Tag Archives: Abenteuer

Camping mit Kindern:
das erste Outdoor-Abenteuer

Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International

Als Alternative zum Urlaub im Hotel, einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung, wählen viele Urlauber ein Camping-Abenteuer. Mit Kindern wird diese Tour umso aufregender, bedarf aber auch mehr Planung und Vorbereitung. Wenn der erste Camping-Urlaub mit Kindern ansteht, gilt es Einiges zu beachten, damit der Urlaub für euch und eure Kinder nicht in katastrophaler Erinnerung bleibt, sondern auch wirklich erholsam wird.


Zu welcher Jahreszeit mit Kindern campen?

Die meisten Familien nutzen den Sommer, um in den Urlaub zu fahren. Aber auch im Frühjahr und im Herbst macht Camping Spaß, denn dann sind meistens die Campingplätze nicht so voll und auch günstiger als in der Hauptsaison, sodass ihr mehr Budget für spannende Freizeitaktivitäten übrig habt. Ein Test vor dem „richtigen“ Campen ist eine Übernachtung im eigenen oder dem Garten der Großeltern oder von Freunden. Auf diese Weise könnt ihr im Vorhinein testen, ob das Übernachten in einem Zelt mit euren Kindern gut möglich ist und welche Schwierigkeiten gegebenenfalls auftreten können. Für das erste Camping mit Kindern bietet sich ein Wochenende besser an, als direkt den ganzen Sommerurlaub zum Camping-Trip zu machen. So könnt ihr erst einmal testen, ob das Campen was für eure Kinder (und möglicherweise auch für euch) ist.


Wo ihr mit Kindern am besten campen könnt

Euer erstes Urlaubsziel sollte nicht allzu weit von eurem Zuhause liegen. Das hat erstens den Vorteil, dass die Fahrt dorthin den Kindern nicht ewig lang vorkommt und ihr nicht alle fünf Minuten gefragt werdet „Wann sind wir endlich da?“ – eine lange Autofahrt mit Kindern kann bekanntlich sehr schnell anstrengend werden. Zweitens seid ihr im Fall von aufkommendem Heimweh oder sogar Notfällen wie Krankheit schneller wieder zu Hause.

Wenn eure Kinder älter sind und ihr mehr Erfahrung beim Campen gesammelt habt, können eure Reiseziele auch weiter entfernt liegen oder ihr könnt eine längere Tour mit verschiedenen Stopps machen.

Übrigens: Damit ihr euch und eure Kinder nicht während des gesamten Camping-Urlaubs von Ravioli mit Tomatensauce ernähren müsst, haben wir für euch ein paar leckere Camping-Rezepte zusammengestellt.

Kinderfreundliche Campingplätze

Als erstes steht die Wahl des richtigen Campingplatzes auf der Liste. Je nach Vorlieben, könnt ihr Campingplätze mit einer Grundausstattung wie Sanitäranlagen, Feuerstelle usw. wählen – diese sind in der Regel recht preisgünstig. Alternativ gibt es zahlreiche Campingplätze mit komfortablerer Ausstattung. Häufig gibt es auch extra ausgewiesene Campingplätze für Familien, die auf die Bedürfnisse und Wünsche von Familien und insbesondere die der Kinder ausgerichtet sind. Beispiele für solche kinderfreundlichen Campingplätze sind das kurz vor Dänemark gelegene Ostsee Resort Damp, der Gitzenweiler Hof am Bodensee oder der fränkische Bauernhof Wiesenbett Dängeler Hof. Welche Ausstattung vorhanden ist, könnt ihr den Webseiten der jeweiligen Campingplätze entnehmen.

Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International
Camping mit Kindern / © gradyreese / Getty Images International

Bei einer Camping-Tour mit Kindern eignet sich beispielsweise ein Campingplatz an einem See oder mit einem (angrenzenden) Schwimmbad. Auch Spielplätze sind bei Kindern immer sehr beliebt und können auch von kleineren Kindern genutzt werden. Für mögliche Regentage ist es empfehlenswert, einen Campingplatz auszuwählen, in deren Nähe einige Attraktionen warten, wie ein Indoor-Spielplatz, interaktive Museen oder Hallenbäder. Außerdem bietet es sich immer an, besonders auch für die lange Autofahrt, Spielzeug und je nach Alter eurer Kinder auch Bücher mitzunehmen, mit denen sich die Kinder bei schlechtem Wetter beschäftigen können.
Möglicherweise kommt für euch auch ein Campingplatz in der Nähe eines Bauernhofs oder Reiterhofs in Frage, bei denen Kinder den Umgang mit heimischen Tieren lernen können.

Das Zelt beim Camping mit Kindern

Für das Camping mit Kindern eignen sich verschiedene Arten von Zelten.

Kuppelzelt © bw-online-shop

  • Kuppelzelte sind sehr leicht und außerdem einfach aufzubauen. Der Nachteil dieses Zelttyps ist allerdings, dass das Innenzelt vor dem Aufbau erst zusammengesetzt werden muss. So kann es schnell passieren, dass das Innenzelt bei Regen nass wird.

  • Familienzelte oder auch Tunnelzelte sind sehr groß und geräumig, da sie für mehrere Personen gedacht sind und zusätzlich größere Gepäckstücke hineinpassen sollen. Sie sind in mehrere kleine Zimmer und Durchgänge aufgeteilt. Das ist vor allem praktisch, wenn man ältere Kinder hat, die sich mehr Privatsphäre wünschen als kleinere.

  • Pyramidenzelte eignen sich vor allem bei längeren Touren, da der Aufbau mehr Zeit in Anspruch nimmt und sich daher bei kleinen Ausflügen oft nicht lohnt. Beim Winterzelten kommen diese Zelte besonders häufig zum Einsatz, da sie auch schwere Schneelasten tragen können.

Egal, für welchen Zelttyp ihr euch letztlich entscheidet: Es sollte auf jeden Fall groß genug für euch und euer Gepäck und vor allem wasserdicht sein. In unserem Beitrag zum Thema „Was ihr beim Zeltkauf beachten solltet“ geben wir euch weitere ausführliche Tipps, welche Kriterien bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen.


Der richtige Schlafsack für Kinder

Beim Schlafsack für eure Kinder solltet ihr darauf achten, dass diese aus Kunstfaser sind, da sie deutlich schneller trocknen als Modelle aus Baumwolle. Das ist sowohl bei verschütteten Getränken als auch bei kleinen Malheurs in der Nacht sehr praktisch. Welcher Schlafsack der richtige für euch ist, erfahrt ihr in unserem Ratgeber „Was ist wichtig beim Schlafsack?“.
Beim Aufbau der Schlafplätze ist die Isolation sehr wichtig, da über den Boden die meiste Körperwärme verloren geht. Legt deshalb am besten genügend Isomatten auf dem gesamten Boden aus. Für eine stärkere Isolierung sind auch mehrere Isomatten übereinander möglich. Je nach Wetterlage, könnt ihr auch Campingbetten nutzen. Für Säuglinge eignen sich auch die Wannen aus dem Kinderwagen gut als mobiles Reisebett, das ihr aber auf keinen Fall ohne Isomatte auf dem Boden abstellen solltet. Luftmatratzen solltet ihr nicht als (alleinige) Schlafunterlagen verwenden, da diese erstens keine Kälteisolation bieten, zweitens schneller kaputt gehen als Isomatten und anschließend unbrauchbar sind, und drittens schnell zu Rückenschmerzen führen können.

Kind im Schlafsack / © vernonwiley / Getty Images International
Kind im Schlafsack / © vernonwiley / Getty Images International

Welche Kleidung für Kinder beim Camping?

Damit das Abenteuer bei schlechter Wetterlage nicht kalt-nass ausfällt, ist bei der Kleidung eine Mischung aus wasserdichten bzw. wasserabweisenden Stoffen und wärmenden Stoffen, wie beispielsweise Fleece, gut geeignet. Kleidet euch und eure Kinder am besten nach dem Zwiebel-Prinzip. So geht am wenigsten Wärme verloren und ihr könnt bei Bedarf überflüssige Kleidung ausziehen. Für den Schlaf solltet ihr immer etwas dickerer Kleidung mitnehmen, als ihr zu Hause anhabt.

Ausreichend Wechselsachen und Klamotten für jedes Wetter sind absolute Pflicht, genauso wie Gummistiefel, Regegenjacken und Regenmützen. Passende Kinderkleidung für das Outdoor-Abenteuer findet ihr übrigens in unserem Shop.

Furten beim Wandern –
sicher ans andere Ufer

Furten beim Wandern

Viele Wanderer kennen das Problem. Die Route sieht eine Flussüberquerung vor und was fehlt? Die Brücke. Der Fluss muss also durch Furten überquert werden. Aber wie kommt Ihr sicher an das andere Ufer? Abenteurer, lasst Euch gesagt sein:  Einfach querfeldein durch den Fluss zu streifen kann nach hinten losgehen. Ohne das nötige Wissen über Technik und Ausrüstung erreicht Ihr die andere Seite des Flusses mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bloß klitschnass, sondern wohlmöglich auch verletzt. Denn ein strömender Fluss ist eine Naturgewalt, die Ihr nicht unterschätzen solltet. Aber wie kommt Ihr denn nun sicher auf die andere Seite?

Die richtige Stelle zum Furten

Zwei Tipps solltet Ihr Euch merken, wenn es daran geht, die richtige Stelle für die Flussüberquerung auszuloten: Die Stelle sollte einen möglichst niedrigen Wasserspiegel und eine möglichst langsame Fließgeschwindigkeit aufweisen. Die Annahme, dass eine Flussüberquerung an der breitesten Stelle am schwierigsten ist, ist ein weit verbreiteter Trugschluss. Denn dort, wo das Gewässer breiter ist, verteilen sich die Wassermassen am besten. Oftmals habt Ihr also gerade an den breiten Stellen die besten Chancen den Fluss trockenen Fußes zu durchqueren.

Schmale Stellen können sich jedoch auch zum Passieren eignen. Sie bieten sich zum Beispiel an, wenn viele Felsbrocken aus dem Wasser ragen, mit Hilfe derer Ihr Euch bis an das gegenüberliegende Ufer balancieren, oder Euch zumindest daran abstützen könnt. Ihr merkt also: Fluss überquerenEs ist ratsam nicht die erstbeste Stelle zur Überquerung zu wählen. Geht lieber einige Meter am Flussufer entlang, um die passende Stelle zu finden. Auf keinen Fall solltet Ihr einen Fluss an einer Stelle mit stark strömendem Wasser überqueren. Es gilt: Strömendes Wasser sollte maximal bis zum Knie reichen, um einem sicheren Übergang zu gewährleisten. Bei ruhigen Gewässern solltet Ihr nicht weiter als bis zum Bauchnabel im Wasser stehen. An einigen viel genutzten Wanderwegen wird es Euch leicht gemacht: gute Furt-Stellen sind manchmal schon mit Farbmarkierungen versehen.

✓ Furten an Stellen mit niedrigem Wasserspiegel
✓ Furten an Stellen mit langsamer Fließgeschwindigkeit des Wassers
✓ Furten an breiten Stellen des Flusses

Der richtige Zeitpunkt zum Furten

Der richtige Zeitpunkt zum Furten variiert ständig. Wenn sich keine geeignete Stelle zum Furten findet, heißt es manchmal schlichtweg: warten. Denn das Fließverhalten eines Flusses ändert sich im Zeitverlauf. Gletschergespeiste Flüsse fließen beispielsweise in der Regel nachts weniger stark als tagsüber. Diese könnt Ihr also am besten morgens überqueren, dann ist der Wasserstand niedriger. Auch wenn es stark regnet ist der Wasserstand dementsprechend höher. Regentage solltet Ihr gegebenenfalls im Zelt abwarten.

✓ Gletschergespeiste Flüsse am besten morgens überqueren
✓ Bei Regen ist der Wasserstand höher
✓ Wenn sich keine geeignete Stelle findet: Warten

Die richtige Ausrüstung zum Furten

Auch eine angemessene Ausrüstung ist wichtig, um einen Fluss sicher und trocken zu überqueren. Für niedrige Gewässer reichen zum Teil bereits gut isolierte Wanderstiefel um das Wasser zu durchwaten. Wenn der Wasserstand aber etwa bis zum Schuhschaft reicht, solltet Ihr zusätzlich Gamaschen tragen, um trockene Füße zu behalten. Für höhere Gewässer ist auch eine wasserdichte Hose ratsam. Fluss trocken überquerenAber die Ausrüstung sollte nicht bloß für Komfort sorgen, sondern auch für Sicherheit. Mit dabei haben solltet Ihr deshalb unbedingt Trekkingstöcke. Damit könnt Ihr Euch im Fluss langsam vortasten und ausloten, wie tief das Wasser vor und neben Euch ist. Wenn Ihr keine Trekkingstöcke habt, könnt Ihr auch auf einen kräftigen Stock zurückgreifen.

In tieferen Gewässern, die man mit Schuhen nicht überqueren kann, sind Wasserschuhe anzuraten. Sie schützen vor Verletzungen durch spitze Steine oder Scherben im Fluss, die den Fortlauf der gesamten Wanderung gefährden könnten.

✓ Isolierte Wanderstiefel
✓ Wasserdichte Hose
✓ Trekkingstöcke verwenden

Die richtige Vorbereitung beim Furten

Zur Vorbereitung auf die Flussüberquerung solltet Ihr Eure Schuhe, Socken und gegebenenfalls Eure Hose ausziehen und alles verpackt in Plastiktüten in den Rucksack legen, wichtige Gegenstände sind gut in wasserdichten Brustbeuteln aufgehoben. Dann bleiben Eure Sachen auch trocken, wenn Euer Rucksack mit Wasser in Berührung kommt. Hüft- und Brustgurte des Rucksacks solltet Ihr lieber geöffnet lassen, damit Ihr den Rucksack im Notfall abwerfen könnt.

✓ Schuhe, Socken und Hose ausziehen
✓ Kleidung im Rucksack in Plastiktüten packen
✓ Hüft- und Brustgurte des Rucksacks geöffnet lassen

Die richtige Technik zum Furten

Gefurtet wird in der Regel schräg stromaufwärts. Ihr solltet Euch langsam und vorsichtig fortbewegen, stets mit einem Stock die Wassertiefe vor Euch ausloten und tiefe stellen umgehen. Falls vorhanden, sollteRichtig Furtent Ihr große Felsen als Zwischenziele anpeilen, damit Ihr Euch gegebenenfalls ausruhen könnt – denn Furten kann anstrengend werden. Beim Furten in der Gruppe sollten nicht alle Personen gleichzeitig ins Gewässer gehen, sondern einer nach dem anderen. Die Personen, die am Ufer stehen, halten idealerweise ein Rettungsseil bereit und geben hilfreiche Tipps. Merkt Ihr in der Mitte des Flusses, dass die Stelle zum Überqueren ungeeigneter ist als angenommen, solltet Ihr umdrehen und Euch eine neue Stelle suchen.

✓ Gefurtet wird stromaufwärts
✓ Felsen als Zwischenziele anpeilen
✓ Einer nach dem anderen Furten

Ist Wildcamping
in Deutschland erlaubt?

Zelten_auf_der_Wiese

Zu Beginn direkt die schlechte Nachricht: „Wildcamping“ ist in Deutschland nicht wörtlich zu nehmen. Denn an beliebigen Stellen in der freien Wildbahn dürft Ihr Euer Zelt in Deutschland nicht aufschlagen. Nur auf gekennzeichneten Campingplätzen ist Camping hierzulande gestattet. Der Kompromiss, mit dem Ihr euch wohl oder übel zufriedengeben müsst: Zelten auf offiziellen, aber naturnahen Campingplätzen. Sogenannte „Naturzeltplätze“ sind deutlich weitläufiger als übliche Campingplätze. Die Zeltplätze sind locker verteilt, sodass einem der unmittelbare Blick auf die weiße Wohnwagenwand des Nachbarn erspart bleibt. Naturzeltplätze liegen zumeist auf großen Wiesen, in einem lichten Waldgebiet oder am Ufer eines Flusses. Häufig ist das Grillen oder Lagerfeuer-Machen erlaubt. Versucht, die Vorteile der eingeschränkten Wildcampingvariante zu sehen: Ihr müsst nicht auf sanitäre Anlagen und Wasseranschlüsse verzichten. Zelten auf offiziellen Campingplätzen ist zwar nicht ganz so abenteuerlich, doch dafür zumindest sicher und nicht strafbar.

Wer doch in Kauf nehmen will, durch unerlaubtes Camping in der Wildnis ein Bußgeld zu riskieren, sollte zumindest darauf achten, landwirtschaftlich genutzte Flächen strikt zu meiden. Auch auf privaten, eingezäunten Grundstücken solltet Ihr Euer Zelt keineswegs ungefragt aufschlagen: Das ist Hausfriedensbruch.

Zeltplatz_suchen

Was Ihr beim Wildcamping beachten solltet

Zelten in der Natur – habt Ihr da auch saftige Wiesen, ein plätscherndes Gewässer und urige Wälder vor Augen? Leider bergen gerade diese vermeintlich schönsten Plätze aber oft die größten Gefahren. Was Ihr beim Camping an diesen zauberhaften Plätzen unbedingt beachten solltet, erfahrt Ihr hier.

Zelten im Wald

Der Wald ist ein schöner Platz zum Camping, ohne Frage: Er bietet Schutz vor Sonne und spendet an heißen Sommertagen angenehm kühlen Schatten. Aber aufgepasst: Diesen Schutz suchen auch viele Wildtierarten. So könnten etwa Wildschweine oder Rehe Eure Nachtruhe stören. An besonders trockenen, heißen Tagen besteht außerdem eine erhöhte Waldbrandgefahr. Wenn Ihr in bewaldeten Gebieten übernachten wollt, sucht Euch am besten eine Lichtung am Waldrand.

Zelten auf einer Wiese

Auf einer Wiese bekommt Ihr seltener Besuch von Wildtieren; umso lieber treiben sich dort aber kleine Tierchen wie Insekten herum. Schützt Euch dort deshalb mit einem Insekten-abwehrenden Spray gegen Stiche und Bisse und haltet Euer Fliegennetz stets geschlossen. Der große Pluspunkt auf einer Wiese: Ihr habt perfekten Ausblick und viel Platz für Sack und Pack.

Zelten an einem Gewässer

Vorsicht, Mücken! Gewässer ziehen die ungebetenen Gäste umso mehr an. Denkt deshalb beim Zelten an einem See oder Fluss an die Fliegennetze. Falls erlaubt, könnt Ihr ein Lagerfeuer machen, um die Insekten zu vertreiben. Achtet außerdem darauf, Euer Zelt nicht zu nah am Wasser aufzustellen, denn dort könnte der Boden noch feucht sein. Natürlich hat Zelten am Wasser auch viele Vorteile, die nicht unerwähnt bleiben sollen: So könnt Ihr etwa Euer Geschirr – natürlich ohne Spülmittel – im Bach abwaschen, Euch an warmen Tagen jederzeit erfrischen und vielleicht sogar Baden.

Wo ist Wildcamping erlaubt?

Die Camping-Regelungen sind von Land zu Land verschieden und Verstöße werden in unterschiedlichem Ausblick_beim_ZeltenMaße geahndet. Grundsätzlich erlaubt ist Wildcamping zum Beispiel in Schweden, Norwegen, Irland, Estland, Lettland und in Ländern der Balkanregion.

In Frankreich ist Zelten offiziell nur auf Privatgrundstücken mit Einverständnis des Besitzers erlaubt und insbesondere an der Küste strengstens verboten. In anderen beliebten Urlaubsländern wie Griechenland, Spanien oder Bulgarien ist das Wildcampen offiziell verboten, sogar auf Privatgrundstücken und wird mit teils hohen Geldbeträgen bestraft.

Wandern mit Rucksack:
Wie soll ein Rucksack sitzen?

Wandern mit Ruckasck

Wer schon einmal eine Rucksacktour zu Fuß gemacht hat, weiß: Beim Wandern ist kaum etwas wichtiger als ein perfekt sitzender Rucksack. Wird der Rucksack nicht individuell eingestellt, ist er nicht nur unbequem, sondern kann auch noch zu Rückenschmerzen und Verspannungen führen. Wir erklären Euch, wie Euer Rucksack nach sieben simplen Schritten einwandfrei sitzt und geben Euch praktische Packtechniken an die Hand.

In 7 Schritten zum perfekt sitzenden Rucksack

  1. Lockert alle Riemen des Rucksacks
  2. Setzt den Rucksack auf, beugt Euch nach vorne und schließt zunächst den Hüftgurt. Er sollte den Beckenknochen mittig umschließen. Sitzt der Hüftgurt zu hoch, schnürt er den Bauch ein; sitzt er zu tief scheuert er auf Dauer an der Leiste.
  3. Nun werden die Schultergurte festgezogen. Sie sind richtig eingestellt, wenn sie eng anliegen und nicht vom Schulterblatt abstehen. Schnürt die Schultergurte aber nicht zu eng – die Hauptlast sollte durch den Hüftgurt getragen werden.
  4. In Schritt drei merkt Ihr, ob Euer Schultergurt optimal sitzt. Der Rucksack sollte dann eng anliegen. Ist das nicht der Fall, solltet Ihr in Schritt vier nun die Einstellung Eurer Rückenlänge überprüfen und anpassen.
  5. Schließt dann den Brustgurt so, dass die Atmung nicht beeinträchtigt wird. Der Brustgurt sorgt dafür, dass die Schultergurte nicht verrutschen und entlastet zugleich die Schultern.
  6. Anschließend könnt Ihr die Lastkontrollriemen anziehen. Sie verlaufen von der Schulter bis zum oberen Rucksackende und optimieren die Lastverteilung im Schulterbereich.
  7. Zuletzt den Hüftgurt-Stabilisierungsriemen verschließen. Er sorgt für eine ausgewogene Lastverteilung über der Hüfte. Je strammer der Riemen geschnallt wird, desto stabiler sitzt der Rucksack. Lockert Ihr den Riemen zwischendurch, habt ihr mehr Bewegungsfreiheit und belastet abwechselnd Schultern und Hüfte.

Aber wie sollte es im Rucksackinneren aussehen? Was gehört im Rucksack nach unten; was eher in die Seitentasche?

Rucksack

Die richtige Packtechnik zum Wandern:

Ihr habt Euren Rucksack beim Wandern nach dem Motto „Hauptsache alles drin‘“ bislang immer willkürlich gepackt? Dann lasst Euch sagen: Das ist nicht ungefährlich. Ein falsch gepackter Rucksack kann zum ernstzunehmenden Sicherheitsrisiko beim Wandern werden.

Der Schwerpunkt des Rucksacks sollte stets dicht am Körper in Schulterhöhe liegen, sonst zieht er Euch beim Tragen nach hinten. Vor allem in anspruchsvollem Gelände, in dem Ihr Euer Gleichgewicht ausbalancieren müsst, kann die Wanderung mit einem falsch gepackten Rucksack zur Wackelpartie werden. Je schmaler und kompakter der Rucksack ist, desto besser könnt Ihr das Gleichgewicht halten.

Tipp: Ob die Last Eures Rucksacks gut verteilt ist, könnt Ihr testen, indem Ihr den Rucksack fertig gepackt auf den Boden stellt: Kippt er nach hinten oder vorne um, könnt Ihr die Lastverteilung noch optimieren. Bleibt der Rucksack stehen kann es losgehen.

Aber was gehört denn nun wohin?

Das Wichtigste ist zunächst einmal, dass man das Überflüssige gar nicht erst mitnimmt – denn der Rucksack sollte nicht mehr als 20-25 Prozent des eigenen Körpergewichts wiegen, damit Ihr ihn ohne Probleme über einen längeren Zeitraum tragen könnt.

Kommen wir nun konkret zur Frage, welche Gepäckstücke Ihr in welchem Teil des Rucksacks verstauen solltet. Für eine grobe Einordnung gilt die Regel: Leichte Sachen kommen in das Bodenfach, mittelschweres wird oben außen verstaut und Schweres, wie zum Beispiel das Zelt, lagert Ihr am besten oben in Schulterhöhe, nah am Rücken. Würde das schwere Gepäck unten im Rucksack gelagert werden, würde Euch der Rucksack beim Wandern nach hinten ziehen. In leichtem, sprich flachem Gelände, packt man den Lastschwerpunkt höher als in schwierigem Gelände mit Steigung, da Eure Körperhaltung beim Bezwingen einer Steigung nicht aufrecht ist.

Füllt den Rucksack im Bodenfach insgesamt nicht zu „lose“, denn dann ist er nicht so stabil und die zu tragende Last wird wohlmöglich ungleichmäßig verteilt. Gepäckstücke, die Ihr schnell zur Hand haben müsst, zum Beispiel ein Handy oder einen Kompass, solltet Ihr in das Deckelfach des Rucksacks packen. Die seitlichen Außentaschen eignen sich gut für Trinkflaschen oder ein Erste-Hilfe-Set. Achtet hierbei unbedingt auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf beiden Seiten.

Auch wenn es praktisch ist: Befestigt so wenig wie möglich außen am Rucksack, damit Ihr nicht am nächsten Ast hängenbleibt.

Rucksack packen: Tipps auf einen Blick

✓ Leichtes Gepäck nach unten
✓ Mittelschwere Gegenstände mittig verstauen
✓ Schweres Gepäck oben im Rucksack auf Schulterhöhe
✓ Was griffbereit sein soll ins Deckelfach
✓ Rucksack links und rechts gleichmäßig belasten

Lange Autofahrt mit Kindern
– So bleibt ihr alle entspannt!

camping-kinder-autofahrt_autofahrt-mit-kindern

Eine längere Autofahrt mit Kindern, zum Beispiel zum Camping-Ausflug, kann schnell anstrengend werden. Damit Ihr  und Eure Kinder die Autofahrt entspannt übersteht, solltet Ihr ein paar Dinge beachten:

Rastplätze clever wählen

Bevor es losgeht mit der langen Autoreise, solltet Ihr Eure Route richtig planen. Plant am besten nicht nur die Strecke, sondern auch, wo Ihr Pausen einlegen möchtet. Auf http://maps.rast.de/ könnt Ihr die Standorte und Ausstattungen verschiedener Tankstellen und Rastplätze sehen. Plant Eure Route vorher und überlegt, an welchen Raststätten ihr halten wollte. Natürlich ist die Planung mit Kindern schwieriger, wenn beispielsweise eine Toiletten-Pause gemacht werden muss, aber für längere Pausen mit Bewegung  und einem ausgiebigerem Essen lohnt sich die Planung allemal.

Das richtige Essen für die Autofahrt mit Kindern

Wer Hunger hat, hat schlecht Laune –  das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder. Deswegen solltet Ihr immer ausreichend Proviant an Bord haben: Am besten eignen sich leicht verdauliche Speisen, die nicht belasten, beispielsweise Rohkost in handlich geschnittenen Stücken wie Paprika, Möhren, Kohlrabi und Gurke. Auch frisches Obst, das nicht allzu saftig ist, eignet sich –  Bananen und Äpfel sind hier eine gute Wahl. Für Pausen auf dem Rasthof könnt Ihr Brötchen, Joghurts (nur, wenn Ihr eine Kühlmöglichkeit habt), Fruchtriegel und auch gekochte Eier mitnehmen.
Nicht zu Eurem Reiseproviant dagegen gehören Schokolade, Fruchtgummis oder Chips. Auch auf süße Getränke wie Limonaden und unverdünnte Säfte solltet Ihr verzichten. Stattdessen eignen sich Wasser, ungesüßte (Früchte)Tees und Säfte mit Wasser im Mischverhältnis 1:3. Gegen Übelkeit helfen Reisekaugummis und auch eine Spucktüte ist immer ratsam.

Beschäftigung der Kinder während der Autofahrt

autofahrt-kinder

Neben den richtigen Snacks ist bei einer langen Fahrt mit Kindern auch Beschäftigung extrem wichtig, damit keine Langeweile aufkommt. Ganz oben auf der Liste stehen hier Reisespiele wie Nummernschild-Raten, rote Autos zählen, „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder Kofferpacken. Alternativ gibt es mittlerweile auch viele handliche Reisespiele in Spielzeuggeschäften zu kaufen.
Wenn Euren Kindern nicht schlecht wird, könnt Ihr auch Bücher oder Zeitschriften mitnehmen. Auch kleine tragbare Spielekonsolen wie Game Boys oder ein Tablet mit Kinderspielen können während der Fahrt zeitweise für Unterhaltung sorgen. Die Spielzeit sollte hierbei dem Alter des Kindes angepasst sein und nicht zu lange andauern. Auch Hörspiele sind eine gute Beschäftigung. Ihr könnt auch Hörspiele zum Beispiel auf Euer Handy oder Tablet runterladen. Vielleicht habt Ihr auch noch irgendwo einen alten Walkman rumliegen – so kann jedes Kind sein Lieblingshörspiel hören.­ ­Übrigens: Empfehlungen zum richtigen Maß bei der Nutzung elektronischer Medien könnt Ihr auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachlesen.