findet ihr in unserem Magazinbeitrag „Der Beruf Hundeführer bei der Bundeswehr“.

Der Umgang mit gefährlichen Tieren in Auslandseinsätzen

Sie arbeiten nicht täglich mit ihnen zusammen, sollten sich im Ernstfall aber mit ihren Verhaltensweisen und Eigenschaften auskennen: Die Rede ist von gefährlichen Tierarten, denen die Bundeswehr-Soldaten während eines Auslandseinsatzes begegnen können. Wie reagiert man, wenn man einem Tier begegnet, das einem gefährlich werden kann? Woran erkennt man, ob Tiere in Angriffshaltung sind? Um sich in der Beantwortung solcher Fragen im Ernstfall schnell sicher zu sein, lernen einige Bundeswehr-Soldaten den Umgang mit Tieren wie Schlangen in speziellen Workshops. Sie können nach dem Workshop erkennen, wann Schlangen zu beißen drohen und sie behutsam aber zielgerichtet in sicherer Entfernung absetzen.  So lernen die Soldaten, sich vor Kobra, Viper, Inlandstaipan und Co. zu schützen.

Giftschlangen

Umgang mit Schlangen lernen © gaiamoments / Getty Images International

 

Hubschrauberpilot
bei der Bundeswehr

Bei der Bundeswehr den Kampfhubschrauber „Tiger“ fliegen, das klingt für viele wie ein Traum – ist aber als Hubschrauberpilot in der Laufbahn der Offiziere bei der Bundeswehr möglich. Hubschrauberpiloten bei der Bundeswehr fliegen den Kampfhubschrauber Tiger im Einsatz und bei Übungen. Sie tragen Verantwortung für ein komplexes Waffensystem im Hubschrauber und unterstützen das Heer aus der Luft. Bei dem Ausführen von Aufträgen müssen Hubschrauberpiloten bei der Bundeswehr immer die herausfordernden klimatischen Bedingungen und die verschiedenen Gelände hinsichtlich der Sicherheitsbestimmungen im Auge behalten. Dabei wird das Fliegen mit taktischen Fähigkeiten und technischen Kenntnissen zusammengebracht.

Hubschrauberpilot bei der Bundeswehr © Spondylolithesis / Getty Images International

Aufgaben von Hubschrauberpiloten

Die Piloten haben nicht nur die Aufgabe, den Kampfhubschrauber Tiger zu fliegen und den Kampf aus der Luft zu führen, sondern auch die Missionen selbst vorzubereiten. Sie müssen zum Beispiel Daten und Berechnungen für den Waffeneinsatz wie Anzahl und Anzahl an benötigten Waffen ermitteln. Geflogen werden sowohl Einsätze zu Übungszwecken als auch im Gefecht. Nach jeder Mission müssen das Bord- und Wartungsbuch mit Berichten gefüllt werden. Dort werden Informationen zu durchgeführten Routine-Wartungen zur „Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit“ eingetragen. Außerdem werden darin alle Einsätze protokolliert mit Details zu geflogenen Routen festgehalten. Wenn es zu Landungen des Kampfhubschraubers außerhalb militärischer Sicherheitsbereiche kommt, sind die Piloten für die Bewachung und Absicherung des Fluggerätes zuständig.

Ausbildung zum Kampfhubschrauberpiloten bei der Bundeswehr 

Die Ausbildung geschieht in Form eines dualen Bachelor-Studiums „Aeronautical Engineering“ an der Universität der Bundeswehr in München. Studenten erhalten beispielsweise Unterricht in Aero- und Thermodynamik, Flugmechanik und -regelung, Konstruktion und Flugzeugbau und angewandter Mathematik. Das Studium zum Bachelor of Engineering (B. Eng.) wird mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen. Neben theoretisch erlernten Kenntnissen werden auch praktische Fähigkeiten durch regelmäßigen Flugdienst im In- und Ausland vermittelt.

Hubschrauber der Bundeswehr © VanderWofl-Images / Getty Images International

Was verdient ein Bundeswehr Hubschrauberpilot? 

Das monatliche Einstiegsgehalt für Soldatinnen oder Soldaten auf Zeit beträgt in diesem Bereich etwa 1.800 EUR netto. Durch Beförderungen und damit zusammenhängende Änderung der Dienstgrade steigt dies regelmäßig an, sodass das Gehalt von Hubschrauberpiloten bei der Bundeswehr relativ schnell bei über 3.000 EUR brutto liegt.

Hubschrauberpilot der Bundeswehr: Voraussetzungen

Wer sich für eine Ausbildung zum Hubschrauberpilot bei der Bundeswehr entscheidet, sollte zwischen 17 und 29 Jahren alt sein. Bundeswehrpilot ohne Abitur zu werden ist kein Problem. Es reicht, wenn ein Bundeswehrpilot mit Realschulabschluss in die Ausbildung startet. Außerdem müssen die Kandidaten die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Die Bereitschaft, sich bundesweit versetzen zu lassen, wird vorausgesetzt. Auch die Teilnahme an Auslandseinsätzen der Bundeswehr ist obligatorisch. Die Dauer der Verpflichtung ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium: Sie richtet sich nach der Qualifizierung und den angestrebten Zielen innerhalb der jeweiligen Laufbahn. In dieser Laufbahn als Soldatin oder Soldat auf Zeit beträgt die Verpflichtungszeit 16 Jahre. Wer Lust auf den Piloten-Beruf bei der Bundeswehr bekommen hat, findet hier passende Fliegerjacken.

Videoquelle: Bundeswehr @ YouTube: https://www.youtube.com/user/Bundeswehr